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Antidepressivum bei Trennungsschmerz

Amy_Farah_Fowle.


Zitat:
Angeblich greift wellbutrin nicht so diese sache an.


Möglich - es geht ja mehr auf Dopamin und Noradrenalin. Die stärkeren S.uellen Funktionsstörungen machen allerdings erfahrungsgemäß SSRIs, die aufs Serotonin gehen.

12.06.2017 21:16 • x 1 #31


BeinHart


Zitat:
Libido verlust.

Geht mir im moment genauso.
Angeblich greift wellbutrin nicht so diese sache an. Bin aber dennoch S. lustlos


Das würde ich eher auf die Stimmung schieben. (Da Buprin = Amphetamin)

Aber ja so wie es gesagt wurde, bis man eine passende Therapie gefunden hat braucht es Zeit.

Ich würde mich auch über die Medikation prinzipiell informieren. Was ich weiß ist wellbutrin so in der Art wie eine kleinere Menge von Amphetamin retard. Daher meine Frage vorher wegen der Gereiztheit.

Von wem wurde das verschrieben und aus welchem Grund? Und warum kein SSRI?

Da sprich mal mit deinem Arzt über alles!

12.06.2017 21:29 • #32


omnom

omnom


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Man muss eben mit seinem Arzt reden. Ich habe schon mehrere ADs durch. Wie beschrieben, haben mehrere der SSRIs mein 6-Leben beinträchtigt, das habe ich meinem Arzt gesagt und wir haben gewechselt, bis dem nicht mehr so war.

Ich finde die Einstellungen gegenüber Leuten mit Depressionen hier manchmal sehr traurig. Von wegen "Lass bloß die Finger von so Menschen!".
Ja, es ist nicht einfach mit jemandem zusammen zu sein, der depressiv ist und wenn man nicht aufpasst wird man selbst reingezogen. Ich finde aber eine Sache wichtig:
Wenn der Mensch etwas dagegen tut oder tun will, eine Therapie macht, Sport macht, sich Hobbys sucht oder sich zumindest Mühe gibt, eines der Dinge zu machen (denn ein großer Aspekt der Krankheit ist eben auch, dass man es einfach nicht schafft diesen Antrieb zu finden), dann sollte man ihm doch vielleicht eine Chance geben.
Klar, wenn die Beziehung einfach nur noch darunter leidet und man nicht mehr mit demjenigen kann, dann müssen sich die Wege wohl trennen. Oder wenn man gerade die akuteste Krise schlechthin durchlebt, dann ist vielleicht auch nicht die richtige Zeit einen Partner zu finden. Aber Depressionen sind kein Todesurteil, sowohl nicht für den Erkrankten, als auch für einen Poten. Partner. Solange man sich nicht drauf ausruht, sollte man doch trotzdem liebenswert sein.

12.06.2017 21:57 • x 3 #33


Xenomorph00


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Ich habe die medikamente von meinem neurologen bekommen. Habe ihm gesagt ich wäre antriebslos dannach kam noch die trennung von meiner freundin hinzu.



Irgendwie hat mich die bez aus der depression rausgeholt. Vermutlich aber auch weil ich nicht mehr mein leben gelebt habe sondern quasi ihres.
War auch sehr negativ eingestellt auch am anfang wo sie meinte ich solle nicht so negativ sein.
Wollte dennoch mit mir zusammen sein ...

13.06.2017 05:29 • #34


Xenomorph00


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Da jetzt wieder der morgen eingetroffen ist und es sich wieder bemerkbar macht, schreibe ich mal was ich mit gereiztheit meine, da es gerade eben wieder passiert ist.


Ich habe absolut keine geduld mehr.
Am liebsten würde ich jeden in der arbeit an die gurgel springen, weil mich alle hier nerven.
Ich empfinde gewisse sachen als dumm die andere machen oder mich in dinge einbeziehen wollen was mich erstens nicht interessiert und zweitens nicht meine aufgabe ist.
Bin nämlich schreiberling in einem krankenhaus.

Vl liegt es aber auch an der arbeit selbst. Wer weiss.
Aber ich werde beim nächsten termin alles absetzen um es soweit wie möglich normal zu schaffen.

Vl trifft mich der liebeskummer auch gleich doppelt so stark durch die medikamente.

Bei meiner letzten bez habe ich auch ein jahr gelitten, aber da habe ich keine heulattacken bekommen als ich an meine ex denken musste.

13.06.2017 06:26 • #35


TinTin1980


Komplett und abrupt absetzen ist wohl eine der schlechteren Ideen. Stichwort: ausschleichen. Setzt du es einfach ab von einem Tag auf den anderen, kann und wird es dich wahrscheinlich sehr hart treffen. Das solltest du wirklich lassen.

Erstmal mit deinem Arzt reden. Wichtig ist, dass du nichts ohne die Kommunikation mit deinem behandelnden Arzt zu unternehmen. Ich halte es einfach für falsch ein AD "nur" wegen Liebeskummer zu verschreiben. So wie es sich anhört, ist es eben nicht das richtige Mittel für dich, wenn du es nicht nur wegen des Liebeskummers nimmst. Nochmals: Einstellung auf Medikamente, grade ADs sind das A & O.

13.06.2017 12:26 • x 1 #36


Mairenn

Mairenn


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ich rate von AD - Meds (sowie die Johanniskraut-Präparate) dringendst ab! und finde die Einnahme / Verschreiben bloß in absoluten Ausnahme - Fällen gerechtfertigt und das bloß für die ersten Wochen ( die beste Wirkung hat man von AD in ersten 4 Wochen. Danach gewöhnt sich Körper an Dosis, man bekommt das Gefühl, dass Medikament nicht mehr so wie am Anfang wirkt und es kommt zur Erhöhung der Dosis, womit man in die Endlos-Schleife gerät)

Diese Tabletten lösen euch keine Probleme und helfen einem auch nicht die Probleme zu lösen. Bereits nach 3 Wochen- Einnahme sind die im Hirn "verankert" und es dauert sehr lang, bis man davon loskommt, wenn überhaupt (obwohl man heute gerne behauptet, die würden nicht abhängig machen).

Bitte auch nicht abrupt absetzen, sondern versuchen Dosis kontinuierlich und langsam zu reduzieren bis es abgesetzt ist. Auch wenn es einem die ersten Tagen nach Absetzten ( auch nach dem es ausgeschlichen wurde) ziemlich gut geht, kommt es im Körper in ca 10 Tagen (oder auch später, je nach dem wie lange man es genommen hat) zu unangenehmen Reaktionen. Und spätesten da muß man durch - aushalten, anderweitig Abhilfe schaffen und notfalls ab ins Krankenhaus, aber nicht mehr zu AD greifen. Andernfalls kommt man davon nie los.

Eine Trennung ist sehr schmerzhaft, außer Frage - ABER - es ist absolut möglich sie OHNE AD zu bewältigen.
Versucht es! Und lebt ein vollwertiges Leben! Schlechte Tagen und Tiefs gehören leider dazu. Man soll die akzeptieren und gut möglich für sich sorgen.

Alles Gute!

13.06.2017 12:43 • x 1 #37


TinTin1980


Zitat von Mairenn:
ich rate von AD - Meds (sowie die Johanniskraut-Präparate) dringendst ab! und finde die Einnahme / Verschreiben bloß in absoluten Ausnahme - Fällen gerechtfertigt und das bloß für die ersten Wochen ( die beste Wirkung hat man von AD in ersten 4 Wochen.


Wenn das ein Pauschalaussage ist, dann solltest du sowas lassen. Erst recht nicht, wenn du kein Neurologe/Psychiater bist.
Wenn es bei der Aussage nur um die Einnahme bei Liebeskummer geht - Stimmt, sehe ich auch so. Dann aber auch bitte kenntlich genug machen.
Bei allem Anderen stimme ich zu.

13.06.2017 12:58 • x 2 #38


Mairenn

Mairenn


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Zitat von TinTin1980:

Wenn das ein Pauschalaussage ist, dann solltest du sowas lassen. Erst recht nicht, wenn du kein Neurologe/Psychiater bist.
Wenn es bei der Aussage nur um die Einnahme bei Liebeskummer geht - Stimmt, sehe ich auch so. Dann aber auch bitte kenntlich genug machen.
Bei allem Anderen stimme ich zu.

2x2 = 4
ich denke, der Beitrag ist ausreichend bezugnehmend auf das in diesem Thread besprochene Thema.
Ich bitte die Post etwas aufmerksamer nachzulesen.

Und ich mag auch nicht grundlos rumdiskutieren. Beitrag ist gut gemeint. Macht das beste draus oder lasset es bleiben.
Ich wünsche auf jeden Fall vom Herzen alles Gute.
Wenn es ginge, würde ich natürlich jedem die helfende Hand reichen wollen; geht leider immer und überall

13.06.2017 13:15 • #39


Mairenn

Mairenn


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Zitat von Mairenn:
2x2 = 4
ich denke, der Beitrag ist ausreichend bezugnehmend auf das in diesem Thread besprochene Thema.
Ich bitte die Post etwas aufmerksamer nachzulesen.

Und ich mag auch nicht grundlos rumdiskutieren. Beitrag ist gut gemeint. Macht das beste draus oder lasset es bleiben.
Ich wünsche auf jeden Fall vom Herzen alles Gute.
Wenn es ginge, würde ich natürlich jedem die helfende Hand reichen wollen; geht leider immer und überall


Nachtrag / Korrektur der letzte Satz

geht leider nicht immer und überall

13.06.2017 13:29 • #40


Grace_99


Trennung 11/2014, danach ging es mir so elend, dass ich fast nicht in der Lage war, meinen Alltag (Arbeit, Kinder, Haushalt) zu regeln, hab mir dann schnell gedacht "So nicht, hast Verantwortung" und bin zum Arzt. Mir wurde ein SSRI verordnet, da bei mir eine leichte Depression diagnostiziert wurde.

Eine Einnahme muss eingeschlichen werden und kann anfangs zu starken NW führen, in der ganzen Zeit sollte man (wenn der Arzt gut ist), mit diesem in Kontakt stehen. Nach ca. 4 - 6 Wochen stellt sich die Wirkung ein und so war es auch bei mir. Ich konnte meinen Alltag wieder gut bewältigen und war dadurch frei, mich an das Hauptproblem zu machen (Therapie angefangen). Ich hatte im Übrigen keine einzige NW. Und man darf diese Tabletten auch nicht einfach so absetzen, sie müssen ausgeschlichen werden, absetzen von heute auf morgen kann ganz böse Folgen haben und das hat nichts mit "Abhängigkeit" zu tun, es sind nun mal keine Placebos.

Und auch hat sich mein Wesen nicht verändert, ich bin immer noch die, die ich davor war. Das Bild, was so viele hier im Kopf über diese Medikamente haben, ist einfach erschreckend. Schrecklich, mit wie viel Halbwissen hier um sich gehauen wird und wie abwertend teilweise über SSRI geredet / geschrieben wird.

Auch durch eine Trennung kann man in eine Depression rutschen und ich bin dankbar, dass dies mein Arzt erkannt hat und ich früh genug behandelt wurde.

13.06.2017 13:41 • x 1 #41


Leonie85


@Grace_99 hat nicht jede Trennung bei der man verlassen wurde, eine zeitlich begrenzte Depression zur Folge?

Vor paar Jahren wollte mir mein damaliger Arzt auch son Zeugs verschreiben, weil ich mich auf 45kg runtergehungert hatte. Ja schöner Mist, konnte halt nicht essen, bei der Arbeit auch nur körperlich anwesend. Ging aber auch ohne.

Finde das die gemütliche Variante der Problembewältung, aber genau daran wachsen wir doch?!

13.06.2017 13:56 • #42


LoveRosie

LoveRosie


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also bei mir kam zur Zeit viel privat zusammen und ich sage es mal so, die Trennung hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Man muss eine Grenze ziehen und sich sagen, wie weit man es als Liebeskummer bezeichnen kann und wann es wirklich etwas anderes ist.
Ich habe 6 Wochen überstanden, in denen ich nur 4 Stunden am Stück schlafen konnte und wirklich JEDE Nacht durch schreckliche Alpträume aufgewacht bin. Entweder ich wurde geschlagen, vergewaltigt oder sonst wie misshandelt.. oder meine Freunde/Familie sind gestorben, haben mich alleine gelassen, haben mich gehasst, sie haben mich getötet oder sie wurden gefoltert.
Nach solchen Nächten hatte ich immer Panikattacken.. Und Heulkrämpfe. Und das Gedankenkarussel. Diese Hilflosigkeit. Die Träume waren so real. Als wären sie wirklich passiert. Wenn ich die Person dann gesehen habe... ohje.

Und das kam nicht alles nur von der Trennung - aber es war der Auslöser.
Jetzt nehme ich AD und kann somit wenigsten durchschlafen ohne Träume - am nächsten Tag bin ich stabil und das Gedankenkarussel hat auch aufgehört.

13.06.2017 14:04 • #43


Grace_99


Zitat von Leonie85:
@Grace_99 hat nicht jede Trennung bei der man verlassen wurde, eine zeitlich begrenzte Depression zur Folge?

Vor paar Jahren wollte mir mein damaliger Arzt auch son Zeugs verschreiben, weil ich mich auf 45kg runtergehungert hatte. Ja schöner Mist, konnte halt nicht essen, bei der Arbeit auch nur körperlich anwesend. Ging aber auch ohne.

Finde das die gemütliche Variante der Problembewältung, aber genau daran wachsen wir doch?!


Nee, nicht wenn du 2 Kinder hast und deine beste Freundin dir die Wäsche waschen muss. Und an "gemütlich" fand ich weder etwas an der Depression, noch an meinem Zustand.

13.06.2017 14:10 • #44


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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@Leonie85 : Heißt das, dass Du findest, depressive Menschen sollten sich einfach mal nicht so anstellen?

Ich geb Dir insofern recht, als dass hier im Forum mit der Diagnose "Depression" inflationär rumgeschmissen wird (ähnliches gilt für "Narzissmus" und "Borderline") und dass nicht jeder Weltschmerz wegen Liebeskummer auch gleich eine solche ist. Bei manchem muss man einfach durch.

Aber selbstverständlich können heftige Lebenskrisen bei entsprechender Disposition Depressionen auslösen, die besser behandelt werden, als dass sie sich verfestigen.

Eine allgemeine Verteufelung von AD kann ich nicht nachvollziehen. Bei körperlichen Schmerzen wird Medikation doch auch selten in Frage gestellt, warum nicht auch bei seelischen? Nebenwirkungen kann (nicht muss!) es hier und da geben. Natürlich sollte sowas fachärztlich, im Idealfall auch mit einer Therapie begleitet werden, da sind wir uns hier ja wohl alle einig.

Und auf gar keinen Fall sollte Selbstmedikation betrieben werden, wie ich es hier mal von einer Userin gelesen habe. Die hat einfach die Psychopharmaka des Mannes geschluckt, wegen dem sie überhaupt hier gelandet ist. Die hat er ihr "netterweise" durchgereicht... Sachen gibt's.

13.06.2017 14:16 • x 2 #45




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