werdu
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Weil danach gefragt wurde: Wir sind 29 Jahre alt und waren seit 9 Jahren zusammen, davon ca. 8 in der gemeinsamen Wohnung.
Inzwischen ist sie bei einer Freundin unter gekommen und gestern hatten wir uns auf neutralem Boden getroffen. Angeblich haben Sie sich "ungefähr 4, 5 oder 6 Mal getroffen". Er hätte sie wohl schon länger angeflirtet und irgendwann sei sie schwach geworden. Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass sie in letzter Zeit auch im Freundeskreis teilweise versaute Dinge gesagt hat um so Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich denke das wird dort nicht anders gewesen sein, auch wenn Sie möglicherweise sogar selber glaubt, dass es von ihm ausging.
Im Gespräch sagte Sie, dass sie es vor ca. 2-3 Monaten von sich aus beendet hätte um unsere Beziehung "nicht aufs Spiel zu setzen". An und für sich könnte man das ja als einen guten Aspekt in der ganzen Sch*** sehen aber die Textnachricht mit dem Kusssymilie kam eben nachdem sie es "beendet" hat. Darauf angesprochen sagte sie, sie wollte von ihm Reisetipps, weil wir in einer Stadt waren in der er wohl einmal gelebt hat. Vielleicht interpretiere ich da auch zu viel rein aber für mich bedeutet das so viel wie "wir haben zwar vielleicht nicht mehr *beep* aber die Aufmerksamkeit will ich trotzdem von ihm". Und überhaupt, würde ich den Kontakt zu dieser Person nicht möglichst komplett abbrechen wenn ich es wirklich bereue?
Zusätzlich war es eben die Zeit in der ich langsam einen Verdacht schöpfte und vielleicht auch einmal etwas genauer nachgebohrt hatte wo sie denn jetzt angeblich so lange mit Ihrer Freundin war.
Auch weniger schön fand ich die spontane Antwort, dass Sie es mir nicht von sich aus erzählt hätte weil Sie Angst vor meiner Reaktion gehabt hätte. Ich weiß nicht wie man sich in so einer Situation fühlt, aber hätte man mit etwas Empathie gegenüber mir nicht gesagt "ich wollte dich damit nicht verletzen"?
Ich wollte natürlich wissen, was sie dazu bewegt hat. Sie sagte sie habe sich gefühlt, als ob es mir lieber gewesen wäre, dass sie gar nicht da wäre und ich hätte ihr keine Zuneigung gezeigt. Das kann ich nachvollziehen, da ich generell schon sehr sachlich bin. Sie hat tatsächlich im Alltag immer mal wieder Andeutungen gemacht, dass ihr Zuneigung fehlt. Mir ging das aber eher auf die Nerven weil ich da ein anderes Empfinden habe und sie nicht verstehen wollte, dass das überhaupt nichts mit meinen Gefühlen für sie zu tun hat, wenn ich eben z.B. lieber erst die Hausarbeit fertig mache bevor ich sie dann abends im Bett in den Arm nehme, wenn ich auch den Kopf dafür frei habe.
Es ist wohl wirklich der beste Rat sich jetzt passiver zu verhalten und zu schauen wie sie sich verhält während wir getrennt leben.
Was nach dem Gespräch bei mir bleibt ist ein riesiges Gefühlschaos. Wenn ich es für einen Moment schaffe meine negativen Gefühle auszublenden, sagt mein Kopf mir, dass man diesen Auslöser schon in den Griff bekommen könnte und es mir das eigentlich auch Wert wäre, weil sie eben die eine Frau ist mit der ich eigentlich mein Leben verbringen wollte. Aber die Frau für die ich sie davor gehalten habe ist andererseits jetzt auch nicht mehr die selbe für mich.