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Zur Therapien beim Brustkrebs ist zu sagen - es wird NICHT mehr nach dem Gießkannen-Prinzip
operiert und therapiert. Es gibt zwar Leit- und Richtlinien, an die es sich zu halten gibt...aber nicht mehr die "Gießkanne". Vor 5 Jahren kam es zu revolutionären Veränderungen in allen Bereichen
der Behandlungen um Brustkrebs. Es gibt viele Eckdaten, die berücksichtig werden (müssen) -
u. A., in welchem Quadranten der Tumor war/ist. Die OP-Techniken sind so spezifisch geworden,
die histologischen Untersuchungsverfahren sind andere geworden, die Diagnostik ist eine andere geworden.
Und ja.... angewandte Therapien machen etwas mit der Frau/dem Mann - ja, auch Männern können Brustkrebs bekommen. Aber...der Körper regeneriert von den angewandten Therapien, da sich die gegebenen Medikationen wieder abbauen...über Wochen und z. T. Monate. Viele mit den Therapien einhergehenden Veränderungen schleichen sind wieder aus.
Was bei mir geblieben ist - als Nachwirkung....ich mag keine Pils mehr! Als "gestandener" Pils-Trinker war das schwierig, damit umzugehen. Also... die Alternative wurde .... Weizenbier....

@Zugaste
das Thema Angehörige ist ein sehr großes und damit wichtiges. Mein Umfeld nach ihrem Befinden gefragt zu haben - da waren auch nach Jahren noch Tränen in den Augen. Meine Angehörigen haben einen "Faden" mitgemacht...und Angehörige sind oftmals stärker betroffen - kaum zu glauben, aber wahr.
Problem dabei - Vermeidung der offenen Gespräche, um einander zu schonen. Schonhaltung ist nicht gut, tut nicht gut. Rücksichtnahme ist etwas anderes. Das ist nicht aus den Fingern Gesogenes, sondern auf eigene Erfahrungen beruhend....und jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit in diesen Bereichen, da zwar aufgehört habe, aber immer wieder auf dem laufenden gehalten werde...
@SimplyRed
das Gespräch mit den Angehörigen - offen und ehrlich. Schonhaltung ist TABU, weil das Befinden eh bemerkt wird. Dass viel "geschauspielert" wird, um gute Miene zum oft bitteren "Spiel" zu machen - das fällt auf...irgendwann. Wer offen miteinander umgeht, braucht kaum Rücksicht zu nehmen...und wenn jemand merkt, dass "der Andere" momentan nicht gut drauf ist, gilt natürlich Rücksichtnahme.
Du beschreibst sinngemäß, dass dir die Grenzen aufgezeigt werden...und das ist ja auch sichtbar. Dass dann Rücksicht auf dich genommen wird, OHNE dich schonen zu wollen.....logo.
Noch mal zu Chemos - es gab Zeiten, dass Chemos eine Wirksamkeit von nur 3 bis 4 % nachgesagt wurde. Diese Zahlen wurden NIE publik gemacht...denn es gab Chemo als "Standard-Therapie".
Das ist heute anders....Gott sei Dank. Unterstützt durch andere Therapien, ist die Wirksamkeit eine bessere geworden...auch, wenn auf Chemo ganz verzichtet werden kann...auch das gibt es.
Welche Möglichkeiten an Therapien es gibt, die für dich in Frage kämen....das wirst du alles wissen. Wichtig ist, Vertrauen zu haben und zu wissen, dass JEDER Mensch Selbstheilungskräfte hat.
@ysatyko
sich Ängsten zu stellen, diese zu thematisieren, egal worum es geht, hilft dabei, die angestauten Ängste abzubauen - ganz werden diese nicht verschwinden...und zu wissen, dass der Tod geradezu "zwanghaft" zum Leben dazugehört, dass wir uns nahestehende und geliebte Menschen für immer von uns gehen sehen, ist ein wichtiger Teil des Lebens, der uns ALLE irgendwann erreicht. Das zu wissen, lässt die Zeit, die wir mit den Liebsten zusammen sein können, sehr viel kostbarer werden.
Nein...damit umzugehen, kann nicht jeder. Das zu erlenen, kann auch nicht jeder. Sich mit dem Thema beschäftigen zu wollen....das öffnet viele Türen.