Guten Morgen lieber DOM und alle anderen,
gestern abend ging es mir mal wieder so richtig schlecht!
Die ganze (verdrängte) Liebe, Sehnsucht, Einsamkeit, Verzweiflung brach wie ein Damm über mir ein (passend zum Hochwasser ;) )
Ich dachte, ich hätte mittlerweile zumindestens mit der Hoffnung abgeschlossen. Aber da hab ich mich wohl auch getäuscht. Ich will ihn immer noch zurück. Blöd, aber leider eineTatsache. Ich weiss, dass genau das der falsche Weg ist, um für mich Frieden zu finden, aber es ist sehr schwer, wirklich aufzugeben. Ich liebe ihn so sehr!
Ich hoffe, Du hast Dir nicht zu viele Sorgen gemacht DOM und es hat Deine gute Stimmung nicht beeinträchtigt. Ich habe mich so für Dich gefreut. Und mach Dir um Gottes Willen keine Vorwürfe, dass Dein Posting zu spät kam, um mich von dem Gespräch abzuhalten oder mich vorher aufzubauen. Es hätte wahrscheinlich nichts geändert. Ich wäre nicht stark genug gewesen, es zu verweigern. Ich habe mir später auch lange überlegt, dass es vielleicht auch nicht viel gebracht hätte. Ich hätte nur wieder den ganzen Abend gegrübelt, was er will und Angst gehabt, was er sagen oder tun wird. Vielleicht war es ganz gut, es schnell hinter mich zu bringen. Auch wenn ich wieder mal schwach war und geweint habe. Irgendwie schaffe ich es nie, in solchen Gesprächen mit ihm stark zu bleiben. Auch wenn ich es mir vorher fest vornehme und mir genau zurechtlege, was ich ihm sagen will.
Ich glaube nicht, dass er mich *aus dem Weg räumen* will. Sie will es ganz bestimmt und für ihn wäre dann sicher auch einiges leichter, aber ohne zu mutmaßen, ob er selbst diesen Gedanken auch hegt, weiss er genau, dass sie mich als Arbeitskraft nur schwer ersetzen können und dass die beiden anderen Chefs ihm dann die Hölle heiß machen würden. Also wird er das nicht wirklich in Betracht ziehen.
Natürlich könnte er mich mit gezielten Aktionen irgendwann dazu bringen, selbst zu kündigen, aber ich denke, dass ich ihn zumindest so gut kenne, dass er das weder will noch tuen würde. Und wenn er mich loswerden wollte, würde er doch die Distanz von mir begrüßen und sich ebenfalls noch mehr zurückziehen und wie ich so viel wie möglich über E-Mail bearbeiten und nicht dauernd rüberkommen und alles mit mir besprechen wollen, oder?
Leider bin ich mir nicht so sicher, ob ihn die Distanz zu mir wirklich stört, oder ob er nur nicht verstanden hat, warum ich mich plötzlich gegeteilig verhalte bzw. er denkt, dass wir so nicht dauerhaft zusammen arbeiten können. Ich habe von ihm jedenfalls wieder mal keine Gefühlsregungen mir gegenüber erkennen können. Er wirkt so gleichgültig meinem Schmerz gegenüber. Ist aber vielleicht natürlich auch nur Unsicherheit. Ich weiss es nicht und versuche es lieber nicht zu interpretieren (gar nicht so einfach).
Ich weiss nicht genau, wie ich mich jetzt weiter verhalten soll. Bleibe ich so *extrem* auf Distanz wie in den letzten zwei Tagen, wird auch er sich über kurz oder lang immer mehr zurückziehen und es wird auf dieser Ebene sicher auch nicht einfach sein, miteinander zu arbeiten. Rede ich jedoch wieder mehr mit ihm (rein geschäftlich), wird er es als *Erfolg* des Gesprächs registrieren und so ist es ja auch für ihn der einfachste Weg. Geschäftlich kann er ganz *normal* sein und mehr Gedanken muss er sich nicht machen. Und ich werde weiterhin darunter leiden, dass er eben NUR geschäftlich mit mir redet und so gelassen und gefühlsneutral ist.
Welche Möglichkeit hast Du denn angedeutet, DOM? Leider bin ich heute morgen noch etwas schwer von Begriff. Sag mir einfach, was Du denkst. Auch wenn es mir vielleicht nicht gefallen wird. Ob und wie ich es dann annehme, kann ich ja erst entscheiden, wenn ich weiss, was Du meinst.
Warum kann ich mich nicht einfach damit abfinden, dass es vorbei ist? Warum kann ich mir selbst nicht einreden bzw. glauben, dass er ein Ar. (entschuldigt den Ausdruck) ist und mich nicht verdient hat? Warum verteidige ich ihn immer wieder vor anderen und mir selbst? Schon wieder so viele Fragen. Ich wollte doch damit aufhören.
Alles was ich von ihm noch wollte, nachdem ich die Trennung akzeptiert hatte, ist, dass er mich zumindestens immer noch gern hat (und das auch zeigt). Ich weiss nicht, ob es dadurch leichter wäre, aber viel schwerer kann es kaum mehr sein. Und diese Gefühlskälte ist so demütigend. Dadurch fühle ich mich noch einsamer.
Eine gefasstere aber immer noch sehr traurige Uschi