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Trennung von einem depressiven Partner

R
Erst einmal ein guten Morgen in die Runde. Habe lange überlegt, ob ich mich an einem Forum anschließen sollte, da ich mich eigentlich für einen starken Menschen halte. Da meine Gefühlswelt aber Karrussel mit mir spielt, würde ich doch einmal gerne eure Einschätzungen erfahren wollen. Ich habe vor 10 Monaten eine Frau kennengelernt die Selbstständig ist und zwei Kinder über zehn Jahren hat. Ich selber habe auch Kinder aus einer vorangegangen Beziehung. Als ich Sie kennenlernte, erzählte Sie mir von Anfang an, wie sich ihr Leben bis dato dargestellt hatte. Sie erlitt vor ca. 12 Jahren eine Vergewaltigung. Ihre Mutter ist nach langer schwerer Krankheit gestorben. Ihr Vater ist dement und auch sehr krank. Sie hatte immer nur Partnerschaften die sehr kurz und unbefriedigend bis hin zu verletzend waren. Ihre leiblichen Eltern haben Sie als Baby abgegeben. Ebenso hat sie keine Freunde oder Freundinnen. Mit Ihrer Halbschwester hat Sie kein gutes Verhältnis. Ihre eigenen Kinder ( von zwei verschiedenen Vätern ) tanzen Ihr auf die Nase rum und sind mega materialistisch. In diesem Haushalt gab es keine Herzlichkeit. Alles war abhängig von materialistischen Dingen. Ein Geburtstag war nur Gut, wenn es auch teure Geschenke gab etc. Es wurde von meiner EX ständig nachgegeben nur damit Sie Ruhe hatte. In den Jahren zuvor wurde schon eine mittelschwere Depression diagnostiziert. Wo Sie wohl auch in Behandlung war, Ihr aber nichts brachte, wie sie sagt. Das nur einmal damit Ihr einen Eindruck von dem Leben meiner Ex haben könnt. Also beim besagten Kennenlernen und mit dem Wissen, was Ihr widerfahren ist, war ich natürlich entsetzt und habe Ihr zu verstehen gegeben, dass ich ein starker Mensch bin und Sie mit mir nicht so eine Beziehung hätte.

Besonders möchte ich auf einen eingehen, der Sie wohl sehr respektlos behandelt hat. Auch gewalttätig geworden ist. Er trank auch immer und hatte immer versprochen damit aufzuhören.

Als wir ca. 3 Wochen zusammen waren war es so, dass zwei Ex Freunde zwischen denen Sie wohl einige Male hin und her geswitcht ist, sie ständig mit Whats App Nachrichten und Telefonaten belästigten. Das ging von Liebesbekundungen, Beschimpfungen bis zum Geheule des jeweiligen. Ich riet Ihr diese beiden zu sperren damit das nicht mehr passieren kann.

Das wollte Sie aber nicht, Sie käme schon damit klar. Das ging so toll das Sie ständig Panikattacken bekam und selbst heulte. Was wollen die von mir, warum melden die sich noch etc.

Eines Tages, als ich mit meinen Kindern zu Hause war, rief Sie mich an, das Sie Schmerzen an der Lunge hätte ( was sie im übrigen jeden Tag hat, Schmerzen ) Ich packte meine Kinder um 22 uhr, obwohl recht jung, fuhr zu Ihr um mit Ihr dann in ein Krankenhaus zu fahren. Da habe ich dann erfahren, wie depressiv sie wirklich ist. Sie ist bei Ärzten kaum zu beruhigen. Der Puls rast hoch. Sie bekommt Angst, denkt Sie muss sterben und weint. Dieses habe ich in den 10 Monaten mehrere Male mit ihr durchstehen müssen.

Ab dieser Zeit wollte Sie immer mehr, dass ich bei Ihr und Ihren Kindern bleibe, eigentlich schon fast wohne. Ich war täglich da. Verlies früh Ihr Haus, kam von der Arbeit und kümmerte mich. Das kümmern ging soweit das ich Ihr alles abnahm, weil sie voll depressiv war. Ich habe gekocht. Mich um den Haushalt gekümmert. Abends hatte ich ihr immer noch Kleinigkeiten wie Obstsalat frisch gemacht etc. Sie hatte mehrer Geschäfte, bei denen ich mich zusätzlich am Tag auch noch eingebracht habe. Ich habe mich mit Ihr zusammen um Ihren Dement kranken Vater gekümmert. Erst zu Hause dann im Heim. Bin nach der Arbeit zuerst da vorbei gefahren 30-60 min bei Ihm geblieben um dann wieder zu Ihr zu fahren, um für Sie und Ihre Krankheit da zu sein. Es war mitunter so, dass sowohl Ihr Vater als auch Sie im Krankenhaus lagen und ich hin und her gefahren bin. Bei Ihr bin ich täglich 10 Std. gewesen damit Sie nicht alleine ist.

Immer wieder wenn Sie ihre depressiven Phasen hatte, war sie sich Ihrer Gefühle nicht mehr bewusst. Sie betonte zwar immer wieder, dass es nicht um mich gehe dabei, sondern das es diese Krankheit ist. Sie war ständig Lustlos und Müde. Keinen eignen Antrieb etc. Es wurden ständig Veranstaltungen abgesagt ob bei Freunden oder Konzerte oder sonstiges. Es drehte sich immer alles um sie. Unser S. fand fast gar nicht statt. Und sie ertrug es nicht viele Menschen um sich zu haben.

Zum Supergau kam es, als wir drei Tage im Urlaub waren ( der wunderschön war ) sie eine Nachricht bekam, das Ihr dement kranker Vater von zu Hause verschwunden ist. Mit Hubschrauberaufgebot etc. wurde er dann gesucht und zum Glück auch gefunden. Das stürzte sie wieder einmal in tiefe Depressionen, dem ein Hörsturz folgte. Ich habe Ihr gesagt das Sie dringend professionelle Hilfe benötigt und das es alles Alarmzeichen des Körpers sind. Aber es passierte nichts. Jeden Tag sagte Sie, Sie kann nicht mehr alleine sein. Ich sollte immer bei Ihr bleiben. Ich wäre die wichtigste und einzigste Person in Ihrem Leben. Sie weinte oft, weil Sie ihre tote Mutter vermisst.

Sie hat nie alles verarbeitet, sondern hat sich immer in Arbeit gestürzt. Ich habe alles getan, wirklich alles um Ihr Last von den Schultern zu nehmen. Habe Ihren Kindern versucht zu erklären welche Bürde Ihre Mutter da trägt. Kinder ernähren zu müssen. Gucken das die Geschäfte laufen, mit den Mitarbeitern etc. Ich habe Ihr bei allen Sachen geholfen. ICH HABE MICH SELBST AUFGEGEBEN FÜR SIE.

Ich könnte das jetzt viel weiter und tiefer fortführen aber das würde zu weit führen. Aber für den Eindruck reicht.

Kommen wir noch einmal zu einem bestimmten Ex zurück. Er schrieb Ihr immer wieder Nachrichten, dass er Sie noch liebe, sie heiraten möchte etc. Ich habe Ihr gesagt, dass Sie ihm doch sagen solle, dass Sie in einer Beziehung ist. Dieses wollte Sie nicht, da er sonst austicken würde. Sie hätte ihm lediglich gesagt, das sie keine Beziehung mit Ihm haben will, ihn aber nicht verlieren möchte. Auch das sie ihn zum einen mag und zum anderen er ein hilfloser kleiner Junge wäre, der nichts alleine im Leben könnte. Ich habe ihr am Anfang gesagt das es unsere Beziehung belasten wird, wenn das nicht aufhört, da es zum Einen Ihm gegenüber nicht fair ist, weil er Gefühle hat. Zum anderen sie so nie zur Ruhe kommen wird. Es wird dich emotional belasten.

Sie telefonierte heimlich mit Ihm oder ging in anderen Räumen und verschloß die Türe. Er hat uns dann irgendwann einmal zusammen auf der Straße gesehen und wirkte ziemlich geknickt. Ich weiß nicht wie intensiv der Kontakt war, aber sobald es etwas gab was für Sie negativ war ( z.B. Beleidigungen ) wollte sie mit mir darüber sprechen, hat ihn verflucht und alles aufgezählt was schlecht in der Beziehung mit Ihm war und das ich ja ein ganz anderer Mensch bin usw. Andererseits verschwand sie wieder mit dem Telefon und man hat dann nichts davon gehört. Diese Situationen haben wie sehr oft gehabt und Sie sagte dann immer das wäre Ihre Privatsphäre und Sie würde sie nichts verbieten lassen ( ok habe ich auch nie ) ich habe lediglich immer betont, dass ich nicht verstehe wenn ein Mensch einem soviel schlechtes getan, warum man diesen Kontakt unbedingt braucht und seine neue Beziehung aus Spiel setzt, da ich den Umgang als nicht normal empfinde.

Dann gab es eine Situation, dass sie von einem Handwerker der bei Ihr etwas im Haus zur Zeit baut heftigst angebaggert wurde. Diese hat sie mir auf Anraten einer Mitarbeiterin dann erzählt, weil Sie der Meinung war, das es schon s.uelle Belästigung sei.

Ich wollte den verheiraten Mann zu Rede stellen. Dies untersagte sie mir mit dem Verweis, dass sie sonst Angst hätte das der Handwerker dieses Gewerk dann nicht zu Ende führt. Ich wurde aufgrund der beiden genannten Situationen als Eifersüchtiger Gockel dargestellt und das ich auf einen solchen Mann ja wohl nicht eifersüchtig sein müsste.

Ich fand dann noch heraus, dass Sie mit Ihm fleißgen Whats App Verkehr hatte ( sie hat es mir dummerweise gezeigt und auch vorab schon wwas gelöscht, bda bin ich mir sicher ). Es wurde berichtet wenn ihr etwas passiert etc. Ich habe das nicht in meinem Kopf reinbekommen, warum man mit jemanden schreibt der einen unangenehm belästigt.

Ich habe daraufhin auch auf der Tatsache, dass ich gebe aber fast nichts bekommen habe oder man auf meine Ängste oder Bedenken eingeht die Sache beendet ( das war Anfang Dezember ) Es kam dann die große Nummer, das Sie von Wolke 7 in den Abgrund gefallen wäre und sie sich auf meine Worte verlassen hat, das ich meine Leben lang auf sie aufpassen werde und für sie da bin. Sie bekam wie so häufig eine Panikattacke und mich bekam ein schlechtes Gewissen. Jetzt vor zweich Wochen, war es wieder einmal soweit, das Sie erst nicht alleine sein kann, dann plötzlich doch alleine sein wollte. Sich nicht mehr über Ihre Gefühle im allgemeinen sicher ist. Sie wollte eine Art Auszeit, Sie meinte, dass ich sie sich durch mich eingeengt fühle, mit jemanden telefonieren oder schreiben zu können ( ihr wisst schon wer gemeint ist ) und das Sie sich in der Beziehung so nicht mehr wohlfühlen würde.

Ich riet ihr dann am Telefon die Sache doch zu beenden ( damit ich nicht wieder dieses schlechte Gefühl bekommen würde eine depressiven Menschen, den ich trotz allem geliebt habe, alleine gelassen zu haben ) Irgendwann am Telefon kam dann das Sie in Therapie gehen würde und das ich warten solle, weil sie mich nicht verlieren möchte. Sie aber diese therapie alleine machen möchte.

Ich habe gesagt das ich diesen Weg nicht mitgehen kann werde. Dann bat Sie mich wenigstens abzuwarten bis die erste Sprechzeit gewesen wäre etc. Auch das habe ich verneint. Ich würde nur leiden, denn Sie ist eine Person die einen auch mal zwei Tage im Ungewissen lässt und sich nicht meldet. Ich habe sie dann mehr weniger dazu getrieben, dass Sie es ausspricht das Schluß ist.

Es folgten dann zwei Tage Stalking im Sinne von Telefonaten Whats App das es ein bestimmt ein Fehler ist, das es ohne mich sch. wäre und das wir reden müssen etc. Ich habe dann gesagt, es gibt nichts zu reden. Sie geht nicht auf mich ein, macht keine Therapie, braucht Ihre Privatsphäre, ich würde sie einengen sie bekäme in Ihrem eignen Haus keine Luft mehr, obwohl sie es ja wahr, das ich in Ihre Nähe sein sollte und musste. Also was sollte ich reden. Das ging zwei Tage so. Bis ich mich dann doch wieder rumkriegen lies, wir spazieren gingen und ich auf das gewartet habe was gesagt wird. Es kam nichts bis auf das was ich schon gehört habe. Sie kommt mit Ihrem Leben nicht mehr klar. Hat niemanden. Ist traurig. Keine Lust auf dieses sch. leben etc. Ich fuhr nach Hause und war so enttäuscht, das ich Ihr geschrieben habe, dass es ein Fehler war zu Ihr zukommen. Da ich nichts gehört habe, worauf ich einen vielleicht anderen Weg hätte aufbauen können.

Ich bin dann einen Tag später zu Ihr gefahren um meine Sachen zu holen. Dies wollte sie nicht und hat Sie verhindert ( war wohl das Problem mit dem Gedanken das der Mensch der einen 10 Monate begleitet hat, dann völlig weg ist ) Jedenfalls umarmten und küssten wir uns und konnten plötzlich auch reden. Aber es kam auch dann mehr oder weniger der Vorwurf des Einengens. Wir sind dann auseinander gegangen, das wir viel reden und arbeiten müssen an diese Beziehung und sie eine Therapie machen muss. Am nächsten Tag die totale Kühle per Whats App auf die Nachfrage hin, das sie es wohl momentan nicht für erstrebenswert hält eine Beziehung zu haben, sondern mich nur als Ansprechpartner nicht zu verlieren. kam ein NEIN das siehst du falsch. es geht darum rauszufinden was für sie, mich und uns gut wäre.

Zwei Tage hörte ich dann wieder gar nichts von Ihr. Bis ich dann endgültig gesagt habe, dass ich meine Sachen holen möchte um damit abzuschliessen und Ruhe haben will. Das wurde mit Verwunderung und später in Vorwurf beantwortet. Da sie es nicht emotional schaffen würde, weil es ihr alles nahegeht hat sie mich auf einen anderen Tag vertröstet. Dieser wurde dann kurzfristig auch noch einmal um einen Tag verschoben. Reden war nicht möglich, da es ihr gesundheitlich und emotional nicht gute gehen würde.

Am besagten nächsten Tag bekam ich von einer Mitarbeiterin von Ihr die Mitteilung, dass ich meine Sachen in einem Geschäft von Ihr abholen könnte. Ich habe alles gelöscht was mit ihr zusammen hing, weil ich nicht in der Luft hängen wollte und ständig aufs Handy gucke ob sie online ist oder versuchen würde sie zu kontaktieren.

Ich habe noch einen Brief geschrieben, das ich mir Momentan keine Beziehung mit ihr vorstellen könnte, das sie erst einmal Hilfe benötigen würde. Ich aber trotzdem, weil ich sie ja immer noch Liebe, mich weiter ihr treffen würde wollen ungezwungen. Es aber nötig sei die Therapie zu machen und man dann schaut ob eine Beziehung vielleicht wieder möglich ist. Seit dem, eine Woche her, habe ich nichts mehr gehört.

Im übrigen waren alle Menschen um Sie herum,( Mitarbeiter, Verwandte etc ) total entsetzt das es vorbei ist, weil man der Meinung war, das Sie jetzt endlich den richtigen Mann an Ihrer Seite hat. Da ich immer für sie da war. Alles für sie getan habe. Verlässlich war etc.

Jetzt zu dem wie Ihr es seht. Zum eine bin ich der Meinung das ich richtig gehandelt habe, alles gegeben habe mir nichts vorzuwerfen habe und aufrecht aus der Sache rausgehen kann. Den ich bin kein Therapeut und dann nicht helfen. Auch muss ich mich nicht für Ihr Verhalten als eifersüchtigen Gockel als Grund hergeben.

Andererseits plagen mich Gewissensbisse ob sie sich jetzt wirklich zurück zieht um sich eine Klinik einweisen zu lassen und ich nicht für sie da bin und sie sich deswegen nicht mehr meldet ( was ich aber nicht glaube, da sie ja nicht alleine sein kann und ich er denke das sie mit dem verkorksten Ex wieder zusammen ist )

Einerseits bin ich mir auch sicher das ich ohne Therapie ( sowieso ) sie nicht zurück haben möchte, da es doch teilweise mit den Geschichten sehr verletzend war und es verdammt viel Kraft gekostet hat, mit einem Menschen zusammen zu sein, der täglich irgendwelche Wehwehchen hat und alles negativ sieht. Mir ist aufgefallen, das Sie ein unheimliches Bedürfnis hat, gebauchpinselt zu werden. Sonst kann ich mir solch eine Aktion wie mit dem Handwerker nicht vorstellen.

Ich glaube, nicht ich weiß, dass Sie jetzt in eine neue Beziehung geflüchtet ist. Sie tut mir leid, denn in meinen Augen ist sie nicht Beziehungsfähig mit Ihrer Krankheit. Und mit jeder neuen Beziehung stürzt sie sich in noch tiefere Depressionen, den es wird ja nicht besser bei Ihr und erst recht nicht, wenn dann noch eine gescheiterte Beziehung dazu kommt und wieder ein Mensch weg ist. Ich überlege die ganze Zeit ob ich den Kontakt suchen sollte. Andererseits denke ich mir mit dem Brief habe ich alles gesagt und es liegt an Ihr.

Wie würdet Ihr damit umgehen?

04.02.2018 12:33 • #1


U
Es gibt Möglichkeiten, mit einem depressiven Partner zusammenzuleben, ohne selbst depressiv zu werden. Dazu muss sich in Deinem Fall die Kranke aber ihrer Krankheit bewusst sein und in der Lage zu sein, depressive Phasen zu erkennen und zu artikulieren. Das ist in Eurem Fall leider nicht so.

Ich bin selbst Langzeit-Betroffener, und ich finde, Du hast das richtige entschieden. Mach Dir keine Vorwürfe. Du warst ihr Liebhaber, nicht ihr Psychologe. Du hättest ihr auch keinen Gefallen getan, in diese Rolle zu schlüpfen. Nachfolgende Männer
werden das exakt gleiche Problem haben, vielleicht aber nicht genug gesundes Selbstbewusstsein, das auch zu erkennen.

04.02.2018 13:05 • #2


A


Trennung von einem depressiven Partner

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R
Danke für deine Nachricht. Ich muss etwas widersprechen. Sie erkennt die Krankheit schon. Geht es aber nicht ernsthaft an und hat tausend Ausreden dafür. Wenn Sie wieder depressiv war oder Angstzustände hatte, habe ich Ihr immer zugeredet positiv und kleine Erfolgsgeschichten diese Sie hatte als kleinen Schritt in die richtige Richtung angepriesen. Und das wir das alles auf die Reihe kriegen werden und das sie sich auf mich verlassen kann. Oder ich war nur bei Ihr habe sie in den Arm genommen und gestreichelt. Am besten war es immer wenn sie Streicheleinheiten bekam und eine ruhige Stimme mit ihr gesprochen hat. Leider Leider, kann eine Beziehung aber nicht nur aus dieser Einbahnstrasse bestehen. Du sagst du warst selbst betroffen. Wie war es denn bei dir? Und wie kann man deiner Auffassung nach mit einem depressiven zusammenleben ? Wie siehst du bei einem depressiven das Geltungsbedürfnis nach Aufmerksamkeit. Ich habe die beiden Situationen ja beschrieben. War ich wirklich zu kritisch und/oder eifersüchtig ? Wie sieht das eine neutrale Person wie du?

04.02.2018 13:31 • x 1 #3


Gorch_Fock
Hallo Risp. Du möchtest wissen, was ich tun würde? Laufen, so schnell es geht.
Du kannst mit so einem Menschen keine tragfähige Beziehung aufbauen. Dafür ist in der Vergangenheit zu viel zerstört worden. Die Gefahr besteht, dass Du Co-Abhängig von ihr wirst (bist Du sicher schon zu einem Teil geworden). Und letztlich würde Dich und Deine Kids diese Geschichte in den Abgrund reißen.
Du möchtest sie - wie viele starken Menschen - gerne heilen. Das funktioniert aber nicht. Die destruktiven Verhaltensweisen werden zunehmen und Dich weiter zerstören.

04.02.2018 13:39 • x 4 #4


fe16
@rispino
ich habe es versucht , es geht nicht .
@Gorch_Fock hat da recht es zerstört einen
sie kann nur durch sich selbst heilen nicht durch dich .

04.02.2018 13:46 • x 1 #5


U
Neutral bin ich nicht wirklich, ich habe die Krankheit seit 25 Jahren und bekomme sie nicht wirklich dauerhaft los. Aber ich habe trotzdem normale Beziehungen

Depression ist medizinisch gesehen eine Störung des Gehirn-Stoffwechsels. Oft vom Gehirn selbst erlernt durch belastende Situationen, wie bei Deiner Ex-Freundin.

Erstens: Ihr Gezeter erzeugt einen guten Teil der Krankheit selbst.
Zweites: Wenn die Depression aktiv ist, kann sie nichts tun als abwarten, bis sich die Birne wieder einkriegt. Ruhe geben.
Anerkennen, das die Gedanken gerade nicht die Realität wiedergeben, sondern wie in einem schlechten Traum eine entsetzliche Realität zeichnen.
Drittens: Es geht vorbei.

Die Erkrankte muss genau das erkennen und artikulieren lernen, wenn sie Beziehungen mit gesunden Menschen auf Dauer
haben möchte. Macht Deine Ex nicht. Den Partner als Stütze zu benutzen ist viel weniger anstrengend und vor allen Dingen ihr bekannter, als wirklich an sich zu arbeiten.

Wie ich das heute löse: Wenn ich merke, eine depressive Attacke kommt, sage ich es meiner Partnerin - ich nehme mich für ein paar Tage aus dem echten Leben und warte ab, bis sich das Gehirn wieder beruhigt. Meine Partnerin soll das behandeln wie eine Grippe - sie kann nichts tun, ausser mich in Ruhe zu lassen. Das muß und darf sie akzeptieren. Das entlastet sie total. Und kostet sie nicht alle Energie (wie es Dir gegangen ist). Sie ist nicht meine Ärztin oder Krankenschwester.

Nach der Attacke melde ich mich zurück und nehme wieder normal am Sozialleben teil.

Im Hintergrund habe ich einen guten Arzt, im Notfall medikamentive Unterstützung, Notfalluntersützung - das muss sie sich als Erkrankte aufbauen.

PS: Ich wurde auch schon verlassen wie Deine Frau, und war damals total sauer und habe mich in die nächste Beziehung gestürzt. Völlig verkehrt. Heute beglückwünsche dich die Frau, die Leine gezogen hat, zu diesem Schritt. Für sie und mich.

04.02.2018 13:50 • x 2 #6


fe16
@unregistriert
Du bist ja auch ein toller Mann ,
das aber sind nicht viele Depresive
Sie flüchten in ihre Depresion , nutzen es als Ausrede
sich nicht den Problemen zu stellen
Wenn sich jeder Deppresive seinem leid so stellen würde , wäre die Welt um einiges besser

04.02.2018 13:53 • x 5 #7


R
@Fe wozu meinst du nutzt Sie die Depressionen als Ausrede? Weil sie ihren Alltag nicht meistern kann?

@unregistriert

du schreibst Glückwunsch der damaligen Frau zu diesem Entschluß. Für sie und für dich obwohl du sauer warst. Wie meinst du das. Hast du nicht versucht sie zurück zubekommen?

04.02.2018 14:13 • #8


U
Zitat von rispino:
du schreibst Glückwunsch der damaligen Frau zu diesem Entschluß. Für sie und für dich obwohl du sauer warst. Wie meinst du das. Hast du nicht versucht sie zurück zubekommen?


Ich habe sie erst nach ein paar Jahren verstanden. Klar habe ich versucht sie umzustimmen, aber wie es bei Frauen oft ist, sie hatte schon Monate vor der Entscheidung abgeschlossen.

Sie hat damals erkannt, das ich krank war, aber mich nicht mit mir auseinandersetzen wollte. Also nicht wirklich (bin zwar zu einer Theraphie, aber habe nicht verstanden, was los ist).

Durch die Trennung war ich gezwungen mein Leben um 180° zu drehen und der Mann zu werden, der ich heute bin. Mein Leidensdruck einsam depressiv in der Pampa war viel zu groß. Ich bin in die Stadt zurück, WG, Freundschaften wieder aufbauen, viele Reisen.

Wäre sie nicht gegangen, hätte mein Leiden (und ihres natürlich als unfreiwilliger Psychologe) nur verlängert.

04.02.2018 14:18 • x 2 #9


fe16
Zitat von rispino:
@Fe wozu meinst du nutzt Sie die Depressionen als Ausrede? Weil sie ihren Alltag nicht meistern kann?

@unregistriert

du schreibst Glückwunsch der damaligen Frau zu diesem Entschluß. Für sie und für dich obwohl du sauer warst. Wie meinst du das. Hast du nicht versucht sie zurück zubekommen?


Ja genau , als ausrede für alles (für sie sind das ja keine Aussreden )

also so habe ich es erlebt ,

das sie im allgemeinen nicht den Alltag meistern können , liegt an ihrer Antriebslosigkeit
das sie Worte die sie sagen ,nicht in Taten umsetzen können .

04.02.2018 14:43 • #10


R
Ich bedanke mich bis hierhin schon einmal bei euch für eure Einschätzungen und Erfahrungen. Hat mir schon ein wenig geholfen, da u.a. von jemanden zu hören der selbst betroffen ist wie @unregistriert.

VIELEN LIEBEN DANK !

04.02.2018 15:01 • x 3 #11


S
@ rispino
Leider war auch ich mal in einer Beziehung mit einer depressiven Frau. Auch ich habe alles getan um ihr zu helfen. Was aber völliger Quatsch ist, weil das- wenn überhaupt- nur Therapeuten können.
Bei allen meinen Bemühungen habe ich mein eigenes Leben und meine Interessen aufgegeben.
Eines schönen Tages hat sie mich - ohne ein Gespräch - gegen den nächsten ausgetauscht.
Mein Rat an Dich: absolute Kontaktsperre und Konzentration auf Dein eigenes Leben. Der Weg zurück zu mir selbst war lang und steinig.
Für mich kommt eine Beziehung mit einem Menschen der psychische Probleme hat nicht mehr in Frage

04.02.2018 15:20 • x 1 #12


Urmel_
Also ich bin selbst kein unbeschriebenes Blatt hinsichtlich solcher Krankheiten und ich möchte der Dame diese auch gar nicht absprechen, aber so ganz passen da die Teile noch nicht zusammen.

Denn:
Zitat:
Besonders möchte ich auf einen eingehen, der Sie wohl sehr respektlos behandelt hat. Auch gewalttätig geworden ist. Er trank auch immer und hatte immer versprochen damit aufzuhören.

Als wir ca. 3 Wochen zusammen waren war es so, dass zwei Ex Freunde zwischen denen Sie wohl einige Male hin und her geswitcht ist, sie ständig mit Whats App Nachrichten und Telefonaten belästigten. Das ging von Liebesbekundungen, Beschimpfungen bis zum Geheule des jeweiligen. Ich riet Ihr diese beiden zu sperren damit das nicht mehr passieren kann.


Depression und mieser Charakter sind zwei Paar Schuhe, sehr wohl können sie aber auch gemeinsam auftreten. Und die Handhabe mit den Exfreunden (Apropos Exfreunde, schau Dir an, wie sie die charakterisiert und in Dein Leben eingebunden hat, und nun bist Du der dritte Exfreund, der im Hintergrundchor singen darf, da gebe ich Dir Brief und SIegel drauf!) deutet schon auf einen sehr sehr großen Anteil Egoismus hin - sowas ist durch eine Krankheit, auch Depressionen, nicht zu entschuldigen). Ich würde sehr viel Geld darauf setzen, dass Depressionen nur eine Teildiagnose ist und sie ebenfalls deutlich im Cluster-B-Land unterwegs ist. Ob sie eine Depression hat, weil sie ein Cluster-B-Fall (Borderline Co.) ist oder ob sie Cluster-B-Anteile in sich trägt, weil sie depressiv ist, mag ich nicht zu beurteilen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass ihr Chaos schon eine lange Zeit andauert und daher liegt die Vermutung nah, dass sie dringen wegen der Persönlichkeitsstörung in Therapie sollte. Und nein, ich würde es nicht ansprechen, denn dann wird die Welt untergehen. Sei also vorsichtig mit so einem Verdacht, dass kann schnell ganz böse werden.

04.02.2018 16:31 • x 3 #13


K
Hm

Als von Depressionen betroffene Frau kann ich Dir zweierlei sagen:

1. Depressionen treten in vielen Formen auf, aber ich stimme @Urmel_ zu. Es ist nicht zwangsläufig so, dass depressive Menschen andere ausbeuten. Viele hingegen ziehen sich zurück und wollen die, die ihnen nahe stehen, nicht belasten. Anderes Verhalten ist purer Egoismus. Woraus auch immer dieser resultiert.

2. Kein Partner kann sie heilen. Es sollte auch keiner versuchen. Einzig, wenn sie selber bereit ist, ernsthaft an sich zu arbeiten, ist eine vergleichsweise normale Partnerschaft möglich. Ich stimme auch @unregistriert zu. Im Grunde ist es ein Segen für Erkrankte, wenn sie auf sich selbst zurück geworfen und darüber dazu gezwungen werden, ihre Probleme anzugehen. Eine Kompensation über eine Partnerschaft ist dauerhaft nicht möglich und löst auch das Problem nicht. Das durfte ich selber erfahren, als mich in der glücklichsten Phase meines Lebens dennoch das schwarze Loch aufsog. Um meine Partnerschaft nicht zu gefährden, leitete ich ich - als ich es erkannte - sofort alles für eine Therapie ein. Das ist aus meiner Sicht verantwortungsvolles Verhalten. Was Deine Ex machte, ist veranwortungsloses Verhalten.

Was mich allerdings interessieren würde:

In was hast Du Dich verliebt, als Du sie kennelerntest und was hat Dich bewogen, da so stark einzusteigen statt Dich abzugrenzen?

Übrigens gibt es nicht so etwas wie eine Legitimation für Depressionen. Sie kommen und gehen bei allen Menschen mit jedweder Art von Schicksal, Herkunft, Status, Erfahrung usw.

04.02.2018 16:51 • x 2 #14


R
@KBR das kann ich nicht mit zwei Worten erklären. Ich nachhinein betrachtet sieht natürlich vieles anders aus, als man es in diesen Momenten wahr nehmen wollte. Ich war Anfangs angetan, wei sie Ihr Leben nach den ganzen Schicksalschlägen gemeistert hat und ihre natürliche Art. Wie sich mit bedingungslos in Ihr Leben aufgenommen hat. Ich alles über Ihr Leben wusste. Alle geschäftliche Belange. Ich könnte wenn ich einen miesen Charakter hätte, mit meinem Wissen ganz schön Schaden. Aber so bin ich zum Glück nicht, dies nur zur Erklärung damit du weißt wie weiß ich in allem involviert war. Wir waren ständig zusammen haben alles zusammen gemacht. Sie hat immer meine Meinung zu allem Wissen wollen. Ich habe immer alle Schübe mitbekommen. Trotz allem was Ihr Widerfahren ist, habe ich es für erstaunlich gefunden, wie sie an machen Tagen gut drauf war. Sie hatte große Pläne bezüglich Ihrer Firma, sie zu erweitern. Si wollte mich zu sich in die Firma holen, in dem ich was aufbauen sollte. Wir hatten Pläne über eine weitere Zukunft. Und immer diese Schübe und Ängste. Sie hat es jedem erzählt, wie froh sie ist das Sie mich hat und das sie ohne mich schon längst nicht mehr wäre. Wie ich mich einbringe auch bezogen auf Ihren Vater. Das war selbstlos und ich habe es gerne gemacht. Aber wenn du dann merkst, das eine Sache ( das mit dem Ex ) mich belastet, da ich den Umgang mit dem Thema nicht nachvollziehen kann, ging bei mir immer mehr die Alarmglocken an.

04.02.2018 17:04 • #15


A


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