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Umgang mit ADHS beim erwachsenen Partner

E
Ich bin überrascht, wie manche Forumsteilnehmer über Theboss herfallen, so kenne ich das Forum nicht. Was ist passiert?

Ich sehe nur jemanden, der davor warnt, ADHS zu verharmlosen. Er schien es getan zu haben und zahlt einen teuren Preis dafür. Da "darf" man doch warnen, finde ich. Es ist keine Glorifizierung seines Opferdaseins sondern eine Schilderung seines Alltags.

Vielleicht ist man sensibel, wenn man selbst ADHS hat, aber gerade dann müsste man doch wissen, dass es schwierig ist, ohne Medikamente ein normales Leben zu führen mit 3 Kindern. Ein wenig Empathie für den Partner halte ich für angebracht. Das bedeutet doch nicht, dass man seine Frau herabsetzt, für sie kann man ebenso Empathie haben. Also ich kann das und tue es auch. Ist das so ungewöhnlich?

x 1 #46


RoterMantel
@Ella

Eine Frage:

Warum glaubst du für alle Menschen mit ADHS sprechen zu dürfen?

Dann darf ein Ehemann auch zu seiner Frau sagen, dass er dafür gesorgt hätte, dass die Schwangerschaft abgebrochen worden wäre. Besonders, weil er sich selbst zur arischen Herrenrasse zählt.

x 1 #47


A


Umgang mit ADHS beim erwachsenen Partner

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alleswirdbesser
Zitat von Ella:
sondern eine Schilderung seines Alltags.

Welchen er die meiste Zeit ihr überlässt, lieber lange arbeitet, eine perfekte Hausfrau erwartet und zu seinem Leid jetzt seine Hemden bügeln muss, auch das aufgetaute Hähnchen lässt er vergammeln, anstatt mal das Essen für die Familie zuzubereiten. Die Frau funktioniert nicht wie er es gerne hätte und er schaut dabei zu. Nicht mal die Kinder ins Bett bringen und ein bisschen Zeit mit ihnen verbringen ist drin, und wenn er mit ihnen was macht, dann fährt er zu seinen Eltern, weil er dann Hilfe bekommt. So habe ich es zumindest gelesen. Hilfe, Unterstützung und Beteiligung an alltäglichen Dingen habe ich seinerseits nicht gelesen. Manche meinen sie brauchen nur arbeiten zu gehen, obwohl sie drei Kinder in die Welt gesetzt haben, wissend dass die Mutter nicht rundläuft. Und das soll jetzt nur ihre Verantwortung sein?

x 5 #48


E
Zitat von RoterMantel:
@Ella Eine Frage: Warum glaubst du für alle Menschen mit ADHS sprechen zu dürfen? Dann darf ein Ehemann auch zu seiner Frau sagen, dass er dafür ...

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, ich spreche immer nur für mich. Wie käme ich dazu für andere zu sprechen? Das finde ich allgemein befremdlich.

x 1 #49


E
@alleswirdbesser

So, wie du es schilderst, kann ich zum Teil sogar nachvollziehen, dass du es verwerflich findest, aber war das so?

Zitat von alleswirdbesser:
lieber lange arbeitet

Das ist eine Vermutung, wie kommst du darauf? Manche Jobs erfordern einen hohen Einsatz, oder man hat eine große Entfernung zu der Arbeitsstätte.

Zitat von alleswirdbesser:
das aufgetaute Hähnchen lässt er vergammeln, anstatt mal das Essen für die Familie zuzubereiten.

Ich habe nichts darüber gelesen, was mit dem Hähnchen passiert ist, nachdem er es gefunden hat. Mir kommt es so vor, als würdest du fehlende Puzzleteile einfach dazu tun, aber vielleicht habe ich nicht aufmerksam genug gelesen....

Zitat von alleswirdbesser:
Und das soll jetzt nur ihre Verantwortung sein?

Auch das erkenne ich nicht in seinem Text.

Ich nehme für mich mit, dass wir verschiedene Geschichten lesen können bei dem gleichen Text. So ganz neu ist das nicht für mich, leider vergesse ich es immer wieder. Danke für die Erinnerung.

#50


A
Lese bei Ella auch nichts davon. Dass die Kinder was Warmes zu essen bekommen, halte ich durchaus für wichtig. Ist aber nicht unbedingt garantiert. Denn nochmal, dass ist keine normale Mutter, die mal mit der Wäsche überfordert ist. Das ist eine psychische Störung, die für keinen der Beteiligten ein Kindergeburtstag ist.

ADHS äußert sich durch Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulsivität und Selbstregulation; manchmal kommt zusätzlich starke körperliche Unruhe (Hyperaktivität) hinzu. Alles total chaotisch, hört dir nicht zu, lässt alles liegen, vergisst die Hälfte, vieles wird kaputt, unzuverlässig, unpünktlich, Termine und Absprachen kannste vergessen, nicht selten verlaufen sie sich, fällt dir mit irgendwas ganz anderem ins Wort etc pp.

Glaub ich sofort, wenn es hier heißt, wie ein 4. anstrengendes Kind.

Das im Alltag zu verharmlosen hilft weder den Betroffenen noch den Angehörigen.

x 1 #51


Winza
Zitat von Arnika:
ADHS äußert sich durch Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulsivität und Selbstregulation; manchmal kommt zusätzlich starke körperliche Unruhe (Hyperaktivität) hinzu. Alles total chaotisch, hört dir nicht zu, lässt alles liegen, vergisst die Hälfte, vieles wird kaputt, unzuverlässig, unpünktlich, Termine und Absprachen kannste vergessen, nicht selten verlaufen sie sich, fällt dir mit irgendwas ganz anderem ins Wort etc pp.

Und woher nimmst du dieses Wissen mit der Verallgemeinerung?
Schlimm wie du dich äußerst.
Warum hat er sie dann geheiratet und 3 Kinder mit ihr bekommen wenn sie doch so schlimm ist?

Zitat von Arnika:
wie ein 4. anstrengendes Kind.


Zitat von Arnika:
Das im Alltag zu verharmlosen hilft weder den Betroffenen noch den Angehörigen.

Wo wird hier was verharmlost?

x 1 #52


A
Zitat von Winza:
Und woher nimmst du dieses Wissen mit der Verallgemeinerung?
Schlimm wie du dich äußerst.
Warum hat er sie dann geheiratet und 3 Kinder mit ihr bekommen wenn sie doch so schlimm ist?

Das Wissen findest du überall, wie bei Google. Das ist eine anerkannte psychische Störung, die sich durch bekannte Symptome äußert und deren Behandlung die Krankenkasse bezahlt. Also nicht so schwer zu recherchieren.

Tja, geheiratet hat er sie, da war sie noch auf Medis. Warum sie dann 3 Kinder bekamen und er sie geheiratet oder noch nicht verlassen hat, musst du ihn fragen.

Es wird in vielen Beiträgen hier verharmlost. Das ist nicht nur ein bisschen süß-verpeilt. Sondern, nochmal, eine anerkannte psychische Störung, für deren Medikamentation und Therapien deshalb auch der Steuerzahler aufkommt.

#53


T
Erst einmal möchte ich sagen, dass ich gut nachvollziehen kann, warum einige diese Erfahrungsberichte als unangenehm empfinden. Mich selbst haben manche Aussagen ebenfalls getroffen.

Was mich dabei besonders stört, sind die sehr weitreichenden Verallgemeinerungen. Hier werden persönliche Erfahrungen mit einzelnen Menschen teilweise so formuliert, als würden sie für Menschen mit ADHS allgemein gelten. Das empfinde ich als respektlos.

Menschen mit ADHS können sehr wohl ihren Alltag bewältigen, liebevolle Eltern sein, empathische Partner sein und Verantwortung übernehmen. Ja, viele Dinge kosten uns mehr Energie, mehr Planung und mehr bewusste Anstrengung als anderen Menschen. Aber das macht diese Anstrengungen nicht weniger wertvoll.

Natürlich gibt es Beziehungen, die an den Auswirkungen von ADHS scheitern. Es gibt Menschen mit ADHS, die ihren Alltag nicht gut bewältigen können. Es gibt aber genauso Menschen ohne ADHS, die keine guten Partner oder Eltern sind.
Aus einzelnen Erfahrungen Rückschlüsse auf eine ganze Gruppe zu ziehen, halte ich für problematisch.

Beim Lesen einiger Beiträge hatte ich zudem das Gefühl, dass viel darüber gesprochen wird, was Menschen mit ADHS alles nicht leisten. Weniger Raum bekommt die Frage, wie es der betroffenen Person eigentlich geht. Viele kämpfen jeden Tag mit Dingen, die für andere selbstverständlich erscheinen, und erleben dabei regelmäßig Frust, Schuldgefühle und das Gefühl, nicht zu genügen.

Eine Beziehung mit einem Menschen mit ADHS erfordert Verständnis, Kommunikation und die Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu finden. Das gilt allerdings für jede Beziehung. Wer nur die Fehler des anderen sieht, wird auf Dauer vermutlich unabhängig von einer Diagnose Schwierigkeiten haben.

Menschen mit ADHS sind keine Belastung, die man ertragen muss. Sie sind Menschen mit Stärken, Schwächen, Bedürfnissen und Grenzen. Genau wie alle anderen auch.

x 8 #54


Winza
Zitat von Arnika:
Also nicht so schwer zu recherchieren

Ich glaub als jemand mit Adhs kenn ich mich sehr gut aus 👆

Zitat von Arnika:
da war sie noch auf Medis.

Und da ist es wieder.
Hauptsache tabletten genommen und alles ist in Ordnung.
Posts zu den Nebenwirkungen hast du überlesen?

Zitat von Arnika:
Es wird in vielen Beiträgen hier verharmlost. Das ist nicht nur ein bisschen süß-verpeilt. Sondern, nochmal, eine anerkannte psychische Störung, für deren Medikamentation und Therapien deshalb auch der Steuerzahler aufkommt.

Ach so. Also können Menschen mit Adhs nicht süß und verpeilt sein?
Deine Beiträge strotzen vor lauter Vorurteilen.
Woher hast du dein Wissen?
Selbst mal eine Beziehung mit einem Ashsler gehabt?
Erzähl doch mal.

Zitat von taluran:
einige diese Erfahrungsberichte als unangenehm empfinden. Mich selbst haben manche Aussagen ebenfalls getroffen.

Was mich dabei besonders stört, sind die sehr weitreichenden Verallgemeinerungen. Hier werden persönliche Erfahrungen mit einzelnen Menschen teilweise so formuliert, als würden sie für Menschen mit ADHS allgemein gelten. Das empfinde ich als respektlos.

Ist es auch.

Zitat von taluran:
Aus einzelnen Erfahrungen Rückschlüsse auf eine ganze Gruppe zu ziehen, halte ich für problematisch.

Ebenso.ist für Manche hält so leicht, alle über einen Kamm zu scheren.
Differenzierung nicht jedermanns Sache.

Zitat von taluran:
Menschen mit ADHS sind keine Belastung, die man ertragen muss.

Danke.

x 2 #55


O
Zitat von Arnika:
. Denn nochmal, dass ist keine normale Mutter, die mal mit der Wäsche überfordert ist

Genauso wenig ist er ein normaler Vater . Siehe unten.
Zitat von Theboss:
Ich bin 12h ausser Haus für die Arbeit

Ich weiß nicht, wie stark ihre ADHS sie beeinträchtigt. Aber wenn ich lese, was @Theboss für "normal" hält - dann scheint mir die Diagnose hier ein bequemes Etikett, um sein eigenes Versagen als Partner und Vater vollständig ihr in die Schuhe zu schieben:

Zitat von Theboss:
eine ADHS Frau ist keine Ehefrau im normalen Sinn die Geschenke für deine Arbeitskollegen vorbereitet

Ernsthaft ? Die Frau ist quasi Alleinerziehend mit einem finanziellen Versorger . Und dann wird von ihr erwartet, dass sie Geschenke für seine Kollegen packt ? 🫣

Bei so einem Gatten wundert mich das hier gar nicht:

Zitat von Theboss:
manchmal verliert soe mittendrin die Lust und man merkt wie sie einfach anfängt tagzuträumen

Ich bezweifle, dass das am ADHS liegt. Für mich liest sich das eher wie Flucht vor der Realität.

x 3 #56


N
Also ich hab kein ADHS.
Aber bei dem hier
Zitat von Theboss:
eine ADHS Frau ist keine Ehefrau im normalen Sinn die Geschenke für deine Arbeitskollegen vorbereitet und dich in einer sauberen Bude mit einem schönen Abendessen begrüßt


Zitat von Theboss:
Ehrlich sowas willst du nicht als Hausfrau.


Zitat von Theboss:
und wenn ich nicht den Tisch abräume steht alles rum bis zum Morgen.


Zitat von Theboss:
ich nehme an Feiertagen die Kinder mit zu meinen Eltern aber wenn wir heimkommen ist kaum was geschafft.

kann jede Frau sich glücklich schätzen, wenn dieser Mann sie verlässt.

Selten hier so viel selbstvergessenen Driss gelesen.

Da sucht sich jemand eine Frau mit Neurodivergenz, weil sie unter starker Medikation noch seinen Ansprüchen genügt. Und nach drei Kindern und ohne Medikation sieht er lieber der Geschwulst im Nacken beim Wachsen zu, statt einen halben Tag Urlaub einzureichen, damit die Frau zum Arzt gehen kann.

Selten habe ich deutlicher von einem Mann gelesen, wie abgrundtief er seine Frau hasst und sich selbst für fehlerlos hält.

Und neurodivergente Menschen sind aufgrund ihrer sozialen Verwundbarkeit ganz gerne gezielt ausgesuchte Opfer von Menschen, die emotionalen Missbrauch betreiben, um Menschen für sich arbeiten zu lassen und ihre kleine, schwarze Seele an ihnen abreagieren zu können.

So wie ich das verstanden habe, ist das Leben mit ADHS anstrengend genug. Sich da einen Partner antun zu müssen, der die positiven Seiten der ADHS absahnt und jegliche negativen Auswirkungen als persönlichen Fehler und Disziplinlosigkeit abwertet, sagt alles über den neurotypischen Menschen aus, was man wissen muss, um ihn zu meiden.

Wer seinen Partner liebt, hilft.
Egal ob im Alltag, bei Behinderung, Überforderung, Neurodivergenz, Medikamentenunverträglichkeit oder in sonstiger Situation.

Aber hier besteht ein Familienvater auf Geschenke für seine Kollegen für ihn ohne jeden Aufwand fix und fertig gemacht. Denn wozu sonst hat man eine Ehefrau?
Im Gegenzug soll sie nicht erwarten, dass im Alltag, in der Schwangerschaft oder Stillzeit oder gar im Bett auf sie Rücksicht genommen wird.

Wer hier der mit der größeren psychischen Störung ist, wage ich nicht zu beurteilen.

x 3 #57


N
Und weil es mich interessiert hat, hab ich eben die möglichen Folgen einer Ritalin Einnahme in der Schwangerschaft und auf Kinder ohne ADHS (also neurotypische Babies) nachgelesen:

Während der Schwangerschaft erhöhtes Risiko von Herzfehlbildungen beim Kind, Präeklampsie bei der Mutter und Frühgeburt für Mutter und Kind.
Bei geborenen Menschen ohne ADHS wirkt Ritalin wie eine Partydroge, mit Euphorie und Konzentrationsschwierigkeiten und Wachstumsstörungen bei Kindern.

Wirklich sehr verantwortungslos, dass diese Mutter diese Risiken für die Kinder nicht eingehen wollte, um ihrem Mann in der Schwangerschaft frisch gewaschene und gebügelte Hemden und eine aufgeräumte, geputzt Bude bieten zu können.

Diese faule Frau schafft nicht mal an FEIERTAGEN was weg. Und das, obwohl Männe die Kinder zu den Großeltern geschafft hat. Dabei weiß doch jeder, dass Feiertage und Ruhezeiten nur hart für Geld arbeitenden Menschen zustehen und nicht etwa einer Frau, die es sich mit 3 Schwangerschaften in 6 Jahren und 3 Kindern unter 6 Jahren tagein tagaus gut gehen lässt.

Wie kann man nur über einen solchen Mann, der schließlich 12 Stunden an 220 Tagen im Jahr arbeiten geht und sogar auf sein Büro verzichtet und viel Geld ausgibt, um der Frau ihre alleinige Waschpflicht besser vor Augen führen zu können, und sogar die Gesundheit seiner Kinder für sein Wohlbefinden und seinen Feierabend riskieren würde, herfallen?

x 6 #58


alleswirdbesser
Zitat von Ella:
Das ist eine Vermutung, wie kommst du darauf? Manche Jobs erfordern einen hohen Einsatz, oder man hat eine große Entfernung zu der Arbeitsstätte.

Okay, der Mann ist mindestens 12 Stunden nicht da und kommt sich alleinerziehend vor? Weil er sein Hemd selbst bügeln muss und das Essen nicht immer auf dem Tisch steht, wenn er nach Hause kommt und er Gott bewahre den Tisch abräumen muss, während sie die Kinder ins Bett bringt?

Ich befürchte, dass es nicht meine Vermutung ist, dass manche Familienväter gerne lange arbeiten und von der Möglichkeit die Elternzeit zu nehmen nichts wissen wollen. Es ist mir ein Rätsel wie der Boss sich dabei alleinerziehend vorkommt. Und natürlich hat er nicht vergessen zu erwähnen, dass sie sein Geld ausgibt. Dass sie mit drei Kindern gerade keins verdient, weil sie sich rund um die Uhr um die Kinder kümmert, ist natürlich auch ihre Schuld. Wem könnte sie die Kinder überlassen? Lass mich raten - nicht dem Boss, denn er geht arbeiten. Und wie oben erwähnt, wäre interessant wie er das wuppt, wenn sie für eine zeitlang nicht da ist. Müssen seine Eltern einspringen?

x 4 #59


bifi07
Zitat von Winza:
Bsp. bestimmte Wörter wenn du eine Pause brauchst.

Mein Sohn und seine LG machen das auch und es klappt sehr gut. Er hat seine Diagnose im 1. Schuljahr bekommen und sie ist sehr introvertiert. Bei ihnen kann man wirklich sagen, dass sich Gegensätze anziehen.

x 1 #60


A


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