martin81
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als erstes DANKE, dass es diese Anlaufstelle gibt. Es tröstet ein Stück weit, auch andere, zum Teil noch weitaus schlimmere Geschichten zu lesen, als die eigens erlebte.
Wir waren knapp zwei Jahre zusammen, hatten uns sehr geliebt, Pläne und eine tolle Zeit mit vielen Reisen.
Sie hat einen 2jährigen Sohn mit in die Beziehung gebracht, den ich sehr lieb habe und er mich auch.
Er nannte mich Papa, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich fand es schade, dass er nicht von mir ist. Ich brachte ihm Radfahren und schwimmen bei, wir haben immer herumgealbert, aber ich war auch mal (in Maßen) streng.
Sie hat sich kurz vor unserem Kennenlernen Wohneigentum gekauft und wollte, dass ich mit einziehe.
(Bau wird jetzt erst fertig gestellt.) Nach gemeinsamer anfänglicher Euphorie über das baldige Zusammenleben, ruderte Sie bei einem Telefonat (nach 3 Monaten) mit mir plötzlich zurück und meinte "mach mal langsam, wer weiß ob wir da noch zusammen sind". Das saß.
Im Laufe der Zeit hat sie mich immer mehr dazu gedrängt, mit in die Wohnung zu ziehen. Ich entzog mich dieser Vorstellung mehr und mehr. Meine Argumente waren, dass die Wohnung für 3 Leute zu klein sei. Es gibt keinen Rückzugsort, kein Platz wo ich arbeiten könne. (Wohnküche, Schlafzimmer, Kinderzimmer) Es wird nie auch mein Zuhause sein. Wenn es Streit gibt, heißt es: Da ist die Tür. etc. Gegenangebote von mir, sich etwas gemeinsames zu suchen und die Wohnung zu vermieten, trafen auf kein Gehör. Sie habe so viel investiert in die Ausstattung etc. was ich auch ein Stück weit verstehe.
Ich habe gemerkt, dass ich mich vor ein paar Monaten mehr aus der Beziehung rausnahm, weil ich kein Benefit mehr gesehen habe. In meiner Wahrnehmung habe ich mehr gegeben als bekommen. Kleine Streicheleinheiten gabs gar nicht mehr. Wir haben uns nur noch 2-3x/Woche gesehen (50km Entfernung) und ich war oft am meckern. Trotzdem waren schöne Zeiten in den letzten Monaten dabei. Bis zuletzt kamen von ihr (und mir) Urlaubsplanungen, gemeinsame Besuche bei Eltern usw.
Vor 6Wochen lehnte sie gemeinsame Unternehmungen am Wochenende ab und kam Montag abends zu mir. Sie sagte (wie auch 2-3x in den letzten Monaten) dass sie auf so eine Studentenbeziehung keine Lust hätte und packte ihre Sachen.
Wir hatten wie auch in der Beziehung einen tollen Umgang miteinander.
Ich fragte, ob wir einen Neustart machen wollen oder ob Schluss sei. Sie bräuchte Zeit für sich, meinte sie.
Eine Woche später trafen wir uns bei ihr, damit wir (Zitat von ihr) noch einmal über alles reden und ich meine Sachen hole.
Ich habe ihr in der Zwischenzeit einen Brief mit meinen Gefühlen für sie und den jungen geschrieben mit vielen Selbstreflektionen und keinen vorwürfen gegen sie. Ich habe Ihr den Brief gegeben und meinte, dass sie sich bitte den Brief durchlesen solle und wir danach gerne reden können.
0 Reaktion 2 1/2Wochen.
Ich habe getextet, ob sie telefonieren möchte - ausreden.
Ich habe geschrieben wie jetzt ihr plan ist? 0 reaktionen.
Vor 3wochen bin ich hingefahren, keiner da. Für diesen Fall habe ich noch einen Brief geschrieben und ihr an die Tür geklebt. Selbstreflektion, Liebe, bitte um Kommunikation war inhalt.
Einen Tag später kam eine Email von ihr, dass sie schockiert von den Briefen sei, ich nur mich sehe.
Sie fühlt sich seit der Trennung (nie ausgesprochen) erleichtert und sieht auf einen Neustart keine Chance.
Ich sei nicht in der Lage die Realität zu sehen.
Ihren Wunsch auf Familie wird sie mit mir nicht erfüllen können.
Sie glaubt zu wissen, dass ich das nicht brauche. Mir würde es reichen, wenn ich ab und zu eine Partnerin an meiner Seite habe.
Ich brauche zu viel Aufmerksamkeit, was ihr die Energie raubt.
Sie braucht zeit für sich und möchte auch nicht telefonieren.
Nach dieser Mail konnte ich nicht mal weinen.
Dass ich nach dieser gemeinsamen Vergangenheit eine beschissene Email wert bin, ist das Eine.
Aber der Inhalt und Ihr Verhalten zum Schluss passen weder zu Ihr, noch zur Situation.
Ich bin verzweifelt, traurig und fassungslos. Ich nehme Hilfe von zwei Trennungscoaches (per Telefon) wahr und bin bei einem Psychologen, da es mir völlig den Boden weggezogen hat. Hilft bedingt, obwohl gute und professionelle Leute.
Ihre Mail vor 3 Wochen war der letzte Kontakt, heute habe ich sämtliche Kontaktdaten inkl Chats gelöscht.
Könnt Ihr mir bitte helfen, die Sache zu verstehen bzw. zu verarbeiten?
