Mich irritiert das Wort "Heimunterbringung". In meinem Umfeld gibt es auch 2 Kinder mit Downsyndrom - beide lebten, wie alle anderen Kinder auch, bis zum Ende der Teeniezeit bei ihren Eltern. Anschließend wechselten beide in Wohngruppen, in denen u. a. auch betreutes Arbeiten angeboten wurde.
Das war durchaus deren eigener Wunsch. Menschen mit Trisomie 21 sind ja nicht per se unfähig, selbstständig zu werden (wenn auch mit Begleitung) und ich denke, es ist auch sehr wichtig, sich von den Eltern zu lösen - wie bei jedem Kind. Aber warum bitte schon mit 16?
Als einzigen Grund würde ich gelten lassen, das die Fördermöglichkeiten im Elternhaus nicht gegeben und/oder das Eltern/ein alleinerziehendes Elternteil heillos überfordert sind/ist (und ich rede jetzt nicht von zwischenzeitlich mal auftretenden Erschöpfungszuständen). Ist das der Fall bei Deiner Frau - die, wenn ich es richtig verstanden habe, den Großteil der Betreuung übernimmt?
I.d.R. lieben Eltern ihre Kinder - auch solche, die sich nicht innerhalb der Norm befinden. Ich kenne niemanden, der freiwillig und wenn es nicht unbedingt notwendig und förderlich ist, sein gehandicaptes Kind mit 16 abschieben würde.
Ich halte es für selbstverständlich, dass Du Position beziehst gegenüber Deiner Freundin. Die es, meiner Meinung nach, schlicht nichts angeht, was Du mit der Mutter Deines Sohnes vereinbarst. Die jetzige Regelung schränkt sie ja in ihrem Leben mit Dir nicht ein - wenn man mal davon absieht, dass Du Zeit mit Deinem Kind verbringst. Sie hat aber nun mal einen Mann mit "Altlasten" (schreckliches Wort, weil Kinder zwar manchmal eine Plage sind

, aber nie eine Last sein sollten) ausgesucht.
Ein Partner, der so massiv in mein Leben und dem meines Nachwuchs einzugreifen wünscht, der wäre mir umgehend keiner mehr.