Zitat von Anika41:Das ich nur in Teilzeit arbeite, hat bestimmte Gründe, auf die ich jetzt erstmal nicht näher eingehen möchte. Hat nichts mit Faulheit zu tun, falls vermutet. Es ist jetzt auch nicht so, das ich nur zu Hause sitze und Däumchen drehe, vielleicht ist das falsch angekommen. Ich habe schon im Alltag meine Pflichten, ...
Hi,
naja, ihr seid im Ungleichgewicht. Du drehst Dich um ihn. Er ist
"sehr bei sich und seinen Bedürfnissen".
Prinzipiell gehört beides zu einer gesunden Beziehung finde ich.
Sowohl die eigenen Bedürfnisse, als auch die des anderen zu
berücksichtigen.
Hast Du ALLGEMEIN das Gefühl, dass Du ihm nicht wichtig bist?
Oder anders gefragt: wo und an welcher Stelle geht er auf Dich ein?
Wo fragt er nach DEINEN Bedürfnissen und Wünschen.
Oder interessiert ihn das garnicht und Du unterwirfst Dich in
vorauseilendem Gehorsam seinem Zeitplan.
Du musst Dich nicht verstecken, Du hast ein Kind grossgezogen,
eine langjährige Ehe hinter Dir und bis berufstätig!
Das sind alles ziemliche Leistungen, auch wenn manche Dich
hier angreifen.
Übrigens arbeite ich auch nur Teilzeit nach einer schweren
Krankheit. Allerdings studiere ich seit neuestem berufsbegleitend.
Ansonsten ist die konstellation bei mir ähnlich. Mein Partner hat
unglaublich viele Sozialkontakte, weil er hier geboren und
aufgewachsen ist, arbeitet seehr viel und mit Herzblut.
Ist mehr und gerne unterwegs als ich.
TROTZDEM weiss ich, dass ich ihm wichtig bin.
Weil er mich an Entscheidungen die seine Zeitplanung
betreffen beteiligt. Weil er mich nach meinen Ansichten,
Wünschen und Plänen fragt. Weil er sich zuverlässig und
regelmäßig meldet. Morgens, tagsüber, abends.
Macht das Deiner auch?
Oder hast Du das Gefühl, er nimmt die Beziehung halt einfach
"mit" weil Du es ihm bequem machst.
Unternehmt und redet ihr viel gemeinsam? Oder beschränkt sich
der Kontakt darauf, dass er spät kommt wenn Du wartest,
Körperlichkeiten mitnimmt, und frühmorgens verschwindet jeder
zum Job und man hört ewig nichts vom anderen?
Habt Ihr Wochenends Zeit miteinander?
Ein Paartherapeut hat mir mal gesagt, man sollte nie mehr
als 50% der Beziehungsarbeit übernehmen. Der andere muss auf
halber Strecke entgegenkommen. Da ist was dran.
Was ist hier Dein Gefühl?
Ihn zu mehr Invest zwingen kannst Du nicht.
Ich möchte keine Smileys einfordern. Aber Du kannst Dich mal
bisschen zurücklehnen, Dinge machen, die Du VOR der Beziehung
auch gerne gemacht hast, und schauen, ob von ihm überhaupt
was kommt, wenn Du Dich nicht um seine Zeitplanung rumdrapierst?
Fordern und Druck erzeugen würde ich in so früher Phase
einer Beziehung nicht. Eher beobachten. Und meine Schlüsse ziehen.
Ob Dir das reicht. Nicht jede Frau ist mir einem Karrieremann glücklich,
dem der Job über Privatleben steht. Das ist ja nicht schlimm.
Dann brauchst Du halt was anderes...
Und: an was sind die letzten Beziehungen Deines Partners
gescheitert? Schafft auch Prognose...