Dracarys
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Aber was würde das ändern?
Helfen könntest Du ihm ohnehin kaum, ein Entzug samt Therapie und neuem Leben, derlei dauert mitunter Jahre!
Deshalb kannst Du ihm ja mitteilen, dass Deine Türe offen steht, wenn er sein Leben in den Griff bekommen hat.
Natürlich nur die freundschaftliche Türe, er sollte schon wissen, dass Du nicht drei Jahre und länger schmachtend auf ihn wartest!
Süchtige haben eine sehr treue, wenn auch sehr kostspielige, Geliebte, für diese gehen sie durchs Feuer.
Die Sucht ist kein einfacher Partner, sie ist teuer, launisch und sehr fordernd.
Aber, sie hat auch viele Vorteile, sie ist berechenbar und hält den Mund, generell ist sie still, wenn man ihr nachgibt und Geld investiert.
Sie fordert tatsächlich nichts, ausser den üblichen Opfergaben, Geld, Zeit, Nerven und Gesundheit, dafür macht sie glücklich und das sogar, wenn niemand auf der Couch sitzt.
Sie ersetzt praktisch Sechs, Gespräche, Austausch, Nähe und jede Form der Interaktion.
Irgendwann erkennt das jeder Süchtige, wenn er noch die Hirnzellen hat, nachzudenken.
Aber an diesem Punkt entscheidet sich der Süchtige auch:
Gebe ich auf und füttere die Sucht? Oder kämpfe ich mich mühsam frei und beisse mich in ein Leben durch, dessen Verlauf völlig ungewiss ist?
Vorwürfe sind, egal in welche Richtung, völlig destruktiv, da sie den Konjunktiv bemühen.
Was wäre gewesen, wenn, hätte ich, sollte er, würden wir, etc...
Beschäftige Dich mit dem, was ist.
Er ist weg, er hat Pläne, an denen er Dich, egal aus welchen Gründen, nicht teilnehmen lassen möchte.
Wünsche ihm Glück und suche das Deine.