FrauDrachin
Mentorin
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Zitat von Sister_of_Night:Ich zitiere die Caritas Eheberaterin, was sie damals meinem Mann sagte: „Ihre Frau schreit nach Liebe und Aufmerksamkeit, doch Sie halten sie sich vom Leib entfernt, am Hals packend. Sie zappelt und zappelt, und über die Jahre zappelt sie immer weniger, und sie warten, bis es ganz aufhört.“
Ok, das ist natürlich ein krasses Statement, das ich aber auch irgendwie drüber finde, und sehr parteiisch für eine Eheberatung...
Aber wird schon seinen Grund haben, warum es gefallen ist, und wird vor allem einen Grund haben, warum du dich so sehr damit identifizierst. Wenn du es so siehst und empfindest, und dein Mann nicht bereit ist, etwas zu ändern, dann sehe ich nicht, wie sich die Ehe fortsetzen lässt.
Wie steht denn dein Mann zu einer eventuellen Trennung?
Ich denke, wenn wir uns aus so einer Situation befreien wollen, wo wir erst mal in einen Konflikt mit allen und jedem gehen müssen, raus aus dem lauwaren gerade eben erträglichen...
Dann brauchen wir
1. eine Perspektive, eine Hoffnung, ein Ziel, wie es denn dann, wenn man erst mal durch das Tal der Tränen gegangen ist, werden kann.
2. Ressourcen, was uns durch diese schwere Zeit der Neuordnung, Konflikte und Zweifel tragen kann. Deine Therapeutin ist eine Ressource, die Eheberaterin, die euch vielleicht auch während der Trennung beratend zur Seite stehen kann, auch. Gibt es Freundinnen, die auf deiner Seite sind? Gibt es vielleicht wenn schon nicht in der näheren, dann in der weiteren Familie Menschen, die dich in dem Fall nicht verurteilen, sondern auffangen können?
Für dich war eben dein AM diese Ressource und diese Perspektive. Dabei hast du übersehen, was im Hormonnebel und Disneyverseucht absolut verständlich ist, dass neue Beziehungen dafür echt aus vielen Gründen ungeeinet sind.