Zitat von Katip:
Mein Mann steht auf rothaarige Frauen, ich bin nicht rothaarig und kann auch durch färben den Typus, den er bevorzugt, nicht herbeizuführen.
Es ist dann also ok, wenn er 1-2 mal im Jahr diese Vorliebe mit einer anderen Frau auslebt, denn er nimmt mir nichts weg?
Doch tut er und da ist auch die Frequenz komplett egal.
Wenn es beim ausleben ihrer Phantasien um etwas geht, was mit ihrem Mann nichts zu tun hat, dann ist es kein Fremdgehen.
Aber anscheinend hat es das, sonst würde die TE es nicht als Fremdgehen empfinden.
Unter diesen Umständen, bleibt nur die Trennung, wenn der Verzicht zu schmerzhaft ist und der Gatte die Toleranz nicht aufbringen kann.
Gut, sagen wirs mal so, ich bin so tolerant, weil ich mir nicht erlaube einen Anspruch auf Exklusivität zu erheben. Das einzige was ich verlange, dass es abgesprochen wird. Könnte ja sein, dass ich seine wie auch immer gearteten Fantasien befriedigen könnte, dann braucht es keinen anderen Partner dafür. Wenn nicht, dann steht ihm frei sich das zu holen, was er möchte. Wenn es ihn glücklich macht, bitte, ich möchte ja keinen unglücklichen Menschen neben mir haben aufgrund eines von mir auferlegten Verzichts.
Ich persönlich empfinde es auch nicht als Fremdgehen, aber der Rest der normalen Welt. Ein Problem wäre es allerdings, wenn ich fremdgehen würde aus emotionalen Gründen, weil mich mein Mann zB nicht mehr genug beachten würde oder ich das Gefühl hätte ich bräuchte Bestätigung durch einen anderen Liebhaber. Aber, das ist ja nicht der Fall. Ich weiß wo ich stehe und muss mir meinen Selbstwert nicht durch andere aufwerten und ihn durch Bestätigung von außen definieren (außer vielleicht in schwachen Momenten, wenn einem alles auf der Welt zu viel wird, da reicht aber auch ein gutes Wort und absolut jeder hat solche Tage).
Als Betrug bezeichne ich alles auf der emotionalen Ebene. Ich meine, auch mein Mann hatte anfangs irgendwann mal eine Phase, wo er mit jemandem gechattet hatte, wo es auch auf 6uelle Dinge hinausgelaufen ist, auch im Videochat. Ich bin nur zufällig Monate später darauf gestoßen, weil ich den Pc zum Verkauf herrichtete. Natürlich war ich am Anfang fuchsteufelswild, natürlich habe ich alles in unserer Beziehung angezweifelt, ich war traurig und enttäuscht, ich habe wie jeder andere reagiert. Dann aber nach gut einer Stunde heftigen Streits habe ich mich hingesetzt und einfach nach dem Warum gefragt. Er erklärte mir den Grund dafür, ich konnte es ohne große Schwierigkeiten und ohne mich verbiegen zu müssen, ändern. Seitdem hat es in dieser Hinsicht nichts mehr gegeben. Trotzdem hätte ich für so etwas die Beziehung nicht aufgegeben, warum auch? Was passiert ist, ist passiert. Wäre es ein Grund gewesen, dass er sich emotional mehr zu dieser Person hingezogen gefühlt hätte, wäre die Trennung unvermeidlich gewesen. Es hatte aber lediglich einen dumpfen, primitiven Grund der 6ualität. Und leider leider leider ist der 6ualtrieb einer der stärksten Triebe der menschlichen Psyche, nach dem eigenen Erhaltungstrieb.
Ein Trennungsgrund, und an dem hatte ich lange zu kauen, wäre für mich eher die Geschichte als ich mit einer Fehlgeburt im Krankenhaus landete und er nicht da war, obwohl ich ihn darum bat. Aber auch hier verstand ich seine Beweggründe, es hält so eine Situation psychisch einfach nicht aus und weiß nicht wie er damit umgehen soll. Ich kann und will ihn nicht zwingen müssen, vor allen Dingen nicht, wenn ich weiß, dass es ihn viel mehr verletzt als es bei mir der Fall ist. Trotzdem schmerzt es, dass ich mit allem alleine war.