Zitat von Frollo:Ich habe Ja Anonymus schon vor zig Seiten vorgeworfen, für sein propagiertes System braucht man eine gewisse Schmerzfreiheit bzw Gefühle von Eifersucht Abschaltung. Genau das gefällt ihm ja auch so daran. Nur dass man (wenn man das beherrscht) damit auch die Gefühle von Lust abschaltet bzw zügelt (zügeln KANN) und somit das System obsolet wird, scheint er und andere nicht zu begreifen. Man kann Gefühle nicht partiell meistern im Sinne von "nur bestimmte Gefühle, die mich stören". Was das für eine Vorstellung überhaupt?
Eifersucht ist für mich kein erstrebenswerter Zustand der mein Glück maximiert, im Gegenteil.
Es ist ein Gefühl, dass nur aufgrund der Bewertung einer Situation entsteht.
Schaffe ich es bestimmte Situationen, die Eifersucht in mir auslösen anders zu bewerten, dann können mich diese Situation auch nicht mehr verletzen. Das darf man aber nicht mit Desinteresse verwechseln.
Wären wir beispielsweise in einer polyamoren Gesellschaft aufgewachsen, wäre uns das Gefühl der Eifersucht in Bezug auf Exklusivität fremd.
Das hatte Nachtlicht ja schon wunderbar erläutert.
Ich sehe hingegen keinen Sinn dahinter, warum es erstrebenswert ist, Lust zu minimieren oder auszuschalten, sofern dass überhaupt möglich ist. Wohin der Versuch hinführt hat uns ja die katholische Kirche auf traurige Weise gezeigt...
Natürlich kann jeder für sich entscheiden, wie er leben möchte. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Aber einige und gerade du Frollo sind der Meinung, dass andere Modelle der Monogamie unterlegen sind und Menschen die so leben sich selbst etwas vormachen, um es mal milde auszudrücken. Und das kann man einfach nicht so stehen lassen.