ccbaxter
Gast
Zitat von Cosmic93:Ich werde nur diese innere Überzeugung nicht los das sie die richtige war und es wegen dummen Fehlern und Gewohnheiten auseinander ging.
Glaub mir, eine Beziehung geht nicht einfach in die Brüche wegen ein paar dummen Fehlern oder unguten Gewohnheiten, die sich im Laufe der Zeit beim einen oder bei der anderen einschleichen. Sie kommen in ausnahmslos jeder längeren Beziehung vor, und einige davon gehen deshalb trotzdem nicht in die Brüche. Wenn sie wirklich die absolut„richtige“ Partnerin gewesen wäre bzw. genauer gesagt: Wenn ihr beide wirklich auf allen notwendigen Ebenen zusammengepasst hättet, dann hättet ihr wahrscheinlich kommunikativ und emotional auch echte Lösungen für diese Unzulänglichkeiten und Probleme gefunden.
Ich weiß leider, von was ich rede: Ich habe mir in meinem ersten Trennungsschmerz auch immer verzweifelt gesagt: „Warum nur?! Das war doch die einzige, die richtige Frau, eine die so unglaublich gut zu mir gepasst hat!“ Im Laufe der Zeit bin ich aber in der ehrlichen wie schmerzhaften Beschäftigung mit dem, was wirklich zwischen uns passiert und auch nicht passiert ist, zu der Erkenntnis gelangt, dass wir zwar nur in sehr wenigen, aber leider, leider sehr elementaren Punkten und Bedürfnissen schlichtweg inkompatibel waren. Das hat die Probleme selbst nicht alle erzeugt, aber ihre wirkliche Lösung verhindert oder stellenweise unmöglich gemacht.
So eine Erkenntnis gewinnt man i.d.R. auch nicht im anfänglichen Trennungsschock und -schmerz, deshalb kann ich deine Gedankengänge natürlich komplett nachvollziehen. Man möchte so unglaublich gern die Uhr zurückdrehen und sich in bestimmten, vergangenen Momenten nun anders verhalten oder etwas anderes sagen oder tun. Aber… wie du schon sagst: Hätte, hätte… Es hilft nichts, es zieht einen nur runter. Der Weg hin zu dem Punkt ist weit und schmerzhaft, an dem man sich irgendwann selbst sagen kann: „Hey, es war eine sehr schöne Zeit mit ihr, mit tollen Momenten, für die ich unglaublich dankbar bin! Und all das hat solange angedauert, wie es das Schicksal uns erlaubt hat. Und nun hat sich unser gemeinsamer Weg getrennt, sie ist noch Teil meines Herzens aber nicht mehr meines Lebens - und es ist Zeit für neuen Blick nach vorn.“ Ich selbst bin auch definitiv noch nicht an dem Punkt, aber ich hoffe und arbeite dafür, dass ich ihn erreiche. Ich wünsche dir das Gleiche!