Zitat von HerrZ:So hab ich auch mal gedacht und gehandelt. War letztendlich nicht die beste meiner Ideen. Das Problem ist, dass Kids die Beziehungsmuster übernehmen, die sie lernen. Vorgelebt bekommen. Eine lieblose Beziehung, vllt. gar mit Streitereien kann irgendwie auch nicht das Vorbild sein. Eine saubere, wertschätzende und ...
So pauschal sicher falsch (wobei du die Einschränkung "meistens" immerhin vornimmst).
Für mich ist dieser Spruch "für die Kinder ist es ja auch besser, man trennt sich bevor man in einer Ehe bleibt, in der es Probleme gibt" eine reine Ausrede, um sich selbst das Gewissen zu erleichtern.
Es gibt Ehen, da kommt es zu physischer oder psychischer Gewalt, Sucht (in jeglicher Form), völliger Ablehung etc. Da ist eine Trennung sicher die einzige Lösung
Was mir bei bestimmten Leuten (auch hier in dem Forum) immer wieder auffällt, ist dass völlig ausgeblendet wird, dass man auch an sich arbeiten kann. Immer sind die Partner an allem schuld und wenn diese nicht 100% dem Idealbild entsprechen, dann hüpft man halt von einer Beziehung in die nächste. Probleme mit einem Partner werden nicht mehr gelöst (viel zu anstrengend), man sucht sich einfach den nächsten, das ist ja auch viel einfacher. Nur kommen die (oder andere) Probleme dann auch wieder und wer nie gelernt oder gar nicht bereit ist, an sich zu arbeiten, der hüpft dann wieder.
Und irgendwann zieht der Spruch mit dem "das ist auch für die Kinder besser" nämlich dann nicht mehr. Spätestens nach der 2. oder 3. Trennung, wenn die Kinder erst die völlig geistesabwesende im Hormonrausch versunkene Mutter erlebt haben, die Beziehungen dann aber im Streit enden, die Mutter heulend im Bett liegt, dem Lover hinterherrennt, sich dabei selbst erniedrigt.
Dann ist gar nichts mehr besser für die Kinder. Mit einem Klassenfreund meines Sohnes erlebe ich das Drama gerade mit. Die Mutter kenne ich am Rande über die Kinder. Als sie sich getrennt hat, war alles noch Tip Top und genau derselbe Spruch "wir alle blühen wieder auf".
Sie natürlich 4 Wochen später promt den nächsten Lover (ich vermute, dass es schon ein Warmwechsel war aber egal jetzt an dieser Stelle), mit dem es nach knapp 6 Monaten aber "nicht mehr gepasst hat". Und jetzt auch so eine On Off Beziehung mit einem "ganz tollen Mann", der sie aber in einem Jahr wohl schon mehrfach betrogen hat und sie alle paar Monate getrennt sind.
Die Mutter versucht sich nichts anmerken zu lassen, die Kinder sind völlig fertig und traumatisiert. Der Freund meines Sohnes muss wahrscheinlich die Klasse wiederholen. Weil er nur noch damit klarkommt, weil er den ganzen Tag vor dem Handy oder Fernseher sitzt. Die Mutter hat nicht mehr die Kraft, sich um ihn zu kümmern, bei der dreht sich alles nur noch ihren Freund.
Ach so, noch kurz zum Vater (Exmann). Zu dem habe ich keinen Kontakt, aber was ich von dem Sohn mal gehört habe ist, dass der neue Freund ihn nicht mag und der Mutter verboten hat, mit ihm zu reden und es deswegen ständig Ärger gibt.