57

Verarbeitung unerwartete Trennung nach 30 Jahren

Lumba


1805
3668
Zitat von Surico:
ich ihm geantwortet habe, dass es mir immer noch nicht gut geht, weil ich immer noch damit zu tun habe, wie wenig wertschätzend er mit mir umgegangen ist. Da sagte er, wie soll man Dich wertschätzen, bei dem Theater was Du machst und Du Dich in Deiner Opferrolle suhlst…. So kann ich mir eine künftige Freundschaft nicht vorstellen.

Ganz genau.

Ich bitte Dich: Hör auf Deine Gefühlswelt mit ihm zu besprechen. Auch wenn er fragt. Zieh Dich zurück. Niemand hat verdient, dass Du ihm Dein Herz zeigst, der so damit umgeht.

Einem wird geboten, was man sich bieten lässt. Lass Dir diesen Umgang - egal warum er es tut - so nicht mehr bieten. Deine Gefühle haben die gleiche Berechtigung wie von allen anderen und niemand steht es zu, zu bewerten, wie Du damit umgehst.

Aber es ist Deine Entscheidung, ob Du zulässt, dass er so mit dir umgeht.

20.09.2022 12:00 • x 1 #31


Vienne

Vienne


568
2
753
Geht es dir inzwischen schon ein bisschen besser oder ist es noch so schlimm wie heute morgen?

Fühle dich ganz fest gedrückt....ich kann so gut nachvollziehen, wie es dir im Moment geht...es ist die Hölle ..aber, meine Liebe, du wirst das schaffen, du wirst das hinter dir lassen können, es ist eine Frage der Zeit.

Wenn du möchtest, kannst du dich sehr gerne mit mir per PN in Verbindung setzen...

20.09.2022 12:01 • x 1 #32



Verarbeitung unerwartete Trennung nach 30 Jahren

x 3


Surico

Surico


31
1
37
Zitat von Lumba:
Aber es ist Deine Entscheidung, ob Du zulässt, dass er so mit dir umgeht.

Ja Du hast vollkommen Recht mit dem was Du sagst. Mein Verstand sagt mir auch, dass ich mit ihm darüber nicht mehr reden kann. Aber mein Herz fühlt immer noch, dass er doch bis vor kurzem derjenige war, der immer meinen Kummer verstanden hat. Da hatte ich natürlich kein Kummer ihn betreffend. Aber irgendwie denke ich immer noch, wenn er erst mal versteht, was in mir vorgeht, dann wäre auch endlich ein klärendes Gespräch möglich.

Wie gesagt, eigentlich weiß ich es. Ist immer ein Kampf den Impuls zu unterdrücken.

20.09.2022 12:49 • #33


Surico

Surico


31
1
37
Zitat von Lumba:
Einem wird geboten, was man sich bieten lässt. Lass Dir diesen Umgang - egal warum er es tut - so nicht mehr bieten. Deine Gefühle haben die gleiche Berechtigung wie von allen anderen und niemand steht es zu, zu bewerten, wie Du damit umgehst.

Ich muss mich nochmal auf den Beitrag beziehen. Ich bin in meiner Verarbeitung an einem Punkt, der genau das betrifft. Er hat mir hin und wieder sehr verletzende Dinge gesagt. Ich habe natürlich ärgerlich reagiert. Er meinte dann immer nur, dass es doch die Wahrheit wäre und er doch nur ehrlich sagt was er denkt. Das hat mich irritiert, ich weiß gerade tatsächlich nicht, ob er Recht hat… und wie hätte ich das nicht zulassen können? Eine Trennung meinerseits deswegen kam mir nie in den Sinn..

20.09.2022 13:05 • #34


Cucumber38

Cucumber38


32
56
Zitat von Surico:
Er hat sich getrennt und konnte sofort mit dem Alk. aufhören. Das auch war einer der Sätze, die er mir an den Kopf geworfen hat, als er sich ...


Wenn er wirklich ein Alk. hat, dann ist das eine Lüge, die er wahrscheinlich selber momentan glaubt. Man wischt sein Suchtverhalten nicht mal eben weg. Da müsste er schon eine Therapie beginnen, um dauerhaft von seinen alten Mustern wegzukommen.
Die neue Liebe mag ihn eine Weile beflügeln. Wenn der Alltag dann einkehrt, kehren auch alte Verhaltensweisen ein.

Und: Dem Partner (in diesem Fall dir, der Expartnerin) die Schuld am Trinken zuweisen, ist typisches Alk.. Lass dich davon nicht beeindrucken.

20.09.2022 13:15 • x 2 #35


Surico

Surico


31
1
37
Zitat von Cucumber38:
Die neue Liebe mag ihn eine Weile beflügeln. Wenn der Alltag dann einkehrt, kehren auch alte Verhaltensweisen ein.

So sehr ich ihm es wünschen würde, dass mit dem Alk. zu schaffen - würde es mir tatsächlich gerade gut tun, wenn ich wüsste, dass er es mit der Neuen tatsächlich auch nicht schafft. Blöd, dass ich das wohl brauche

Kennst Du Dich damit aus?

20.09.2022 13:19 • x 1 #36


Cucumber38

Cucumber38


32
56
Zitat von Surico:
So sehr ich ihm es wünschen würde, dass mit dem Alk. zu schaffen - würde es mir tatsächlich gerade gut tun, wenn ich wüsste, dass er es mit ...


Leider kenne ich mich damit aus. Habe mich nach 10 Jahren von einem funktionierenden Alk. getrennt. Das ist jetzt 7 Monate her.
Ich kann es dir gut nachfühlen - ein Teil von mir hat sich gewünscht, dass er aufwacht und trocken wird nach der Trennung. Der andere Teil hat gehofft, dass er jetzt, wo ich ihn nicht mehr auffange, mal so richtig gegen die Wand läuft, damit alle Freunde und Bekannte mal sehen, dass ich die ganze Zeit Recht hatte.

Alk. überspielen ja häufig sehr erfolgreich, wie es wirklich um sie steht. Und nur die Leute, die ganz nah dran sind, wissen wirklich bescheid.
Daher kann es gut sein, dass du gar nicht erfährst, was bei seiner Next bzgl. Sucht abläuft.

20.09.2022 13:26 • #37


Surico

Surico


31
1
37
@Cucumber38 Aber er schafft es schon seit sechs Monaten…. Dann hat er es wahrscheinlich auch für immer geschafft. Gut zurzeit hat er wahrscheinlich noch den Hormonrausch, der ihn trägt….

20.09.2022 13:46 • #38


Marcell


88
2
97
@Cucumber38 kann man nicht pauschalisieren gibt Substanz abhängige und dann die nicht substanzabhängigen denen es nur um das Gefühl geht . Das hatte ich selber bin von einer jeder sucht selber Weg gekommen aber immer musste ich mir ne neue sucht suchen.. Als Jugendlicher war es das tägliche Gras konsumieren dann wurde daraus Amphetamin das war mir aber zu übel also ging es in die Spielhalle das wurde mir zu teuer also Alk.. Das hat mich runtergezogen und am Ende habe ich noch das Rauchen aber ich konnte jede angebliche sucht ohne eine Therapie von heute auf morgen beenden.. Ich war immer sehr emotional und mir hat es irgendwie gefallen meine eigenen Gedanken auf mich traurig zu machen. Die Musik war besser dann und irgendwie kam ich am Boden immer besser klar um irgendwie stärker zu werden für mich selbst . Dazu habe ich meinen Alltag auch immer gemeistert egal ob ich 9 B. vorher abends getrunken habe usw. Es hat mir aber auch nie einer angesehen.. Mittlerweile rauche ich nur noch. Ist er Alk. süchtig oder flüchtet er vor sich selber im alk so wie es bei mir war. An einem. Tag habe ich ne flasche Wodk. in 20 min leer gemacht und konnte noch gerade stehen und mich normal Unterhalten das war der Punkt als ich mir selber gesagt habe es reicht . Damit will ich nur sagen ist er so wie ich war , kann er ohne großes leid einfach aufhören

20.09.2022 13:47 • x 1 #39


Cucumber38

Cucumber38


32
56
Sorry, dass sind die typischen Sucht-Sprüche
Ich mache es nur für das Gefühl
Ich bewältige trotzdem meinen Alltag
Ich kann immer aufhören (... allerdings suche ich mir dann was Neues!)
Gehört aber eigentlich nicht in den Thread der TE.

@Surico: Dein Ex wird schon von ganz alleine auf die Nase fallen, da bin ich mir leider aufgrund meiner Erfahrung recht sicher. Das Wichtigste ist jedoch, dass du dich jetzt auf dichselbst konzentrierst anstatt dich auf die (scheinbare?) Wende zum Guten im Leben deines Ex zu konzentrieren.

20.09.2022 13:57 • x 1 #40


Surico

Surico


31
1
37
Ich glaube auch, dass er es so beenden kann. Beweist er ja gerade auch. Wie schon erwähnt, kann auch der Hormonrausch, den Alk. ersetzen, wurde mir so von meinem Hausarzt erklärt. Trotzdem hat er sich jetzt eine hohe Hürde gesetzt. Er hat es auch überall kommuniziert, wohl auch bei ihr. Dann wird es schwieriger einfach mal so wieder anzufangen. Ja, das soll nicht mehr mein Problem sein, aber wie schon gesagt, ich habe einiges unterstützt mit dem Ziel, dass wir zusammen alt werden. Auch das ist mein Problem, ich hätte das nicht tun müssen. Tut halt weh, eigentlich das Gegenteil erreicht zu haben…..

20.09.2022 16:02 • #41


Surico

Surico


31
1
37
Hallo,

ich hatte gestern ein gutes Gespräch mit meinem Therapeuten. Er gab mir allerdings auch Denkanstöße, die mir schon etwas weh getan haben. Z. B. Dass sich jeder trennen darf, auch ohne das groß zu begründen. Es muss der Person auch noch nicht mal leid tun. Ja, das scheint auch so zu sein, aber für einen völlig überraschten Verlassenen ist das schwer zu begreifen.

Wir haben in diesem Gespräch auch festgestellt, dass es meinem Mann scheinbar nie möglich war mit mir richtig in Diskussionen zu gehen, also was persönliche Entscheidungen angeht. Entweder hat er vieles einfach mitgemacht, obwohl er es in Wirklichkeit gar nicht wollte oder hat mich vor vollendete Tatsachen gestellt, also Dinge einfach entschieden ohne es mit mir vorher zu besprechen. Das war mir früher gar nicht bewusst. Und das er es schade für meinen Mann findet, dass er die Chance dies in unserer Beziehung zu lernen nicht genutzt hat. Damit hätten wir uns beide weiterentwickeln können und er ist sich auch sicher, dass das mit mir auch gut möglich gewesen wäre. Er meinte auch, dass unsere Beziehung daran gewachsen wäre und gut geworden wäre. Aber auch das ist seine persönliche Entscheidung……… Schade!

Gestern 17:39 • #42


Vienne

Vienne


568
2
753
Zitat von Surico:
Hallo, ich hatte gestern ein gutes Gespräch mit meinem Therapeuten. Er gab mir allerdings auch Denkanstöße, die mir schon etwas weh getan haben. Z. B. Dass sich jeder trennen darf, auch ohne das groß zu begründen. Es muss der Person auch noch nicht mal leid tun. Ja, das scheint auch so zu sein, aber für einen ...

Also das finde ich ganz und gar empathielos...dass es der Person nicht einmal leid tun muss, wenn sie sich trennt!

Eine Ehe basiert auf Gefühlen, auf Liebe, sonst wird sie normalerweise ja nicht geschlossen. Und klarerweise ruft auch eine Trennung Gefühlte hervor...

Surico, auch mein Mann hat in den letzten Jahren einfach Dinge entschieden, ohne dass ich gefragt wurde. Im Nachhinein war das ab dem Zeitpunkt, ab dem er offenbar unsere Ehe abgeschrieben hatte. Das war mir damals überhaupt nicht bewusst. Mein Mann wurde in den letzten Jahren ziemlich autoritär....

Kommunikation ist nun mal der Schlüssel für eine gute Beziehung, Probleme müssen besprochen werden, nach einer gemeinsamen Lösung muss gesucht werden. Wenn eben aber der Partner nicht kommunizieren möchte, wird es schwierig, da eben dann die Probleme nicht gemeinsam angegangen werden. Mein Mann ging da nicht mehr auf mich ein...er sah hinterher ein, dass das ein Riesenfehler war. Zu spät, leider nicht mehr reversibel. Vielleicht war das ja bei euch auch so...

Gestern 18:02 • #43


Surico

Surico


31
1
37
@Vienne
Ja das war wohl tatsächlich ein großes Problem. Aber bei meinem Mann scheinbar schon immer und nicht erst, als er abgeschlossen hatte.

Gestern 18:09 • x 1 #44


Surico

Surico


31
1
37
Guten Morgen, mir geht es seit dem Telefonat von letzter Woche tatsächlich richtig schlecht. Ich kann mir das gerade überhaupt nicht erklären. Habe das Gefühl, dass ich im letzten halben Jahr wohl noch Hoffnung hatte, dass seine neue Beziehung auseinandergeht. Und wir vielleicht eine Chance hätten auf einen Neuanfang. Keine Ahnung, das habe ich nicht bewusst gedacht. Eigentlich habe ich immer versucht mir einzureden es ist vorbei. Aber es fühlt sich gerade so an als kommt es jetzt erst so richtig bei mir an, dass es vorbei ist. Und damit werde ich gerade überhaupt nicht fertig. Leider verselbstständigen sich meine Gedanken immer. Das Problem hatte ich schon immer. Ich denke zu viel. Wie kann man das stoppen? Beziehungsweise die Gedanken in Richtung lenken die mich auch weiter bringt?

Vor 4 Stunden • #45



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag