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Antidepressivum bei Trennungsschmerz

Rubinrot

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Hallo,

Eine Bekannte erzählte mir, dass sie von ihrem Arzt ein leichtes antidepressivum bekommen hat, weil sie auch gerade in einer Trennung steckt. Diese ist aber schon etwas her und sie ist immer noch nicht wieder auf dem Damm. Er gab es ihr aufgrund von Schlafstörungen und auch damit sie innerlich ruhiger wird.
Mir kam das alles etwas komisch vor. Dachte immer, dass solche Medikamente nicht so einfach verschrieben werden.
Hat da jemand Erfahrung mit? Vorallem bringt es wirklich was oder kann es diejenige sogar noch weiter runterziehen?

09.06.2017 17:09 • x 2 #1


Kuja


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Man bekommt sie heutzutage super schnell aufs Auge gedrückt, ich halte davon nicht so viel für mich selbst, ich habe auch schon solche Medikamente genommen, und hatte echt schnell das Gefühl die verarbeiten mein Hirn zu Brei.
Es dauert ca. 3 Wochen bis ein Antidepressiva anschlägt.
so wurde es mir zumindest erklärt.

09.06.2017 17:14 • x 1 #2



Hallo Rubinrot,

Antidepressivum bei Trennungsschmerz

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WildeHilde


Erst wirken sie schlaffördernd nach 10 Tagen minimum Wartezeit fangen sie an antidepressiv zu wirken und auch nur, wenn man wirklich depressiv ist. Sie sollte sie aber nicht in Selbstmordabsicht einnehmen das kann nach hinten losgehen.
Aber eigentlich sind die ja verschreibungspflichtig also sollte der verschreibende Arzt wissen, was er tut.

09.06.2017 17:15 • x 1 #3


Rubinrot

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Machen das auch schon ganz "leichte" Tabletten?
Ich habe es an meinem ex gesehen, er hat auch welche genommen und war danach ein komplett anderer Mensch

09.06.2017 17:16 • #4


solonely


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Leider verschreiben Ärzte oft sehr leichtfertig solche Arzneimittel. Die Wirkweise bin AD ist bis heute nicht belegt, dennoch sind die Produkte die Kassenschlager der Pharmaindustrie. Es gibt Studien, wo nachgewiesen wurde, dass ein Placebo genauso gut wirkt.
AD haben jedoch heftige Nebenwirkungen und können Depressionen sogar verstärken.
Ich würde niemals so ein Arzneimittel nehmen

09.06.2017 17:18 • x 2 #5


Kuja


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Meine Meinung ist auch, dass es ok ist den Schmerz ab und zu mal zu betäuben.
Aber ich denke nicht das der richtige Weg darin liegt sich mit Tabletten voll zustopfen.
Ich weiß nicht was passiert wenn man diese nach Jahren absetzt,
Wie gesagt hab ich nach ca. 14 Tagen schon aufgehört sie zu nehmen.

09.06.2017 17:23 • #6


Princess1133


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Ich als PTA kann da ganz sicher sagen das diese Medikamente super hohe Nebenwirkungen haben.. mit leichten Antidepressiva meint sie eventuell Johanniskraut oder die neuen antidepressiva SSRI... haben weniger Nebenwirkungen aber trotzdem nicht grade Schlaffördernd.
Diese sorgen nur dafür das wieder serotonin und Dopamin (glückshormone) freigesetzt werden... im synoptischen Spalt... und das sorgt wiederum dafür das man glücklicher ist...
Denn bei Liebeskummer fehlen diese beiden Hormone...
Ich würde da lieber eigenständig rauskommen wollen als wie mit Tabletten! Da hat man später noch ein Problem mehr.. und Nebenwirkungen wie starke gewichtszunahme, photosensibilisierend würde ich nicht unbedingt auf mich nehmen...

09.06.2017 17:24 • x 1 #7


Rubinrot

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Die Tabletten heißen Mareen oder Marien. Sie soll immer ein Viertel der Tablette nehmen.
Helfen die denn überhaupt bei solchem Kummer?
Mein ex hat wie gesagt mal solche genommen und er hat zum Ende hin gefühlsmäßig nichts mehr gemerkt. Er war total gleichgültig.
Können die das auch bewirken?

09.06.2017 17:27 • #8


arjuni


Lebenskrisen sind ganz natürlich und gehören zum Leben dazu. Wir reifen an deren Bewältigung und lernen dazu.

Bei Liebeskummer ein Antidepressivum zu verschreiben - ich bin sprachlos.

Antidepressiva haben IMMER vielfältige Nebenwirkungen, denn sie greifen massiv in den Haushalt des Gehirns ein. Allerdings ist bis heute noch gar nicht erforscht, wie genau die unterschiedlichen Antidepressiva überhaupt im Gehirn wirken. Tatsächlich bringen ADs laut Studien bei 10% kranker Patienten keinerlei positive Verbesserung. Bei einigen sogar Verschlechterung. Wie das bei Gesunden aussieht, möchte ich mir nicht ausmalen.

Die Verschreibung von ADs würde ich grundsätzlich nur von einem erfahrenen Psychiater durchführen lassen und nicht vom Hausarzt. Und zwar nur, wenn eine schwere Erkrankung vorliegt und andere Behandlungsmaßnahmen bereits fehlgeschlagen haben.

Wenn ich nicht schlafen kann oder innerlich unruhig bin, gibt es ja wohl 1000 andere Mittel, von Entspannungsübungen, über Meditation, warme Milch mit Honig bis hin zu Hörspielen.

09.06.2017 17:33 • x 1 #9


Kuja


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Genau das bewirken sie, dir wird alles egal..
Kein schöner Zustand.
Falls du überlegst sie zu nehmen sag ich dir - Mach es nicht, aber die Entscheidung liegt bei dir.
Möchtest du irgendwann denken das du ohne diese Mittel nicht leben kannst?
Zum Thema damit Suizid zu begehen: du
Ich meine gelesen zu haben, dass in den Tabletten ein bestimmter Stoff ist der dich bei zu hoher konzentration (Überdosis eingenommen) zum Erbrechen bringt.
Man kann bleibende Nierenschäden davontragen

09.06.2017 17:34 • #10


Rubinrot

Rubinrot


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Ne, um mich geht es nicht. Ich war nur ziemlich geschockt, dass man solche Tabletten schon bei Liebeskummer bekommt und wollte dazu mal Meinungen hören.

Ihm war es am Ende auch egal, wie es mir dabei ging. Er hat viel geschlafen und war zu nichts mehr zu gebrauchen. Wahrscheinlich verarbeitet er deswegen die Trennung besser, weil er gar nichts mehr spürt.
Oder er nimmt sie sogar immer noch. Das weiß ich ja nicht mehr.

09.06.2017 17:44 • #11


arjuni


Zitat von Rubinrot:
Wahrscheinlich verarbeitet er deswegen die Trennung besser, weil er gar nichts mehr spürt.


Es wird absolut NICHTS verarbeitet, wenn man sich zudröhnt und nichts mehr spürt. Genau das ist ja das Problem. Dann kommt es hinterher doppelt und dreifach. Oder es sucht sich andere Wege, wie somatische Krankheiten etc.

09.06.2017 17:51 • x 4 #12


Rubinrot

Rubinrot


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Also meint ihr, dass alles nur verdrängt wird und er dann später leidet, wenn er die mal absetzt? Und ist das bei jedem antidepressiva so, dass man wenig Gefühl spürt? Kann dadurch auch die Liebe unterdrückt werden?

09.06.2017 17:56 • #13


solonely


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Eine Ex litt unter Depressionen und nahm AD ein. Diese Arzneimittel führten zu massiven Wesensveränderungen. Nach dem Ausschleichen hatte sie regelrechte Entzugserscheinungen. Das AD Karussell drehte sich weiter.
Was ich in dieser Beziehung erlebt habe, wünsche ich keinem anderen Menschen.
Die Einnahme von AD ist für mich durch diese Erfahrungen ein Ko-Kriterium bei der Partnerwahl

09.06.2017 18:14 • x 1 #14


Rubinrot

Rubinrot


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So war es bei mir auch. Nur wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, dass es solche starken Medikamente sind.
Er war wie ausgetauscht, nur noch träge und ohne jegliche Lust zu irgendwas. Konnte sich seitdem auch nicht mehr zu Treffen aufraffen.
Es ist schlimm zu wissen, was die Tabletten mit einem machen.
Ihm selbst ist das leider nicht wirklich aufgefallen .

09.06.2017 18:21 • x 1 #15




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