Zitat von Sternschnuppe71: Verlustängste sollen keine Ausrede sein, auch ich hätte viel früher reagieren müssen. Aber wenn man von so etwas betroffen ist und dann handlungsunfähig - man kennt sich selbst nicht mehr. Wenn Du selber nicht betroffen bist, kannst Du es ggf. nicht nachvollziehen.
Oh doch, ich kenne Verlustängste. Aber ich versteck mich nicht dahinter. Generelle Verlustangst erkenne ich grad nicht bei Dir; vor dem Verlust Deiner Familie (beim Führen einer 3jährigen Affäre) und dem Verlust Deines Jobs (wenn Du dort mehr mit dem AM getippselt als gearbeitet hast) scheinst Du keine Angst gehabt zu haben.
Du kannst das gerne wertend lesen oder aber auch wie ich es meine: Dass Du mal drüber nachdenken könntest, welchen Stellenwert welche Menschen (nicht zuletzt Du selbst!)/Dinge in Deinem Leben haben und warum.
Zitat von Sternschnuppe71: Ich kann ja mit nun etwas Abstand selber nicht kapieren wie ich emotional so abhängig werden konnte.
Emotional abhängig oder doch eher hormonell? Was ja auch nix schlimmes wäre, zu seinen Begierden zu stehen.
Zitat von Sternschnuppe71: Hinterher kam raus, dass es eher ein biologische Problem war (Testosteronmangel).
Hinterher? Hinter was? Hast Du Deinem Mann von der Affäre erzählt und er hat sich daraufhin untersuchen lassen?
Zitat von Sternschnuppe71: Nenn mich naiv, ich habe mir bewusst keine Affäre ausgesucht. So etwas wäre ich bewusst nie eingegangen, entspricht nicht meiner Wertvorstellung. Tatsächlich bin ich da hineingerutscht. Er hat mich bei einer Party, beide hatten etwas getrunken, einfach geküsst und in einen Wellnessraum gezogen. Der Kuss hat mich umgehauen. Es war sein Geruch, wie dieser Kuss schmeckte... dieser Mann hat mich von Stund an umgehauen und ich war wie elektrisiert. Bitte jetzt keine Moralpredigten wie naiv das war, das weiß ich ja mittlerweile alles selbst, aber irgendwie war es ein Selbstläufer. Ich war schockverliebt oder wie das heißt, hätte nie gedacht, dass es so etwas gibt.
Besoffen rumzuknutschen und meinetwegen auch einen ONS zu haben ist für mich etwas anderes, als 3 Jahre eine Affäre zu führen. Da "rutscht" man nicht rein, das ist eine bewusste Entscheidung und für mich alles andere als naiv. Steh doch dazu! Mir scheint - von wegen "bitte keine Moralpredigten" - das Deine eigene Moral Dich davon abhält, Deine Affäre als genau das einzuordnen, was sie war. Etwas, was Dir Spaß gemacht und Freude gebracht hat und was Du genau so wolltest.
Allerdings hat Dein Affärenpartner die Bedingungen vorgegeben. Du hast sie akzeptiert, obwohl Du nicht glücklich damit warst. Weil Du ja schockverliebt und es auch nach der Bauzaun-Geschichte immer noch warst. Was für Entschuldigungen hast Du denn für dieses Verhalten gefunden?
Spätestens nach dieser Sache wäre bei den meisten Menschen das Verliebtsein dem Schock gewichen. Das war sowas von nicht wertschätzend und darüber hinaus machte es deutlich, dass es ihm schaizegal war, was mit Dir ist und passiert. Ich finde echt keinen Grund, sich das noch irgendwie schönreden zu können.