Hallo Scarlett,
habe einfach mal Dampf abgelassen mit meinem Galgenhumor, dem Mann wünsche ich nichts Böses, durch meinen Galgenhumor wollte ich mich selbst aus dem Tief holen.Stimmt schon eigentlich macht man keine Spässe über Alk. Menschen.
Alk. ist (jetzt im Ernst) eine schlimme Krankheit, das habe ich ja Di u. Donnerstags in der Sozialberatung, manche Klienten tun mir auch sehr leid, ich habe ja viele Jahre in der Suchtberatung gearbeitet und begegne ihnen mit Empathie und Wertschätzung.
Der Prof tut mir insofern leid wg. des Tods von seiner Frau, ich kann mir annähernd vorstellen wie furchtbar das ist und hatte ihn immer getröstet wenn er nah am Wasser deswegen gebaut hatte.
Er sagte mir er wäre nicht einsam, dann beneide ich ihn.Ich fühle mich oft einsam und zwinge mich dann zu Aktivitäten.
Aber (Gott sei Dank) ertränke ich meine Einsamkeit und meine Sorgen nicht im Alk..
Ich hatte ihn ja Mitte Nov. einmal ziemlich betrunken erlebt und als er wirres Zeug sprach, ich war schon sehr geschockt, auch hilflos und mußte aufpassen dass ich kein Helfersyndrom bekam.
Es macht mich auch sehr traurig zu sehen was aus diesem einst so tollen Mann geworden ist.Wir werden alle alt das ist klar.Ich habe bei ihm folg. Aussagen vermißt: ich hab dich lieb, ich mache mir Sorgen um dich etc.
Ich habe da noch eine schöne Erinnerung an meinen Expartner aus der Anfangszeit, was hatte der sich damals gefreut als ich ihm mal ein lustiges Kuscheltier geschenkt hatte oder schöne Kleinigkeiten, er wußte ja dass man schlecht in helfenden Berufen verdient.
Mein letzter Partner konnte seine Zuneigung gut ausdrücken und sehr lieb sein.Ich denke da gerne daran zurück.
Ich konnte ihm vor langer Zeit verzeihen als der damals die Beziehung nach vielen Jahren beendet hatte.Das mit den lustigen Bärchen ist zwar albern aber mir gefällt das trotzdem als Zeichen der Wertschätzung.
Der Kontakt mit dem Prof hat eben leider auch gezeigt dass die Beziehung selbst die kleinste Krise, nämlich ein kleiner Rückfall in meiner Erkrankung nicht überstanden hat.
Ich glaube wenn man jd. sehr lieb hat und weiß dass er wieder einen Rückfall hat mit der Krankheit dann steigt man ins Auto und dann sind einem auch 2 Autostunden nicht Zuviel. So wäre ich gestrickt, kann ich aber nicht von anderen erwarten.
Der Prof. hatte mir von einigen Bekanntschaften erzählt wo ihm dies und das nicht passte, da war dann eine 58-ig jährige Ärztin mit Pflegefall in der Familie und umfangreicher Berufstätigkeit, optisch hatte sie ihm auch nicht so ganz zugesagt.Dann meinte der Prof er fände mich optisch sehr attraktiv, sehr gebildet, keine Kinder oder schwierigen Pflegefälle etc und trotzdem hatte es eben nicht gereicht.Seine Ansprüche sind mir zu hoch.
Er legt auch viel Wert auf einen hohen gesellschaftlichen Status.Ist ja seine Entscheidung.