Zitat von einsamerheld:Danke, solche Beiträge helfen mir viel weiter als irgendwelche Anschuldigungen anderer Nutzer hier...
Naja, so ein bisschen verstehen kann man die Beiträge hier schon. Da triggerst du natürlich mit Deiner Unentschlossenheit und Deiner Situation enorm. Und auch ich muss sagen, dass mich das nicht kalt lässt und das aus einem ganz einfachen Grund, nämlich dem, dass
Du entscheiden
darfst. Beide Frauen überlassen Dir die Entscheidung, was mich ehrlich gesagt total wundert. Zumindest für mich wäre, nach Bekanntwerden der Schwangerschaft Schluss gewesen und ich hätte mich an Stelle Deiner Freundin zurückgezogen bzw. hätte mit Dir nichts angefangen. Wer tritt denn bitte sehenden Auges in Konkurrenz zur Aufmerksamkeit eines kleinen Babies bzw. Wer möchte seinen Liebsten ständig in so eine emotionale Zwickmühle bringen und zerrt an ihm herum, dass er sich zwischen dem neugeborenen Kind und der Freundin entscheiden muss und dadurch immer mindestens einem von beiden gegenüber ein schlechtes Gewissen hat? Auf der anderen Seite finde ich die Motive der
NochFrau? ebenfalls höchst zweifelhaft. Warum, dass steht ausreichend in dem Thread beschrieben. Ein Kind als Bindungskleister für eine sehr fragile Beziehung zu benutzen bzw. zu sagen jetzt oder nie, weil es da natürlicherweise bei Frauen irgendwann eine zeitliche Befristung gibt, ist zwar verständlich aber doch auch fragwürdig, oder? Weil ich glaube nicht, dass es an Eurer "alles in den Schatten stellenden Liebe" lag, dass sie plötzlich so einen massiven Kinderwunsch hatte. Ihr habt nichts, aber wirklich 0,00 aufgearbeitet, sondern alles nur beiseite geschoben und das macht ihr seit Jahren. Keine Ahnung, warum deine Frau ausgerechnet mit Dir ein Kind wollte, nachdem sie all die Nummern gebracht hat und keine Ahnung, warum Du Dich nach all dem darauf eingelassen hast. Aber jetzt, wo das Kind da ist, solltest Du da schnellstens für Klarheit sorgen.
Wie dem auch sei, einsamer Held, beide Damen scheinen mir höchst zweifelhafte Motive zu haben, warum sie unbedingt mit Dir in einer Beziehung leben wollen. Für mich käme ehrlich gesagt, keine für eine Beziehung in Frage, weil ich den Eindruck habe, es geht keiner der beiden wirklich um Dich bzw. geht es Dir ja eigentlich nicht wirklich richtig um sie, sondern wenn Du ehrlich bist, geht es Dir um Dich und das Du nicht alleine da stehst und seit neuestem ja auch um Deine Tochter, wobei die Situation ja wirklich noch echt neu ist. Darüber würde ich mal nachdenken.
Zuallererst würde ich aber darüber nachdenken, wie Du ein guter Vater sein kannst und zwar ohne Dich beziehungstechnisch total zu verbiegen und zu verleugnen. Da ist nämlich höchste Authentizität und Hingabe gefragt. Und da gibt es doch sicher Betreuungsmodelle, die auf Eure Situation anwendbar sind, dafür muss man doch nicht in so einer maroden Beziehung bleiben, oder? Ich finde es auch immer schlecht, das Kind als Ausrede zu benutzen, warum man geblieben ist. Das hat so ein Geschmäckle von Aufopferung, dabei geht es hier um etwas völlig anderes. Man tut dem Kind auch wirklich keinen Gefallen damit.
Einsamer Held, niemand wird Dir die Entscheidung abnehmen können. Und was ich Dir so ein wenig ankreide, ist, dass Du bockig wirst, dass Dir hier ein wenig Dampf gemacht wird. Im Unterschied zu @Moonshadow0 hast Du Dich schon auch ein gutes Stück weit selbst in die Situation hinein manövriert. Durch Deine ganz eigene Feigheit, vor der Schwangerschaft die Beziehung zu Deiner Frau zu klären um dann während der Schwangerschaft mit einer anderen eine Affäre zu beginnen. Ich weiß, so was zu hören tut weh, aber dem auszuweichen bringt erst recht nichts.
Alles in allem... ich möchte nicht mit Dir tauschen. Ich wünsche mir nur für Deine Tochter, dass sobald als irgend möglich Verhältnisse entstehen, in denen sie in Ruhe aufwachsen kann. Deine Zerrissenheit merkt sie nämlich wahrscheinlich schon jetzt.
Sorry, für die harten Worte @einsamerheld, aber Du hast jetzt nicht nur Verantwortung für Dich, sondern für ein kleines Mädchen. Und da muss das "Rumgeiere" auch irgendwann mal ein Ende haben.