cgs70
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ich kann dir als anderes Beispiel mitgeben, wie ich es geschafft habe diese fürchterlichen Jahre zu verarbeiten (bei mir sind es immerhin schon 4 Jahre seitdem ich die Unterschrift unter der Scheidungsurkunde habe).
Viele schreiben, dass sie mit Sport, Freunden und quasi Reset-Knopf drücken wieder zum normalen Leben zurückgekehrt sind. Bei mir war das anders.
Ich habe begonnen ein Tagebuch (ich nenne es mein "unsägliches Buchstaben-Kolloquium") zu schreiben, nicht in der Form, dass ich täglich geschrieben habe... nein teilweise sind Monate ohne Notizen, aber das Ding lebt immer noch, dabei habe ich es bereits in 2018 begonnen.
Anfangs habe ich versucht meine Wut und Angst um die Kinder damit zu kanalisieren, mehr und mehr wurde es eine Art Dokumentation über die Ex und ihre BL-Verhaltensweisen, auch um einen Nachweis zu haben, wann und wie relevante Punkte in den Jahren nach 2017 aufgetaucht sind.
Für meine Ex habe ich mir damals ein Bild zurecht gebastelt:
Für mich ist sie die unbekannte Person an der Bushaltestelle, die ich höflich aber neutral darum bitte beiseite zu rutschen, damit ich den Fahrplan lesen kann. Funktioniert prima, zumindest bei mir.
Für mich selbst habe ich beschlossen nie mehr einen Menschen so nah an meine Seele heranzulassen wie es damals geschehen ist. Klingt paranoid, ist es wahrscheinlich auch, aber es hilft zumindest mir...
Die einzigen Menschen, die ich noch an mich "ranlasse" sind meine Kinder
a) weil sie mich brauchen
b) weil ich sie brauche
Gruß
C.