Zitat von Toloo: Ich reflektiere viel.
Mit Reflektieren allein ist es nicht getan. Dies dient ja nur der Erkenntnis, was falsch gelaufen ist. Allein dadurch wird aber keine Verhaltensänderung herbeigeführt.
Das hast du ja bereits selber festgestellt: Das ist das typische Bereuen nach einem "Fehlverhalten" und das große Versprechen, sich zusammen zu reißen, damit es niiieee wieder vorkommt.
Der implizite Wunsch, der oft dahinter steckt, ist doch, dass die Gefühle, die das "Fehlverhalten" auslösen, gar nicht erst aufkommen.
So funktioniert das aber in der Regel nicht. Du kannst wahrscheinlich nicht verhindern, dass das Gefühl von Verlustangst aufkommt, aber du kannst steuern, wie du mit dem Gefühl umgehst, bis es im besten Fall verschwindet.
Dafür brauchst Werkzeuge an der Hand. Atemübungen sind zwar ganz nett, offensichtlich für dich aber nicht ausreichend, um dich selber zu regulieren. Mich wundert, dass dein Therapeut dies nach 7 Monaten noch nicht erkannt und versucht hat, eine andere Strategie mit dir auszuarbeiten. Manchmal kann es nötig sein, mehrere sogenannte Skills gleichzeitig anzuwenden, wenn ein einzelner Skill zur Selbstregulation nicht greift.
Daher frage ich mal ganz direkt: Bist du wirklich in psychotherapeutischer Behandlung? Also bei einem zugelassenen Therapeuten vor Ort? Oder ist das so ein Online-Coach?
Ich frage deshalb, weil du die Frage nach der Art der Therapie aus meiner Sicht nur ausweichend beantwortet hast und ich die Aussagen, wie du konkret an dir arbeitest, als schwammig empfinde.