Zitat von Sohnemann:Wir stellen doch hier andauernd übereinstimmend fest, dass jeder machen kann was er will.
Jein, das wird zwar immer mal wieder behauptet, aber bei näherer Betrachtung der Diskussion schwingt im Grunde permanent mit, dass man nur machen kann was man will, wenn man monogam sein möchte, denn alles andere ist doch irgendwie - durch welche Argumentation auch immer - verkehrt, verkorkst oder sonstwie in die Tasche gelogen.
Zitat von Zugaste:Aber den Menschen, die das anders leben von vornherein zu unterstellen, sie machen sich was vor, sie ändern einfach die Spielregeln, sie respektieren die Wünsche des Partners nicht...
Genau das stößt mir auch ein klein wenig auf in dieser Debatte. Immerhin sind wir schon länger von dem Punkt weg, an dem irgendwer reingrätscht und dich darüber empört, dass wir wohl anscheinend Lügen und Betrügen gut finden würden.
Zitat von NurBen:Sorry, aber das im Regelfall beide damit einverstanden sind, glaube ich nicht.
Dann macht die Diskussion mit dir für mich keinen Sinn, weil du von etwas völlig anderem redest als ich, ich rede hier nämlich von einvernehmlich entworfenen Beziehungsmodellen mündiger Erwachsener.
Zitat von Plentysweet:Man fühlt sich selbst nicht wert genug, daß man einem Partner abverlangt oder ihn bittet/auffordert, 6uell einem treu zu sein. Man steht nicht genug für sich ein. Ist man es nicht wert, dass sich der Partner nur einem selbst zuwendet? Gestattet man ihm anderswo zu verkehren, ist es für mich ein Eingeständnis der eigenen Wertlosigkeit.
Danke für deine sehr deutliche Erläuterung, nun verstehe ich zumindest wie du das meinst.
Ist dir denn auch klar, dass du damit gerade mir sagst, ich sollte mich in deinen Augen quasi als wertlos betrachten? Weil ich mich nämlich, anders als du es tätest,
nicht davon erniedrigt oder beschädigt fühle, dass mein Partner, mit dem ich eine polyamore Beziehung geführt habe, neben mir noch andere Se*partner hatte? Weil ich meinen Wert (!) als Mensch und Partnerin nicht davon abhängig gemacht habe, im Bett die einzige für ihn sein zu müssen?
Wenn überhaupt, könnte deine Annahme zutreffen auf Menschen, die unglücklich in den von NurBen beschriebenen zwangsgeöffneten Beziehungen verharren, aber wohl eher nicht auf Leute die sich gern, bewusst und aus eigenem Antrieb für solch ein Beziehungsmodell entscheiden.
Zitat von paulaner:Man kann das übrigens auch genau umdrehen.
Ein Paar lebt eine offene Beziehung.
Plötzlich hat einer den Wunsch nach Exklusivität.
Ist dasselbe in Grün.
Ja, ist es. Und jetzt stellen wir uns noch vor, der andere würde in dem Moment die Beziehung beenden, in dem der mit dem Wunsch nach Exklusivität diesen mal ganz vorsichtig bei einem Glas Wein anspricht
