Milafree
Gast
vor drei Wochen ist mein Mann, der seite 34 Jahren mein Fels in der Brandung ist, mein bester Freund,oft meine Antriebsfeder war, ausgezogen, weil er jetzt noch einmal etwas Neues leben möchte.
Der Klassiker. Kinder groß, zusammen Firma aufgebaut, in der ich auch seit 15 Jahren arbeite, gemeinsame Pläne gehabt für das Leben was jetzt kommen sollte. Natürlich ist in oder nach 34 Jahren nicht immer alles gut gewesen, aber wir haben viele Dinge zusammen geschafft, haben viele gleiche Intressen und sind beide sehr aktiv.Nun hat er sich im Skiurlaub verliebt und möchte mit ihr dem nächsten das Leben, was bis vor kurzem unser Leben war. Ich versuche stark an mir zu arbeiten, lese viel, schreib Tagebuch, versuche alles schnell aus meinem Herzen zu bekommen um alles auszuhalten, was jetzt kommt. Mein ganz persönlicher Alptraum. Funktioniert nicht wirklich gut. Ich merke, wie sehr mich immer mehr die Trauer packt, alles wird immer sinnloser, ich habe Angst, vor dem totalen Absturz, schäme mich, weil ich nicht stark genug bin. Wie bewältigt man alles? Bin zur Zeit krankgeschrieben, denn zusammen arbeiten geht nicht gut, ich muss ja Abstand gewinnen. Möchte niemanden zur Last fallen, am wenigsten meinen Kindern. Alles wird immer schwerer. Was kann man tun? Wie sind eure Erfahrungen? Bleibt noch irgendwas übrig nach der Zeit?