Zitat von RonjaR:Ja, die Gefühle haben wohl nicht gereicht. Zumindest seine nicht.
Lassen wir doch mal für einen Augenblick beiseite, daß es eine Affäre war.
Nehmen wir stattdessen an, er sei Dir als freier Mann begegnet. Seine Gefühle für Dich wären immer noch so, daß er nicht bereit ist, sein Leben nachhaltig dafür umzustellen - also beispielsweise mit Dir gemeinsam auszuwandern, Kinder zu zeugen, ans andere Ende der Republik zu ziehen, sich von seiner übergriffigen Familie zu lösen, die sich überall einmischt bei Euch - was auch immer.
Würdest Du so jemand trotzdem noch wollen?
Zitat von RonjaR: Das ist dennoch bitter.
Im ersten Moment sicher.
Aber ein paar Monate oder Jahre später im Rückspiegel betrachtet sollte sich der Erkenntnis, daß seine Liebe wohl nicht reichte, die Schlußfolgerung hinzugesellen, daß es insofern dann auch besser für alle Beteiligten war, daß die Affäre beendet wurde.
Ab dem Moment gewinnst Du hier gegenüber der EF einen gewissen Vorsprung: Die hat den Hasenfuß nämlich weiter am Hals, wohingegen Du als freie Frau aus der Nummer rausgekommen bist und Dein Leben längst neu ordnen konntest.
Wenn es allerdings ganz gut gehen sollte, dann gelingt EF und AM der Aufbau einer Beziehung 2.0 und die Affäre interessiert auch die beiden irgendwann nicht mehr.
Ab da kann man wohl tatsächlich feststellen, daß es die Affäre "brauchte":
- für Dich, um zu erkennen was für eine Art Liebe Du Dir von einem Mann erwartest und auch selbst wert bist
- für die Eheleute, um eine erfüllendere Paarbeziehung miteinander führen zu können als zuvor.
Leider ist so ein Happy End selten, aber es gibt nix, was es nicht gibt.
Ein Grund mehr, nicht mit dem "Schuld"begriff zu hantieren.