Anonymous123
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Zitat von Knutuschi:
Das ist aber nur ein gedankliches Ideal, was im realen Leben keinen Bestand hat. Jede Beziehung ist einer subjektiven 'Mag ich und komm ich klar mit' Regel unterworfen. Was das im Einzelnen ist, ist dann unterschiedlich weil eben subjektiv.
Wenn Du eine Beziehung ohne Regeln willst, ist genau das die Regel, dass Niemand anfängt Regeln aufzustellen. Und damit hast Du wieder etwas aus der Beziehung ausgeklammert, was in dieser eben nicht möglich ist, da zumindest einer dann an seine subjektive 'mag ich nicht' Grenze kommt....
Danke für deine ausführliche Antwort. Ich verstehe was du meinst, aber das ist auch nicht der Kernpunkt meiner Aussage.
Selbstverständlich gelten Gewisse allgemeine Regeln des friedlichen Zusammenlebens.
Natürlich "erwarte" ich von meinem Partner, dass er mich nicht jeden morgen mit einer Ohrfeige aus dem Schlaf weckt, sonst wäre meine Konsequenz, dass ich ziemlich schnell weg wäre.
Das ist aber nicht der Punkt, auf den ich hinaus wollte. Sondern, dass wir darüber hinaus ein Regelwerk EXPLIZIT für eine Partnerschaft aufstellen und insbesondere, dass wir dadurch gewisse zusätzliche Erwartungen an den Partner haben.
Warum ist es denn z.B. für die meisten Menschen so unfassbar wichtig, dass der Partner nicht andere Menschen lieben und küssen darf?
Was ist an der Erwartung, einen Menschen für Zärtlichkeit nur für sich haben zu wollen denn erstrebenswert?
Was für einen Sinn macht es, emotional zu leiden, wenn dein Partner die Entscheidung trifft dich zu verlassen.
Ich verstehe sehr wohl das Modell der monogamen Beziehung. Ich hinterfrage nur kritisch ob es noch zeitgemäß ist und ob es nicht bessere Alternativen gibt.
Ich denke es wäre ein großer Schritt emotionaler Reife, sich für das Glück seines Partners freuen zu können, egal wie das aussehen mag.
Wie ich schon sagte finde ich persönlich es erstrebenswerter, fülle aus mir selbst heraus zu ziehen und mein Glück nicht von dem Verhalten meines Partners abhängig zu machen.