Zitat von Plundermandy: Und das tut weh
Ja, das ist klar. Der Traum von einer glücklichen Familie ist ausgeträumt. Wer hat ihn kaputt gemacht? Er hat einen nicht unerheblichen Anteil daran.
Und wer wollte ihn mehr als der andere? Du, Du wolltest Deinen Traum Wirklichkeit werden lassen aber die Realität holte Dich ein und übrig bleibt die Erkenntnis, dass nichts mehr so ist wie es war. Oder Du hast schlicht und ergreifend aufs falsche Pferd gesetzt.
Aber war es wirklich so wunderbar? Oder hast Du es Dir so stark eingebildet, dass Du an Deinen Traum geglaubt hast? Man kann sich die Realität, die man gerne hätte, durchaus selbst herbei reden und sich einbilden, dass es so ist, wie man es gerne hätte. Aber alle Einbildung und Selbstmanipulation wirken nicht auf Dauer, denn irgendwann holt einen das ein.
Plundermandy, Du siehst Dich viel zu sehr in der Opferrolle. Was hier passiert ist, ist zu eigentlich zu Deinem Nutzen. Denn Du hast jetzt die Chance, Deine eingefahrenen Muster zu erkennen. Nur wer etwas erkennt, kann auch etwas ändern. Aber die Opferrolle ist auch sehr verführerisch, denn sie ist bequem. Ich bin das arme Opfer, ich bin so traurig, ich fühle mich immer noch so verlassen, obwohl er wieder da ist und ich alles fragen DARF. Denn ein Opfer bewegt nichts, es verharrt in seiner meist eingebildeten Rolle.
Ach, wie wurde mir übel mitgespielt, habe ich das verdient?
Der Mensch überdenkt sein Verhalten, seine Gedanken und seine (machmal eingebildeten) Gefühle erst, wenn er in einer Krise ist. Vorher besteht ja kein Handlungsbedarf. Alles plätschert so vor sich hin.
Und dann auf einmal passiet etwas, was einen völlig aus der Bahn wirft. So schmerzhaft das jetzt auch ist, es kommt nicht umsonst. Es ist vielleicht auch eine Aufforderung Deines Inneren, Dich selbst mal zu hinterfragen, Verantwortung für Dich zu übernehmen und ehrlich zu Dir zu sein. Du kannst daran wachsen und gestärkt aus der Misere heraus gehen, aber natürlich auch nur, wenn Du bereit bist, Dich anzuschauen und auch mal in Frage zu stellen.
Ich möchte Dir wirklich ans Herz legen, denk weniger an ihn, denn ihm geht es doch gut. Aber denk an Dich , höre in Dich hinein und lasse auch mal Gedanken zu, die Dir kommen, aber Dir nicht gefallen. Denn die bringen einen oft weiter.
Du bist nicht das Opfer, Du siehst Dich nur so. Die Übergangene, die weg Geworfene, die Verratene. Das bist Du und das fühlst Du. Aber ist es wirklich so? Vielleicht bis Du der Preis und siehst es nur nicht?. Aber Du könntest Dich auch so sehen. Du bist nicht diejenige, die froh sein kann, dass er Dich erwählt hat. Aber Du ordnest Dich so ein.
Und davon solltest Du weg kommen, denn ansonsten bleibt für Dich immer nur die Opferrolle. Diejenige, die alles hinnimmt, alles akzeptiert, Hauptsache, der Vollkoffer ist noch da oder wieder da.
Und schau genau hin. Was sagt er und wie handelt er? Sind das nur hohle Lippenbekenntnisse oder steht ein echter Wille dahinter?
Beurteilen kannst das nur Du selbst, aber sei auch ehrlich zu Dir. Denn Selbstlügen kommen immer zurück.