Zitat von Darkfairy22: Aber nochmal: Ich strebe werder an meinen Mann zu betrügen, noch ihn zu verlieren. Wäre das so, dann würde ich den einfachen Weg gehen: im Sommer nach Amerika fliegen, gucken meine Gefühle ausleben und gucken was passiert.
"Wäre es so" bedeutet also, dass es nicht so ist, dass Du Deinen Mann betrügen willst. Würdest Du das wollen, so würdest Du fliegen. Wenn Du ihn also nicht betrügen willst, darfst Du nicht fliegen. Also
wirst Du nicht fliegen?
Diese Entscheidung wirst Du für Dich klar treffen müssen und dann auch mit allen Konsequenzen durchziehen. Andernfalls geht es noch Jahre so weiter wie es Jahre zuvor lief.
Zitat von Darkfairy22: Ich versuche aber mit aller Kraft davon loszukommen, weil mir meine Familie unglaublich viel bedeutet.
Mit aller Kraft davon loskommen würde bedeuten, dass Du eine klare Entscheidung triffst und die Konsequenzen trägst, die diese Entscheidung mit sich bringt.
Sollte die Entscheidung für Deine Familie ausgehen, so würde dies den strikten Kontaktabbruch bedeuten, mit der Konsequenz, dass Du auch nirgendwo hinfliegst und beginnst, diese Geschichte hinter Dir zu lassen.
Zitat von Darkfairy22: Aber auch der junge Mann bedeutet mir sehr viel und ich will ihn nicht verletzen.
Dass Du ihn nicht verletzen willst, glaube ich Dir.
Auch gehöre ich zu denen, die glauben, dass (auch emotional) mehr hinter dieser Geschichte steckt als so mancher hier glauben mag.
Dennoch: In solchen Dreier-Geschichten wird in der Regel jemand verletzt.
Hättest Du die Dreier-Geschichte nicht erst entstehen lassen, als Du irgendwann vor drei Jahren (oder wann auch immer es soweit war) während des enger werdenden Kontakts bemerkt hast, dass auf Deiner Seite Gefühle entstehen und das Ganze abgebrochen, bevor es sich über Jahre hinwegziehen kann, so wäre das Drama nun nicht derart erwachsen.
Du wärst dann nicht in dieser Situation, in der Du jetzt bist. Und die Menschen, die Dir lieb und teuer sind, ebenfalls nicht.
Ich finde, das bedeutet, dass Du nun eine Entscheidung treffen solltest. Mit dieser Haltung, dass Du niemanden verletzen möchtest, bist Du allein aufgrund des Zeitpunktes, der nun erst nach 3 Jahren auftaucht, so weit in Verzug, dass sich das Verletzen nicht vermeiden lässt. Du kannst es aber vielleicht immerhin eingrenzen.
Allerdings wird, um das Drama zu beenden, eine Entscheidung auf Deiner Seite notwendig werden.
Hier wurde schon für Offenheit auf Deiner Seite plädiert. Würdest Du Deinem Mann sagen, was in Dir los ist, so würde er vielleicht die Entscheidung für Dich treffen. Würdest Du dem jungen Amerikaner sagen, was Sache ist, so würde er eine Entscheidung für sich treffen wollen können.
Wenn Du nicht willst, dass jemand anders entscheidet: entscheide selbst.
Lediglich, nicht zu entscheiden, finde ich moralisch bedenklich, vor allem nach diesem langen Zeitablauf. Wenn Du die Verantwortung für Deine Familie und den ehemaligen Austauschschüler so übernehmen möchtest wie Du es im Zitat zum Ausdruck bringst, dann solltest Du das tun: eine Entscheidung treffen und sie umsetzen.
Zitat von Darkfairy22: Das hätte ich absolut nicht gebraucht
Sei mir nicht böse, aber Du hattest - und hast - es in der Hand.
Du hattest in der Hand, da schließe ich mich an, dass sich das überhaupt so weit
für Dich entwickelt.
Und Du hast weiterhin in der Hand, in welche Richtung es sich für Deine Mitmenschen entwickelt.
Dass da jetzt eine schwierige Situation entstanden ist, steht zweifelsfrei fest und ich kann total nachvollziehen, dass es schwer ist, sich da korrekt zu verhalten, und zwar allen Beteiligten gegenüber.
Wenn Du aber, wie Du hier verdeutlicht hast, an Deiner Ehe festhalten willst, dann ist die Entscheidung doch eigentlich klar. Was genau hindert Dich daran, sie mit allen Konsequenzen umzusetzen?