Zitat von Alduin: "Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht mehr die Liebe entgegenbringen, die du mir entgegenbringst. Auf dieser Basis ist es besser unsere Beziehung nicht wieder aufzunehmen. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft."
Zitat von Ameela: Für mich klingt es tatsächlich auch nach "Ich liebe Dich nicht mehr" oder zumindest nach.... nicht mehr genug. Halt so, dass es für eine Beziehung nicht mehr reicht. Ihr Zukunftswünsche klingen auch mega sachlich irgendwie.
Zum Abschluss meiner Geschichte vielleicht ein Gedanke, der gestern im Gespräch mit einer Kommilitonin (wir sind nicht befreundet, arbeiten aber zusammen) aufgekommen ist und den ich für das letzte Puzzlestück halte um meine Anteile an der Trennung zu klären:
Meine Ex hat mir in unserem letzten Gespräch, sowie auch relativ früh in unserer Beziehung, gesagt, dass sie Bindungsängste hat. Ich hielt das für eine Schutzbehauptung bzw. dachte, dass sie sich da ein bisschen was einredet.
Jedoch hat sich unsere Beziehung in den letzten Monaten stark formalisiert gehabt. Ich bin in ihre Nähe gezogen und habe auch die Wohnung so groß dimensioniert, dass sie problemlos hätte bei mir einziehen können. Das wollte ich auch und habe ich ihr auch mitgeteilt um so mehr Zeit zu Zweit haben zu können. Zudem war ich bereits ins Berufsleben gestartet und sie nicht weit vom 2. Staatsexamen entfernt.
Nach Aussage meiner Kommilitonin kann das bei jemanden mit Bindungsängsten eine Panikreaktion auslösen, da sich eben die Beziehung "verengt". Dazu kommen ihre Zweifel wegen unserer "Eingeschlafenheit" und die daraus folgenden Gefühle für ihren Kommilitonen. Der Kuss bzw. die Gefühle für ihren Kommilitonen waren dann ein möglicher Ausweg um der Beziehung zu entfliehen. Das Paradoxon, dass meine Ex "weniger bzw. keine Gefühle" als Grund angibt sei dabei nicht ungewöhnlich (laut der Kommilitonin).
Auch ihre Nachricht passt dann ins Schema, nach ihrer Aussage muss man das so lesen, dass meine Ex tatsächlich nicht imstande ist mir "die Liebe entgegenzubringen" die ich ihr entgegenbringe.
Daraus folgend hat der Druck eine Entscheidung zu treffen + der Druck der dann anstehenden Beziehungsarbeit + die dann "stärker formalisierten" Beziehung zu noch mehr Druck geführt, was fatal war.
Ist natürlich alles Spekulation, vielleicht waren auch wirklich einfach keine Gefühle da oder sie wollte einfach jemandes Neues. Für meine Beziehungssituation spielt das natürlich keine Rolle mehr, die Sache ist zuende. Jedoch wäre für eine zukünftige Beziehung (die ich hoffentlich haben werde) schon wichtig das Geschehen möglichst vollständig aufzuarbeiten. Sobald ich mich endgültig emotional gelöst habe und die Kontaktsperre abgelaufen ist, werde ich meine Ex fragen ob wir noch ein aufarbeitendes Gespräch führen können. Natürlich nur wenn es zu ihrer und meiner persönlichen Situation passt (falls ich dann schon jemanden gefunden habe wäre ein Gespräch mit der Ex wohl kontraproduktiv

, gilt natürlich auch umgekehrt).
Auf jeden Fall kann ich nur nochmal allen Danken die geschrieben haben (und vielleicht noch schreiben werden, ich hoffe noch auf ein paar Kommentare zu den letzten Gedanken). Das hat mir sehr geholfen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal mehr so richtig was ich zum Ende empfunden habe. Ich war/bin der Meinung es war Liebe, allerdings geht es mir zunehmend besser und ich kann schon ohne Schmerzen über meine Beziehung reden, sie analysieren und hier darüber schreiben. Zwar kommen (wenn ich alleine bin und besonders morgens) manchmal schlimme Gefühle hoch und ich vermisse dann meine Ex, allerdings eben nicht sonderlich stark. Das scheint mir nach weniger als 1 Woche eine zu schnelle Erholung, um das mit echter Liebe im Einklang zu bringen. Das verwirrt mich noch, aber ehrlich gesagt ist es mir im Moment so auch lieber. Macht das Ende natürlich noch etwas trauriger (auf beiden Seiten).