Zitat von leskine:
Und wer Ü40 jeden einzelnen Tag vier Eier und fast ein Pfund Rindfleisch isst, arbeitet eben auch konsequent an dem eigenen Schlaganfall.
Was nun?
Das ist schon so ein bißchen die Quintessenz der Situation. Für Dich kann immer nur das eine oder das andere stimmen.
Wenn jemand seine Ernährung umstellt, dann finde ich das bewundernswert und denke auch, daß das ein hilfreicher und selbst-fürsorglicher Schritt ist. Das hält mich aber gleichzeitig nicht davon ab, bei 400gr rotem Fleisch plus vier Eiern täglich zu sagen, daß ich das für deutlich zu viel tierisches Eiweiß halte und sich dies nun mal auf den Cholesterin-Spiegel der meisten auswirkt. vor allem aber kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand wie Du, mit Deiner Neugier aber eben auch Deinen 128 Gefühlen am Tag, auf die alle sofort immer reagiert werden muß, sich nicht irgendwann mit einer solchen Ernährung zu Tode langweilt.
Daß zu viel tierische Eiweiß nicht sinnvoll ist, war meinerseits eher Feststellung. Daß ich das für Dich nicht für sustainable halte, ist sicher Werturteil, von dem Du noch immer entscheiden kannst, ob Du Dich davon nun unbedingt angegriffen fühlen möchtest.
Die Frage, wieso Menschen Substanzen und/oder Ethanol konsumieren, aber bei auch nur dem Hauch einer Andeutung vorübergehend mal ein Medikament zu nehmen, mit völliger Ablehnung reagieren, beschäftigt mich seit Jahren.
Mir erschließt sich die Logik einfach nicht. Ich habe bisher einfach noch keine Begründung zu dem Thema gehört, dich ich nachvollziehbar fand.
Zitat von leskine: Aber auch hier gilt, hey, einfach den anderen ver-urteilen.
Nö, einfach mache ich es mir nicht. Ich nehme mir ja durchaus Zeit hier zu kommentieren.
Ich lege einfach dar, wie Deine Beiträge auf mich wirken und was da dann so bei mir für Gedanken kommen. ZB, daß ich es so empfinde, als würdest Du wieder im Exzess handeln. Manche Deiner Beiträge erscheinen mir manisch und auf mich wirkt das nicht unbedingt passend zu den Diagnosen, die man Dir von Dir beschrieben gestellt hat, aber ich verstehe auch nichts davon.
In jedem Fall benutzt Du oft ein kriegerische Vokabular, so als gäbe es einen Kampf, den man(n) nur gewinnen müsste und der Sieg würde alles verändern. Und so ist halt meiner Auffassung nach das Leben nicht. Für mich ist das Leben 1000 kleine Momente, die ich genießen, meistern oder aushalten darf und eben nicht ein großer Sieg.
Ich weiß nicht, ob das ein Ver-Urteilen ist. Möglich ist das, aber in erster Linie denke ich, daß Du Hilfe brauchst, weil es Dir wirklich nicht gut geht. Und ich hoffe, Du bekommst sie.
Ich glaube außerdem, es ist nicht besonders realistisch, hier zu schreiben und dann nur Beiträge zu wollen, die einem gefallen. Du bist jemand, der schnell in die Du kennst mich doch gar nicht, wie kannst Du so etwas schreiben Strategie verfällt oder dem hinterher dann noch Ergänzungen einfallen. Versuch Dir doch einfach vorzustellen, daß das ja auf alle hier zutrifft, denn Du kennst die anderen auch nicht, und Dich auch nicht jeder angreifen will.
Ich für meinen Teil, nehme mir einfach hin und wieder ein bißchen Zeit und schreibe, wie die Dinge auf mich wirken. Was Du mit diesen Beiträgen machst, hat dann nicht mehr sehr viel mit mir zu tun.