Zitat von Isnogud: Aber jetzt erkenne ich deine Exfreundin in mir und du hast es auf Seite 5 auch schon selbst beschrieben...
Sie versuchte mit dir ihr Vater-Thema zu heilen. Einen emotional-entfernten Mann dazu zu bringen, plötzlich die Bedürfnisse nach Nähe und Aufgehobensein zu erfüllen...
Und die Männer, die wir uns dazu aussuchen strahlen im ersten Moment auch ganz viel Sicherheit und Stabilität aus (sind aber Mogelpackungen, weil innen drin eben auch verunsichert oder zumindest emotional dissonant).
Ich würde mich nicht als Mogelpackung bezeichnen, jedoch weiß ich wie Du es meinst. Und genau das zehrt auch so an meinem Ego. Ich bin noch ganz fertig mit reflektieren halte aber schonmal einiges fest.
Es ist nicht nur der Vater, es geht um etwas anderes. Sie hat es geschrieben, auch in einen Brief an mich. Musste das erst alles sortieren.
Ich gebe wieder was sie mir schrieb;
- sie hatte bis auf eine Ausnahme nur Beziehungen zu Süchtigen
- sie hat den Kampf immer verloren, mit Liebenswertigkeit gegen die Sucht anzukämpfen
- ich schrieb ihr dass die Sucht über Selbstliebe eliminiert werden kann, ihre Antwort darauf war; 'Selbstliebe muss man gelernt haben'
- sie habe auch eine Sucht, die jedoch nicht Selbstzerstörerisch sein, da keine Dro. oder Alk (ich ging da nicht richtig darauf ein, sie antwortete 'egal' und wechselte das Thema
- sie hat eine Maske getragen, immer lächelnd aber innerlich voller Angst, sie hat es beschrieben als läge sie in einem Schützengraben. Meine Direktheit und meine Art, hat ihr die Möglichkeit gegeben diese Maske abzulegen. Aber immer nur kurz.
- sie meinte Anfang 2020, dass sie sich wieder einer Illusion hingegeben hätte (Mogelpackung wie Du es sagst)
Ich fasse für mich zusammen. Sie ist Sexsüchtig. Dazu ein Widder, Körperlichkeit ist ihr Elixir. Es ging ihr weniger um mich, als um den Kampf gegen die Sucht (das empfand ich als fehlende Unterstützung). Meine Distanz war für sie, ein fehlen der 'liebe' zu Ihr, ein präferieren der Sucht. Ihr Angst, verlassen zu werden oder allein zu sein, führte dazu, dass sie immer wieder zurückkam. Auch Ihre fehlende Selbstliebe und Akzeptanz war ein Grund dafür.
Das ist mein Fehler gewesen, denn ich hätte und beide freilassen müssen. Das war mir bewusst, und ich habe sehr darunter gelitten sie traurig zu sehen. Wirklich, das hat mich zusätzlich extrem belastet nur war ich nicht Konsequent genug, sicher auch aufgrund meiner Situation. Doch Liebe habe ich ihr gegenüber wirklich gespürt. Es selten das mir das passiert.
Sie wird auch fürchterlich an dem 6 Entzug gelitten haben, jedoch ist sie daran gewachsen weil sie lernen musste Ausgleich zu finden, über sich, nicht von außen.
Beim schreiben jetzt, kommen mir die Tränen, denn ich spüre imme rnoch diese Verbundenheit zu ihr. Es einfach der falsche Zeitpunkt, ich wusste das, und ich habe meine Prioritäten falsch gesetzt, dadurch sie nicht Gewertschätzt und teilweise wenig respektvoll behandelt. Damit meine ich, dass ich auf meine Art ihr gezeigt habe das sie mir sehr am Herzen liegt, sie als Mensch als Person habe ich nie abgewertet, im Gegenteil, sie konnte durch mich wachsen.
Und genau das finde so ungerecht. Meine Diagnose erhielt ich im Dezember. Das vollständige Gutachen Ende Januar. Da gingen bei mir alle Lichter an und seit arbeite ich kontinuierlich an mir. Es war allerdings zuerst eine Arbeit an meinem Ego.