Zitat von TristisVeritas:Mir geht es heute auch nicht gut. Ich habe so viel gegeben und am Ende soll ich die Böse sein. Ja ich habe mich verändert,
ich habe mich auch verändert - arbeite an mir. doch das rettet die Beziehung nicht mehr, da hätte sie schon früher was sagen sollen. wie gesagt, lieber ein Problem entsorgen, als es anzugehen, das war ihre Lösung.
wie ich so die ganzen Foreneinträge lese, gehen viele Beziehungen einfach auseinander und hinterlassen viel Leid und Schmerz.
oft sind es nur banale Gründe, die mit gutem Willen und Verstand zu lösen wären.
es sind oft nicht die schweren Fälle wie alkohlkranke Ehemänner, die ihre Frauen prügeln, nein, Gefühle sind schweinbar plötzlich weg, Langeweile und die Erkenntnis, dass der Partner doch Seiten hat, die einem bisher nicht so aufgefallen sind.
klar muss man nicht krampfhaft an einer Beziehung festhalten, wenn kein Horizont mehr ist, aber ich finde, dass viele Partnerschaften zu leichtfertig aufgegeben werden.
im Prinzip ist heute praktisch jede Beziehung zum Scheitern verurteilt, wenn sie den hohen Ansprüchen und Erwartungen gerecht werden soll.
Menschen mit psychischen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen (auch leichter Natur) werden grundsätzlich ausgeschlossen, damit will man sich nicht belasten - obwohl hier fast keiner frei davon ist, wie ich in einem anderen Beitrag schon aufgezeigt habe.
und natürlich schöner, intelligenter und gesünder soll der Partner sein als man selbst, man will ja aufschauen können.
einen Partner zu finden ist schon verdammt schwer, aber auf eine langfristige Beziehung zu bauen, scheint unmöglich. nach 1 Jahr ist bei 60% schon wieder alles vorbei.
ich frage mich inzwischen, ob der ganze Schmerz die letzte Beziehung überhaupt wert war.
durch die leichtfertigen Trennungen wird sie psychische Gesundheit sicherlich nicht besser, bei Partnern mit Kindern schlägt das gleich auch noch eine Generation nach unten durch.