sade
Gast
Zitat von Ricky:
Dazu kann man nur Vermutungen anstellen. Ich vermute es liegt an der Unpersönlichkeit der Großstädte gepaart mit Durchlaufsstadt (Studentenstadt etc.). Viele leben dort, aber bleiben nicht für immer. Soziale Bindungen sind in Großstädten per se schon anders anzunehmen als in ländlicheren Gegenden. Du bist eben anonymer. Und dann kommt noch dazu, dass ich in jungen Jahren eben viele von Deinen Bekannten nach Abschluss der Ausbildung, des Studiums etc. wieder verabschieden. Damit gehen Kontakte flöten und eine Ernüchterung stellt sich ein. Das ist aber nicht wissenschaftlich und ohne Gewähr.
Und ja, dieser "Hamburg meine Perle"-Blödsinn und die Selbstverliebtheit St. Paulis und des Kiez ist spottend lächerlich. Wer schon ein Stickeralbum zu seinem Stadtteil rausbringen muss, hat den Schuss vermutlich nicht mehr gehört, aber gut... das ist für viele eben auch eine Zugehörigkeit, irgendso ein Lebensziel. Ziemlich albern der ganze Quatsch.
Ich muss Dir einerseits zustimmen, aber andererseits auch wieder nicht. Mein Mann z.B. ist nordisch by nature und viele seiner Freunde auch, da wird eher wenig Gedöns gemacht, aber eben mit beiden Beiden auf dem Boden der Realität und ein großes Herz. Finde ich gut. Muss man aber mögen und mit klar kommen. Mit Psycho-Elsen würde er nicht lange klar kommen. Das findet er komisch. Und bei ihm gilt: ein Mann, ein Wort.
Dagegen war ich mal mit einem Ruhrpottler liiert; der hat den Mund ziemlich voll genommen und keine noch so auffällige Aktion gescheut, um bei mir zu landen und war am Ende des Tages eher unverbindlich. Das habe ich hier so noch nicht erlebt.
Burner, kenn ich auch. 
