Zitat von Missu: Ich verstehe meinen Ex-AM, bei ihm hing wirklich alles dran, Kinder, Haus, seine Eltern (die ihn aus der Familie verbannen wollten, wenn er die EF verlässt). Ich hätte sein ganzes Unglück, das er durch die Trennung mit seiner EF erlebt hätte, niemals aufwiegen können. Es ist gut wie es ist.
Ja, das kann man verstehen. - Auf der einen Seite.
Auf der anderen Seite würde ich das für mich persönlich so sehen:
Wenn ich bei so einer (oder einer anderen) Gelegenheit feststellen würde, dass meine Eltern sich immer noch so stark in mein Erwachsenenleben einmischen wollen und Hebel ansetzen, um Druck auf mich aufzubauen, dann wäre es aus meiner Sicht allerhöchste Zeit für mich, mal über mein Verhältnis zu meinen Eltern nachzudenken und darüber, ob es nicht mal Zeit für eine Ablösung aus ihrem Machtbereich ist.
Ich bitte dich: Eltern, die Druck ausüben wollen, damit ihr "Kind" in einer bestimmten Beziehung bleibt? Ernsthaft?
Und was soll das dann bitte für eine Beziehung sein, in der ich aufgrund von Druck verharre, der von außen ausgeübt wird?
Kinder verliert man meines Erachtens nicht, wenn man sich aus einer Beziehung löst. Ich halte das - in sehr vielen Fällen, nicht in allen - für eine Ausrede.
Und wenn einem das eigene Haus so wichtig ist, kann man sich das meiner Meinung nach wirklich vorher überlegen. Da muss man keine Affäre haben, der man Hoffnung auf ein gemeinsames Leben macht, nur um dann zu sagen: Ach, das Haus, der Wohlstand und meine Sicherheiten sind mir jetzt doch wichtiger.
Nicht zu vergessen meine Eltern, die mich "verbannen" wollen (was für ein mittelalterlicher Ausdruck und was für eine mittelalterliche Denkweise).
Und wenn man den Verlust all dessen als so großes Unglück empfindet, kann man sich das auch vorher überlegen, finde ich.
Denn der Affäre gegenüber wird sehr oft ganz im Gegenteil das gegenwärtige Leben und die gegenwärtige als großes "Unglück" geschildert.
Meiner Meinung nach scheitern Affären, bei denen tatsächlich Liebe im Spiel ist, nicht an dem, was du beschreibst, sondern an der Rückgratlosigkeit (in alle Richtungen) der Affärenführer.