Zitat von Luftikuss46: Als ich ihn darauf ansprach sagte er er hat keine Gefühle mehr für mich da ich so schrecklich bin, und er Schluss machen möchte.
Also abgesehen mal davon, dass es reichlich hinterwäldlerisch ist, jemandem zu sagen, er sei "schrecklich", und das nach Jahren der Gemeinsamkeit, sehe ich hier ein ewiges Problem - nämlich nicht zu verstehen oder es nicht wahrhaben zu wollen, dass das Leben ein Meer ist, mit allen Wellen und Wogen.
Diese festgefahrenen Lebenspläne mit Kindern, Haus und Garten bis ins Endlose - das erscheint mit völlig am realen Leben vorbeigedacht.
Und weil Du fragst: Ob es auch anderen so erging - Ich glaube, es wird, in der heutigen Zeit, nur wenige geben, denen es nicht so erging. Es ist doch schon weitaus mehr die Regel als die Ausnahme, und warum ein Paar dann trotz völlig anderer Entwicklung zusammenbleibt, liegt doch vor allem an diesen äußeren Umständen, die man sich selber geschaffen hat.
Mir jedenfalls ist es auch schon öfter so ergangen, und mir war das auch nicht verwunderlich, weil das Leben eben keine Schiene ist - aber was mich echt mal getroffen hat, war, dass ich ein Haus verloren habe in einer wunderbaren Gegend, an dem ich lange Jahre herumgebastelt habe. Klingt zwar banal, wenn es um Liebensdinge geht, aber es war tatsächlich so. Vor allem, und das hat mich echt aufgeregt, weil dann der "Neue" dort einfach ganz ungeniert eingezogen ist.
Das ist für mich letzte Klasse.
Aber es geht ja nicht um mich, sondern um Dein Problem.
Und in dem Falle würde ich sagen. Zieh weiter. Es bringt nichts, um Dinge zu kämpfen, die zu Schrott geworden sind, um es hart auszudrücken.
Allerdings - das Haus würde ich ihm nicht so einfach überlassen. Ich weiß nicht, wie es in D ist, wo die Gesetze ja teilweise echt kurios sind, aber bei uns, in Ö, gilt in erster Linie mal der Wohnbedarf. Und da Ihr ja Kinder habt, steht das im Vordergrund. D. h., zumindest bei uns müsste er sich eine Wohnung suchen, nicht Du.
Und das würde ich mir auch nicht bieten lassen. Er ist doch in die Wüste gegangen - also soll er sich gefälligst auch selber nach einer Oase umsehen.