Zitat von Isely:
Das ist heute aber ein Gesellschaftliches Problem und zieht sich durch die breite Masse....
Verzicht war gestern.
Da wird nicht auf Urlaub gespart nix, da, auf gar nichts wird heute gespart , alles muss sofort verfügbar sein.
Alles muss man haben, irgendwie, leider oft auch auf Kosten anderer.
Da wird in Ehen wie selbstverständlich reingegangen, ich Probier halt mal.
Es wird fremd gegangen das die Schwarte kracht, - teils aus Langeweile, teils aus absurden Gründen.
Da wird sich im Love Chat, während die eigener Ehefrau schläft, schöne Gefühle für unter rum geholt, man muss gar nicht mehr raus, - PC an, und ab gehts... irgendein Bedürftiger ist schon Online.
Ich nenne das allmähliches abstumpfen, irgendwann reicht auch das nicht mehr, oder sie sind schon abhängig davon.
Gern gesagter Satz,,, jetzt bin ich mal dran... Die Menschen haben verlernt Verzicht zu üben.
Höher, schneller , weiter, ich, ich ,ich....was du mir nicht gibst, hol ich mir halt. Egal woher.
Ich habe Bedürfnisse. Ätsch .
Stell dich mal nicht so an, was ist schon auf Ewig? Die Zeiten ändern sich halt.
Und die Medien tun alles dafür um das zu unterstreichen, gönn dir.
Nein, der Egoismus ist eingezogen in den Köpfen der Menschen, der frisst sich wie Krebs durch die Gesellschaft.
Ach ja, die liebe pathetische, alles über eine Kamm gescherte und in einen Topf geschmissene Meinung ist endlich da.
Zuerst wird die Art meiner Neigung diskutiert, dann ob ich mit meinem Mann alles hübsch abgesprochen habe, und nun kommt meine Fähigkeit zum Verzicht.
Verzicht ist so eine Sache. Verzichte ich auf etwas, weil ich es kann? Vielleicht. Verzichte ich auf etwas, weil ich es will? Wahrscheinlich. Verzichte ich auf etwas, weil ich es muss? Sehr wahrscheinlich.
Verzichte ich hier auf etwas, damit ich jemand anderes nicht verletze? Oder sollte jemand anderes darauf verzichten, seine Ansprüche zu erheben?
Will ich darauf verzichten? Nein. Kann ich darauf verzichten? Ja. Muss ich darauf verzichten? Liegt im Auge des Betrachters.
Welche Folgen hat der Verzicht? Für mich: ich bin nicht sonderlich glücklich darüber, dafür ist es mein Mann. Für ihn: er ist nicht glücklich darüber, dafür ich vielleicht.
Es ist egal wofür ich mich entscheide, letztendlich ist es immer falsch. In der Diskussion stellen sich immer wieder klar zwei Parteien auf, ist die TE die Heilige oder die unersättliche und unzufriedene H.ure? Es gibt kaum Antworten, die die Situation verstehen, die die Situation aus beiden Perspektiven betrachten.
Und was den Verzicht angeht, hat mich das Leben einiges gelehrt, wenn man auf jegliche Würde verzichten musste, wenn man auf Dinge verzichten muss (nichts materielles) die für jeden Menschen eigentlich selbstverständlich sein sollten, wenn man auf ein eigenes Leben verzichten muss, weil man die 24h-Pflege von Angehörigen übernehmen muss, wenn man auf die Hilfe der eigenen Angehörigen verzichten muss, weil sie selbst mit der Situation nicht klar kamen, wenn man auf eine ganze Jugend verzichten musste, weil man ungewollt in unerfreuliche Situation kam, für die man bis heute in unzähligen Therapien steckt und wegen derer man ohne Job da steht.
Zudem, ich bin erzkatholisch erzogen worden, was glaubst du, auf was so ein erzkatholisch erzogenes Kind alles verzichten musste? Die ganze Geschichte mit meiner Bi6ualität ist heute noch ein Riesenthema, auch mein offener Umgang im allgemeinen damit. Meine Güte, sorry wenn ich gerade ausraste, aber dieses bigottische moralische, nahezu apostolische, Geschreibsel was du von dir gibst, mag auf viele zutreffen, aber ganz gewiss nicht auf mich.
Gerade weil mir in meinen knapp 30 Jahren so viel widerfahren ist, habe ich heute meine Ansicht zum Leben. Weil ich eben Situationen überlebt habe, die nicht viele Menschen erleiden müssen. Ich will niemanden zu etwas zwingen, ich möchte aber auch einen Funken Verständnis, wenn man gewisse Fantasien noch einmal oder überhaupt erleben könnte, da das Leben eben so schnell vorbei sein kann.
Mache mir einen Gefallen, du kannst gerne deine Meinung zu allen Themen der Welt schreiben, urteile aber nicht. Du weißt nie, welches Paket ein Mensch mit sich herumträgt und was du mit (Vor)Urteilen bei einem Menschen anrichten kannst. Vor allen Dingen wenn sie so verallgemeinernd sind, wie dein Kommentar gerade.
Mich treffen solche Dinge sehr persönlich.
In all den Antworten habe ich zu keiner Zeit einen ab- oder bewertenden Kommentar geschrieben, der einen einzelnen Ersteller oder dessen Inhalt betrifft. Ich lese mir alles aufmerksam durch und mache mir meine Gedanken.
Trotzdem kamen von einigen nur Kommentare ganz nach dem Motto: Trennung ist die einzige Möglichkeit und Dinge wie, ja du bist auch mit nichts zufrieden.
Nein bin ich auch nicht. Weil mir meine Lebensgeschichte gezeigt hat, dass es schon morgen vorbei sein könnte. Trotzdem nehme ich Rücksicht und versuche es in einem für beide Partner möglichen Rahmen zu lösen, mit Respekt und hoffentlich im Einvernehmen. Ich spreche Probleme an, weil es Zeitverschwendung wäre alles unausgesprochen zu lassen. Wie viele von den Betrogenen hier allgemein im Forum, habe dies vor dem Betrug ihres Partners gemacht? Wie viele haben sich darüber gewundert und waren schockiert?
Leute, macht die Augen auf bevor es zu spät ist in den Beziehungen.
Meine Lebensführung ist nicht jedermanns/jederfraus Sache, ja ich rede auch mit guten Freunden über 6uelle Vorlieben genauso wie über Kochrezepte oder der Politik oder über das letzte Wochenende. Ja, ich bin bis heute mit einigen meiner Affären sehr gut befreundet, auch mein Mann, der auch von den Beziehungen zu diesen Menschen weiß.
Es mag für viele ausgesprochen komisch wirken, aber diese Ehrlichkeit und Offenheit hat mein Leben zu etwas Besserem gemacht und bereichert. Sehr bereichert.