Wenn ihr das Residenzmodell lebt und Du der "alle 14 Tage am WoE"-Papa bist, dann hat sich Deine Ex doch auf eine überwiegende mutterseitige Betreuung festgelegt.... Dich da jetzt auf mehr Umgang verklagen zu wollen, wird meines Erachtens nicht funktionieren, solange Du nachvollziehbar darlegen kannst, dass mehr Betreuungsleistung Deinerseits nicht mehr drin ist.
Ich bin allerdings immer dafür, dass man sein Maximum gibt, wenn es um den Umgang geht. Auch bei Deinem Betreuungsmodell. Es sind Deine Kinder und Du musst (meines Erachtens) für Deine Kinder immer alles geben. Ich unterstelle jetzt mal, dass Du wirklich an der Belastungsgrenze bist und damit würde ich sagen: Nein, Du kannst nicht auf mehr Umgang verklagt werden.
Sollte es jedoch ernst werden, nimm Dir auf jeden Fall rechtzeitig einen Anwalt.
Zitat von RonjaR: Als würden durch den Unterhalt des Vaters wirklich die Kosten zu 100% gedeckt. Glaubst du das ernsthaft? Und Mütter „opfern“ nicht nur ihre Zeit, sondern bleiben meist jahrelang in Teilzeit oder sind weniger flexibel als Männer, die beruflich dadurch alle Freiheiten, da flexibel, haben.
Sorry, kein Mitleid. Ich kenne soviele Väter, die bei der anstehenden Trennung in keinster Art und Weise gefragt wurden, wie die zukünftige Betreuung aussehen soll. Väter, die von jetzt auf gleich ihre Kinder ausziehen lassen müssen und dann nur noch alle 14 Tage am Wochenende sehen sollten. Weil es für die Frau eine Selbstverständlichkeit und keinerlei Diskussion wert war, einmal darüber nachzudenken, wie es dem Vater damit geht und wieviel Betreuung er gerne geleistet hätte.
Woher weiß man denn, ob der Mann seine "beruflichen Freiheiten", auf die er im Zweifel null Wert legt, nicht viel lieber gegen Betreuungszeit mit seinen Kindern eintauschen würde? In Deinem Fall mag zwar alles anders gewesen sein, aber wieviele Väter ackern sich den Ar. kaputt, damit es den Kindern BEI DER MUTTER gutgeht. Wie oft gehen die ins Bett und vermissen ihre Kinder, die sie im Zweifel erst wieder am verdammten Folgewochenende nach dem Wochenende der Mutter sehen? Ich kann Dir gar nicht sagen, wieviel Entwicklungszeit meiner Tochter ich verpasst habe, weil ich nie gefragt wurde, wie die Betreuung aussehen soll und die Mutter ihren Stiefel fuhr.
Mag jetzt ein bisschen Hate dabeisein, zugegegeben. Aber ausziehen, die Kinder auf Teufel komm raus mitnehmen, den Mann nicht mitentscheiden lassen und dann jammern: Ich steck soviel in die Betreuung, ich kann nicht vollzeit arbeiten gehen.... sorry.... da steig ich aus dem Mitleid aus. Selbstgewähltes Leid. Es gibt genug Versionen, die die Mutter entlasten. Dass der Vater mitmacht, ist natürlich vorausgesetzt. Und ich meine nicht explizit Dich, Deine Situation kenne ich ja nicht.
Der Mann muss vollzeit arbeiten gehen, wenn die Kinder nicht bei ihm wohnen. Evtl. muss sogar ein Nebenjob her, damit der Unterhalt in voller Höhe geleistet werden kann und man den Kindern noch was bieten kann. Logisch, dass der Mann dann kaum noch Betreuung leisten kann.
Wenn es aber dann um die Bereitschaft der Frauen geht, bei der Unterhaltshöhe Abstriche zu machen, oder sogar ins Wechselmodell zu gehen, damit der Mann weniger arbeiten muss und mehr Freizeit hat, dann sind sie ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwunden.
Alles so in meinem Fall erlebt. Und nicht nur in meinen. Und ja.... ich weiss, lange nicht alle Frauen sind so. Nehmt mir das Gebashe nicht übel......
Zitat von Solskinn2015: Unterhalt deckt alle Kosten ab, die gewöhnlich anfallen.
Haha, da frag mal meine Ex, wie sie das sieht

Wenn es nach ihr geht, muss ich das Doppelte zahlen, obwohl ich bereits 110% des vollen Unterhalts leiste und mich weit ab von der Umgangsregelung zusätzlich noch um die Kleine kümmere.
Zitat von Solskinn2015: Es wird in Deutschland eine Mehrbetreuung des Vaters bisher monetär nicht gewürdigt.
Und was auch immer gern vergessen wird: Auch wir Väter haben Mehrkosten. Wir mieten für die Kinder zusätzliche Zimmer, wir richten diese ein, bespaßen während der Umgangszeit und wir verköstigen auch. Weniger als die Frauen, aber diese Kosten sind halt auch da. Vergisst man gerne, wenn man über den Unterhalt spricht. Natürlich ist das selbstverständlich für uns..... aber wenn man die Diskussion aufmacht, dann muss das auch berücksichtigt sein.