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Trennung nach 9 Jahren Beziehung und Verlobung

B
@Stella31: Gestern Abend kam er spät nach Hause. Ich lag schon im Bett.
Mitten in der Nacht kam er dann dazu, als wenn nichts wäre.
Als ich heute morgen aufgestanden bin, habe ich seine Umzugskartons im Flur gefunden... ich kann das alles nicht..

#46


Stella31
Wieso schlaft ihr noch in einem Bett?
Das würde für mich gar nicht gehen!

Ganz klare Abgrenzung ist nötig von deiner Seite aus!

x 2 #47


A


Trennung nach 9 Jahren Beziehung und Verlobung

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B
@Stella31: tun wir eigentlich nicht. Er schläft seit der Trennung auf dem Sofa oder bei Freunden. Aber ja, er macht was er will..

#48


Stella31
Zitat von brisabri:
Aber ja, er macht was er will..

Und du lässt machen!
Ganz klare Grenzen kannst du ihm aufzeigen und sagen, ob er noch alle Latten auf dem Zaun hat

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Cagy
Hallo Brisabri,
du denkst vermutlich wenn du ihm klare Grenzen zeigst nimmst du dir damit die letzte Chance, daß es vielleicht *doch wieder gut wird*....
Er hat sich gegen ein weiteres Leben mit dir entschieden und hat keine Berechtigung weiter so zu tun als wenn alles noch wie früher wäre ( wenn IHM danach ist).
Du solltest dir klar darüber werden was du erdulden magst und was NICHT MEHR ( bis er auszieht) und ihm das auch klar und deutlich sagen.
Trotz Trennung weiter zusammen essen , in einem Bett schlafen und das Trennungsthema in Gesprächen vermeiden verhindert ein Abschließen, eine beginndende Heilung und bringt DIR null Vorteile.
Such dir jede (professionelle) Hilfe die du finden kannst und fokussiere dich auf die Dinge die DU jetzt änderst musst/kannst anstatt darüber zu gübeln ob er...und wann er....oder eben auch nicht.
Auch ich kenne das Gefühl der Ohnmacht, der Leere und der Angst nach einer Trennung und ich wünsche dir Menschen die dich jetzt unterstützen und dich geduldig begleiten.
Alles Liebe dir.

x 2 #50


B
@Stella31: ich frage mich ja selbst, was mit mir nicht stimmt. Sein Verhalten ist ja so offensichtlich. Ich weiß nicht, warum ich mir das alles gebe und immer noch dran festhalten will.
Die Trennung ist eine Sache, aber sein Verhalten danach ist noch viel schlimmer. Mein Verstand weiß das...

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B
Zitat von Cagy:
du denkst vermutlich wenn du ihm klare Grenzen zeigst nimmst du dir damit die letzte Chance, daß es vielleicht *doch wieder gut wird*....

Genau so ist es. Auch wenn ich weiß, dass es falsch ist.
Ich kann es einfach nicht akzeptieren, auch wenn ich muss.
Und egal wie schlecht er sich benimmt, ich denke immer noch, dass ICH ihm helfen muss. Offensichtlich hat er ja selber massive Probleme. Aber er spricht nicht.. es macht mich wahnsinnig.
Es wäre auch einfach, wenn er jetzt konsequent seine Umzugskartons füllen würde. Aber das tut er nicht.
Stattdessen pöbelt er rum, weil er etwas abgelaufenes (kein Schimmel oder so) im Kühlschrank gefunden hat.. Als wenn ich gerade keine anderen Sorgen hätte.. Ich solle nicht so tun, als wäre ich die perfekte Hausfrau.. habe ich übrigens auch nie behauptet... bin fassungslos..

x 2 #52


Stella31
Zitat von brisabri:
Ich kann es einfach nicht akzeptieren, auch wenn ich muss.
Und egal wie schlecht er sich benimmt, ich denke immer noch, dass ICH ihm helfen muss. Offensichtlich hat er ja selber massive Probleme. Aber er spricht nicht.. es macht mich wahnsinnig.

Das einzig Richtige ist, ihm klare Grenzen zu setzen.
Dein Helfersyndrom bringt dich keinen Deut weiter.
Er sieht ja, dass er sich alles erlauben kann und du machst es mit.
Stelle deine Regeln auf.
Solange ihr noch zusammen wohnen müsst, hat er sich an gewisse Regeln zu halten, sobald es auch dich betrifft.
Er kann nicht tun und lassen was er will.
Dafür muss er ausziehen.
Ich würde mit ihm sprechen, ihm meine Voraussetzungen mitteilen und ihm klar sagen, er solle so schnell wie möglich ausziehen.
Und wenn er übergangsweise bei Freunden oder Eltern wohnt. Aber so ist es für dich unerträglich.
Wenn er merkt, dass du nicht mehr das kleine Häschen bist, mit dem er umgehen kann, wie er will, wird sich was ändern.

x 3 #53


Catalina
Zitat von Cagy:
du denkst vermutlich wenn du ihm klare Grenzen zeigst nimmst du dir damit die letzte Chance, daß es vielleicht *doch wieder gut wird*

Genau das Gegenteil ist der Fall. Wer klare Grenzen setzt und diese auch verteidigt, gewinnt Respekt. Und gerade der ist ja oft auf der Strecke geblieben. Ich hätte ihn gefragt, ob er noch alle Latten am Zaun hat, als er zu dir ins Bett gekrochen kam. Wer sich trennt muss eben auch mit den Konsequenzen leben, da gibt es kein weiter so wie bisher.

Du solltest alle Serviceleistungen für ihn umgehend einstellen - keine Wäsche machen, kein Einkaufen für ihn, kein gemeinsames Essen, nix mehr. Sei konsequent und wenn er anfängt zu jammern, warum du denn so böse zu ihm bist sag ihm, dass das eben die logische Folge seiner Entscheidung ist. Das ist in meinen Augen die einzige Möglichkeit, da halbwegs unbeschadet durchzukommen. Und ganz vielleicht merkt er ja dann, was er verloren hat.
Zitat von brisabri:
Stattdessen pöbelt er rum, weil er etwas abgelaufenes (kein Schimmel oder so) im Kühlschrank gefunden hat.. Als wenn ich gerade keine anderen Sorgen hätte.. Ich solle nicht so tun, als wäre ich die perfekte Hausfrau

Da hilft nur Distanz, so gut wie möglich. Und einer von euch sollte zeitnah ausziehen, am besten er, er wollte schließlich die Trennung. Das würde ich ihm auch ganz klar so kommunizieren. Unter den Umständen weiterhin zusammenzuwohnen ist für dich unzumutbar, vor allem, wenn er sich so verhält, wie er es tut.

x 2 #54


B
Zitat von Catalina:
Da hilft nur Distanz, so gut wie möglich. Und einer von euch sollte zeitnah ausziehen, am besten er, er wollte schließlich die Trennung.

So war es auch eigentlich vereinbart. Aber er tut es nicht. Weil er schon bei den Wohnungsbesichtigungen merkt, was das bedeutet. Hätte ihm vorher klar sein sollen.
Ich werde jetzt das nötigste packen und erstmal zu meinen Eltern fahren.
Ich danke euch allen, für eure klaren Worte!

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Lukrethia
@brisabri ich möchte dich auch nochmal ermutigen, ganz klare Grenzen zu setzen. Ich habe das am Anfang auch nicht geschafft. Der Gedanke daran hat schon saumäßig weh getan. Aber letztendlich war es das einzige, was geholfen hat. Ich liebe meinen Mann immer noch, aber ich kann nicht beschreiben, wie erleichternd es war, als er endlich ausgezogen ist. Es war schön und furchtbar zugleich. Der Anfang vom Ende sozusagen. Es kommt einfach einmal Ruhe rein. Der Schmerz ist irgendwann nicht mehr dauerpräsent, weil man nicht ständig erinnert wird, wenn die Person einmal weg ist.
Ich habe meinen NM damals gebeten, während meiner Abwesenheit zu packen und auszuziehen. Habe mich auch zu meinen Eltern verkrümelt, weil das muss man sich einfach nicht geben. Er ist offensichtlich auch nicht in der Lage, sich in dich hineinzuversetzen. Fühl dich gedrückt von mir! Vielleicht kommst du bei deinen Eltern etwas zur Ruhe.

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A
@brisabri Ja das ist eine sehr gute Idee, zu deinen Eltern zu fahren. Das wird guttun. Sprich dich aus.

Ihm würde ich glaube ich nicht mal sagen, wo ich bin.

x 1 #57


B
@Lukrethia: als ich heute meine Sachen gepackt habe und gefahren bin, hat es ihn richtig gestört. Er wollte dann auf einmal wieder "nochmal" reden. Er wollte auch unbedingt wissen, wohin ich gehe.

Es tut sehr gut, jetzt einfach mal woanders zu sein. Auch wenn ich Eltern in so einer Situation eher anstrengend finde. Sie meinen es immer nur gut, aber es hilft aktuell sowie gar nichts Traurig

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Stella31
Zitat von brisabri:
als ich heute meine Sachen gepackt habe und gefahren bin, hat es ihn richtig gestört. Er wollte dann auf einmal wieder "nochmal" reden. Er wollte auch unbedingt wissen, wohin ich gehe.

Das war so klar. Erst gibt er die Regeln vor und wenn du dein Ding machst, gefällt ihm das nicht.

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Lukrethia
Zitat von brisabri:
@Lukrethia: als ich heute meine Sachen gepackt habe und gefahren bin, hat es ihn richtig gestört. Er wollte dann auf einmal wieder ...

Dieses Gefühl mit den Eltern kenne ich auch. Man will alleine sein, aber man will nicht alleine sein, oder? 😉

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A


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