Zitat von Liesel:Du musst eben mal klar sehen: diese ganzen positiven Dinge die du oben geschildert hast gegenübergestellt EINER Spielart der 6ualität, die du nicht kriegst (normaler S. findet ja regelmässig statt). Das wirkt schon etwas zerstörerisch auf mich. Bist du sicher, dass da nicht mehr dahinter steckt? Auch weil diese Gelüste ja jetzt auf einmal aufflammen? Ist denn etwas besonderes vorgefallen zu dem Zeitpunkt?
Zerstörerisch? Warum zerstörerisch? F.etische sind doch im gemeinsamen Einverständnis nicht zerstörerisch.
Das war ein Beispiel. Gerade im BDSM gibt es so viele verschiedene Spielarten, die nicht gezwungenermaßen etwas mit etwas leidvollem zu tun haben.
In dieser Zeit vor 4-5 Jahren sind sehr viele Dinge geschehen, einige wurden gelöst, andere wirken noch immer nach. Diese Dinge haben aber allesamt nichts mit 6 zu tun. Es hat sich seitdem auch nichts zwischen uns geändert. Es waren Dinge, die jedes Paar wahrscheinlich irgendwann durchmacht, bei uns sind sie von Knall auf Fall alle über uns hereingestürzt. 2014 und 2015 waren absolut schreckliche Jahre. Meine Neigung hat sich das erste Mal wieder gezeigt, als das schlimmste vorbei war. Damals nicht so stark, man verschwendete hin und wieder einen Gedanken daran. Richtig stark wurden die Fantasien erst in den letzten 2,5 Jahren.
Anfangs dachte ich mir sie vergingen wieder, versuchte sie zu verdrängen, dann habe ich meinen Mann darauf angesprochen, mehrfach. Als ich verstand, dass es nichts für ihn ist, habe ich vorsichtig vorgetastet, ob es für ihn denkbar wäre, dass ich es anderswo ausleben könne. Kam ja ebenfalls nicht in Frage. Auch auf ein erneutes Ansprechen in einer anderen Situation kam die gleiche Reaktion. Seitdem scherzt er ein wenig, ob ich meinen Lover heute auswärts gesehen hätte oder zuhause. Er nimmt meinen Vorschlag mit Humor, wirft es mir auch nicht vor. Er meint, er verstehe mein Problem, es sei für ihn aber nicht denkbar.
Als ich ihn aber darauf ansprach, was passiere wenn ich es durchzöge ohne Einverständnis, war die Antwort folgende: eine Trennung käme nicht in Frage, das Vertrauen wäre aber auch kaputt.
Wie gesagt, nachvollziehen kann ich es, akzeptieren will ich es nicht.