Zitat von paulaner:Der tiefere Sinn einer Liebesbeziehung.
Als ob alle monogamen Beziehungen Liebesbeziehungen sind.
Da musst du hier doch nur quer lesen. Ich habe da zumindest den Eindruck, dass es da nicht so oft um Liebe geht, sondern um Ego, Machtkämpfe, emotionale und/ oder finanzielle Abhängigkeit.
Ich finde, hier wird so oft propagiert, dass Vertrauen wichtig ist, sowohl in den Partner, als auch in sich. Selbswert, um Abhängigkeiten zu vermeiden.
Dass die Menschen Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen sollen, dabei ehrlich und authentisch sein. Die eigenen Bedürfnisse äußern, nach den eigenen Werten leben, klare Grenzen zeigen.
Wie soll ich denn aber bitte meine Bedürfnisse äußern, wenn der Andere gar nicht nachfragt, und es noch nicht mal im Ansatz verstehen oder nachvollziehen will und kann?
Und wie soll ich in den ersten Monaten der Oberverliebtheitsphase sicher wissen, dass mich auch in zwei Jahren oder gar 20 ein anderer Mensch nicht körperlich oder gar emotional interessiert.
Wir verändern uns doch alle, unsere Sicht auf die Dinge verändert sich, unsere Interessen auch, wir lernen aus Erfahrungen.
Hätte ich meinen Mann vor 15 Jahren gefragt, wo er uns in 15 Jahren sieht, wäre sicher auch nie das dabei heraus gekommen, wie wir das jetzt leben und ich auch nicht.
Ich bin einfach der Meinung, dass ich einen anderen Menschen bestimmte Dinge nicht versprechen kann. Zum Beispiel, dass ich immer gesund bleibe, lange lebe, immer glücklich und zufrieden an der Seite bin. Und dazu gehört für mich auch Treue. Jemanden Exklusivität und körperliche Treue zu versprechen oder zu garantieren ist meiner Meinung nach nicht möglich.
Und ich finde, dass genau ehrlich zuzugeben, ohne eine Sicherheit zu gewährleisten, die es so definitiv nicht gibt, sehr realistisch, authentisch und verantwortungsbewusst.