Frei321
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Zitat von Lizzzy:Dann hast du doch gerade ein Modell für dich. Vielleicht solltest du den Begriff "Lebensmodell" nicht so sehr als starres Korsett sehen. ...
Ich habe darüber tatsächlich in der Vergangenheit nachgedacht und sogar schon davon geträumt (dass es vorbei ist). Ich mag auch überhaupt nicht daran denken, was wäre, wenn dieser Mann sterben würde und einfach nicht mehr da wäre.
Dabei habe ich eine interessante Erfahrung gemacht. Nachdem ich die ersten negativen Gefühle gefühlt habe, die schmerzhaften, denn Verlust ist ja schmerzhaft, bin ich zur Ruhe gekommen. Wenn man sich immer wieder daran erinnert, was wirklich wichtig ist, dann kann man zur Ruhe kommen.
Es kommt der Tag, an dem er nicht mehr da ist. An dem meine geliebten Kinder nicht mehr da sind. An dem ich selbst nicht mehr da bin. Man kann Geliebtes nicht festhalten. Wenn mein Geliebter mir also morgen erzählt, dass er sich neu verliebt hat, dann würde ich versuchen, das Ganze zu öffnen und es gemeinsam zu probieren. Vorausgesetzt, die beiden wollen das. Wenn nicht, ist das auch ok, es kommt immer darauf an, ob ein Wunsch aufrichtig ist. Ich möchte, dass dieser Mann glücklich ist. Ich möchte einfach nicht mehr diese anstrengenden "Du gehörst mir!"- Spiele.
Ich habe die Liebe gesehen und muss mir überhaupt keine Sorgen machen. Es ist alles gut.
Irgendwann ist es vorbei, und bis dahin verbringt man einfach glückliche Momente zusammen. Kein Drama mehr, keine Besitzstandswahrung.
Wenn man das anders leben will - nur zu. Aber bitte nicht auf Kosten derer, die das alles hinter sich gelassen haben.