6rama9
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Zitat von Felica:Aber eins ist klarzustellen: Du hast ganz richtig beschrieben, wie ein Betrug sich auf einen Betrogenen auswirken kann.
Aber bedenke eins: ein Betrüger kann seinen Betrug nicht wieder rückgängig machen, muss also zeitlebens damit leben und kann durch 1 Fehler alles verlieren. Die Menschen machen Fehler.
Das ist so aber nicht richtig. Eine Affäre ist kein einmaliger Betrug, sondern ein wiederholtes, geplantes, egoistisches Ausnutzen von Vertrauen. Selbstverständlich sollte man einen einmaligen Ausrutscher auf der Club-Toilette verzeihen können, denn ein einmaliger Fehler kann immer mal in einer besonderen Situation passieren. Aber warum sollte ich mein Leben weiter mit einem Menschen, der mich im Rahmen einer Affäre geplant, bewusst und nachhaltig ausnutzt, weiter verbringen? Klar, es gibt immer äußere Zwänge wie z.B. Kinder, Finanzen, soziales Umfeld und innere Zwänge wie z.B. Angst vor dem Alleinsein oder Zukunftsangst.
Also da muss ich sagen, bin ich mir zu viel wert. Ich hätte es in diesem Fall nicht nötig bei meiner Frau zu bleiben und wüsste auch nicht, warum ich das sollte. Die Vertrauensbasis und die Anforderung an meine Frau meine Bedürfnisse ernst zu nehmen, wären damit weg... und somit ich auch. Was anderes wäre es, wenn meine Frau aus einer psychischen Schieflage heraus eine Affäre einginge und ich in einer Nabelschau feststellen würde, dass sie keinen anderen Ausweg hatte. In so einem Fall gibt es evtl eine Basis für einen Neuanfang. Aber da muss schon mehr kommen als ein Drang nach Selsbtverwirklichung oder die Unfähigkeit eine simple Verliebtheit unterdrücken zu können.
