Zitat von marina1974:@Milena
Das klingt jetzt aber wirklich sehr egoistisch. Wenn ihr bei eurer Hochzeit Monogamie vereinbart habt, dann wäre das für ihn vermutlich ein ganz großer Schritt. Nicht jeder ist emotional in der Lage seinen Partner mit anderen "zu teilen", da auch nicht jeder S.und Intimität von Liebe / Gefühlen trennen kann. In dieser Hinsicht erwartest du schon eine Änderung bei deinem Partner. Du kannst es vielleicht, aber dein Partner wohl eher nicht.
Du hast ihn wie gesagt unter anderen "S. Bedingungen" geheiratet. eventuell hast du dir damals etwas vorgemacht, indem du dir eingeredet hast auf deine Bedürfnisse verzichten zu können. Jetzt ist es dann doch anders gekommen.
Du möchtest die "Spielregeln" ändern und erwartest, dass sich dein Partner anpasst. So einfach funktioniert das glaube ich meistens nicht.
Ein Partner ist halt auch nicht dafür da, einem alle Bedürfnisse zu erfüllen. Ich habe auch mal einen interessanten Spruch hier im Forum gelesen: "Erwachsen sein heißt auch auf die eigenen Bedürfnisse verzichten zu können."
So wie sich das liest, stehst du evtl. irgendwann vor der Entscheidung auf diese Bedürfnisse zu verzichten oder dich evtl. trennen zu müssen, falls dein Partner sich nicht weiter auf dich zu bewegt.
Was ich bei dir übrigens sehr positiv finde, ist deine Aussage keine heimliche Affäre anfangen zu wollen. Diese hätte bestimmt schon mancher in der Situation begonnen.
marina1974
Ja es ist egoistisch, das ist mir vollkommen klar. Deshalb versuche ich ja, es möglichst so zu gestalten, dass wir beide was davon haben bzw. dass beide damit leben können. Aber was, wenn nicht das Thema 6ualität, ist nicht egoistisch?
Und ich muss dir rechtgeben, die Ehe wurde unter anderen Voraussetzungen geschlossen. Aber jeder entwickelt sich in seinem Leben weiter und findet an einem bestimmten Punkt im Leben andere Dinge gut, als mit Anfang 20, wo man das Leben halt eben doch noch mit recht rosaroter Brille sieht.
Ich finde eine heimliche Affäre einfach respektlos. Denn entweder man kann mit seinem Partner nicht mehr über die Beziehung und deren Probleme reden oder man ist selbst einfach zu feige Probleme anzusprechen. Ausflüchte in Affären zu suchen und später etwas kitten müssen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist meist zwecklos.
So erwachsen sollte man doch sein, wenn es irgendwo Probleme gibt diese auch anzusprechen.
Es steht außer Frage, 6ualität ist wichtig für mich, aber nicht so wichtig, als dass ich alles aufs Spiel setze. Das wäre sie nicht wert. Gerade deshalb habe ich auch das Gespräch mit meinem Mann gesucht, dass mir diese 1-2 Treffen im Jahr gestattet werden, damit ich nicht komplett das Gefühl hätte, dass meine Bedürfnisse nichts wert seien. Zumindest in 6ueller Hinsicht ist die Beziehung doch recht einseitig. Da finde ich es auch von ihm egoistisch, dass er alleinigen Anspruch auf meinen Körper erhebt.