Zitat von Blanca: Wobei sich in Deinem Fall die Frage aufdrängt, was konkret Dich in speziell diesen Thread hier führt, der wie gesagt explizit Betrogenen gewidmet ist.
Das habe ich durchaus verstanden. Und mir geht es auch nicht um Beleidigungen.
Aber könnte es nicht auch für einen Betrogenen mal nützlich sein, darüber ein bisschen nachzusinnen, warum er von diesem oder jenem emotional so niedergeschmettert wird?
Das kann ihm ja nicht schaden, sondern nur nützen.
So wie es für jemandem im Suff ja auch nicht schadet, man darüber nachzudenken, wie und warum es zum Suff gekommen ist.
Zitat von Blanca: Daß ihre bessere Hälfte sein Eheversprechen gebrochen hat
Ach, seien wir doch mal ehrlich: Was sind Versprechen mehr als Worte, die aktuell durchaus Wunsch und Wille entsprechen mögen.
Was glaubst Du, was auch mir schon alles versprochen worden ist, ohne dann im Geringsten eingehalten worden zu sein? Nur nehme ich das halt als Äußerungen des Augenblicks, auch wenn die Versprechen den Ton der Ewigkeit an sich haben.
Es geht mir doch nicht darum, mich über Betrogene und deren Schmerz und Wut lustig zu machen, Sondern darum, dass es unter Umständen doch sinnvoll sein kein, darüber - und über das Leben an sich - mal nachzudenken.
Einfach auf Prinzipien zu beharren, scheint mir jedenfalls nicht eben der goldene Weg zu sein.
Zitat von Blanca: Ich respektiere Dich in Deinem Plädoyer für freie Liebe bzw. Polyamorie und akzeptiere, daß Du die Ehe als Institution oder überhaupt monogame Festbeziehungen für Dich als Lebensmodell ablehnst.
Und gerade darin irrst Du Dich gewaltig! Mein Lebensmodell ist durchaus ebenso ein monogames (oder um es noch exakter zu sagen: ich habe schon längst alle Lebensmodelle über Bord geworfen und mich dem Leben an sich zugewandt), und ich habe noch in keiner Beziehung betrogen, darauf gebe ich Dir mein Wort. Umgekehrt ist es mir aber schon passiert, dass ich betrogen worden bin. Nur waren meinen Reaktionen darauf halt andere. (Mit dieser Frau habe ich übrigens noch heute, 15 Jahre später, Kontakt - keinen innigen, aber halt einen losen freundschaftlichen).
Meine Weltsicht insgesamt ist halt eine andere, und ich bin für Freiheit und gegen jeden Zwang. Und aus dem Grund ist mir von Anfang an bewusst, dass es auch zu Fremdgehen, Trennungen usw. kommen kann. Es gibt keine Gewähr auf irgend etwas, mag geredet werden, was will, und ncht ewig müssen die Rosen vom Himmel regnen. Oder sie regnen halt einmal von einem anderen Himmel.
Was mein eigentliches Thema ist in diesem Zusammenhang ist, ist diese offenbar für ganz selbstverständlich gehaltene Besitzergreifung, die einen anderen Menschen letztlich zum Gegenstand degradiert.
Was möchtest Du denn, wenn diese persönliche Frage gestattet ist: Dass jemand mit Dir zusammen ist aus Liebe und tiefer Verbundenheit oder aufgrund eines Trauscheins oder eines Versprechens?
Der Mensch ist nun einmal menschlich, und das ist auch gut so!