Zitat von Nostraventjo:Ich habe neun Jahre mit so jemandem gelebt, es wurde so schlimm dass ich kurz vorm Suizid war. Er hat mich nie geschlagen aber emotional links liegen lassen, ausgenutzt, belogen betrogen und angeschrien. Ich musste alles nach ihm richten, habe alles alleine gemacht weil ihm alles zuviel war. Ich war an allem schuld. ...
Ganz so ist es nicht.
Um die Kinder kümmert er sich sehr liebevoll. Das hat mich auch
beeindruckt und irgendwie gebunden.
Geschrien und Betrogen hat meiner auch nicht.
Aber ich glaube einfach, dass es für ihn selbstverständlich ist, dass eine Frau ihr Leben um
ihn herum drapiert für ein paar nette Worte. Dass er nix dazu tun muss. Eine Mami, Nanny,
Köchin und Therapeutin eben. Oder Trostpflaster für gescheiterte Ehe.
Und das mit dem Geld, ja.
Am Anfang hatte ich Mitleid, weil er immer sagte, sie will ihn finanziell fertigmachen.
Bis ich durch ihn selbst erfuhr, dass er nicht das zahlt, was ihre Anwältin fordert.
Dass beruflich nur sie für die kinder zurückgesteckt hat.
Dass er sich im Grundbuch hat alleine eingetragen, obwohl sie mitgeholfen hat beim
bauen und jahrelang sein Haus gepflegt und geputzt hat.. Usw usf
Als ich jetzt gemerkt habe, wie er sich beim Thema Geld mir gegenüber verhält.
Wie ausschlaggebend das für ihn ist. So sehr, dass bei Erwähnung meines Todes er nur
Angst hat, ihn könne das was kosten.
Da dachte ich allmählich...ich glaube, es ist garnicht ER das Opfer...
Ich glaube er erwartet, dass wie im klassischen Rollenmodell die Frau sich um ihn und
sie Kinder kümmert. Organisiert. Macht. Tut.
Aber früher haben die Männer dann wenigstens die Frauen in der Ehe bezahlt dafür.
Ich habe aber schon einen Job. Dafür brauch ich nicht Beziehung.
Die sollte für mich ausgewogen sein im Geben und nehmen.