Vielleicht sind Einige an einem kleinen Update interessiert, dazu ist die Situation immer noch nicht final geklärt und ich darf eventuell noch den ein oder anderen hilfreichen Gedanken hier lesen.
Wir haben am Sonntag schriftlich in großem Umfang Gedanken ausgetauscht und auch lange telefoniert.
Status Quo ist, ganz grob heruntergebrochen: Sie kämpft in Buchstaben und Worten sehr um unsere Beziehung, ich bin immer noch hin- und hergerissen zwischen meinen immer noch vorhandenen Gefühlen für sie und meinem angeschlagenem Vertrauen.
Sie hat die ganze Verschleierung und Geheimniskrämerei als ihren großen Fehler eingestanden.
Ich bin mir aktuell immer noch nicht sicher, wie ich das Ganze schlussendich bewerten soll.
Die ganze Sache hat vielleicht eine Eigendynamik entwickelt, es kann gut sein, das ihr Verhalten eben den Befürchtungen geschuldet war, die sie hatte (ich könnte falsche Schlüsse ziehen, sie konnte mir das ab einem gewissen Zeitpunkt laut ihrer Einschätzung nicht mehr sagen ohne das dies ebenjene in mir hervorrufen würde usw.).
Andererseits kann ich nicht verstehen, das man, auch wenn man unbequeme Reaktionen erwartet, die Abwärtsspirale seiner Beziehung in Kauf nimmt, nur um auf Teufel komm raus weiter die Verschleierungsschiene zu fahren.
Sie hat ja schlussendlich die Geschichte erzählt, allerdings erst nach finaler Eskalation. Das hätte sie in meinen Augen viel eher machne müssen, nämlich als wir die ersten Reibereien wegen dem Thema hatten. Aber gut.
Zitat von Gast2000:
Will sie das denn beibehalten in einer festen Beziehung?
Mit meinem fiktiven Szenario habe ich sie auch konfrontiert, ihre Antwort war, das sie den beiden geholfen hatte, als sie Single war und noch Zeit dafür hatte, und das sie diese Zeit nicht mehr investieren würde, wenn sie in einer festen Beziehung ist.
Zitat von Gast2000:Die Annahme, dass sie solche Chats gelöscht hat kann richtig oder falsch sein. Chats (User) können in
Whatsup leicht versteckt werden und sind nicht mehr sichtbar.
Ich habe sie auch darauf angesprochen, sie sagte, sie kann mir die Chats nicht mehr zeigen, da sie diese gelöscht hat. Einer der beiden "Beholfenen" hat laut ihren Aussagen im September 2018 das letzte Mal geschrieben, der andere im April.
Für sie wären das Situationen gewesen, in denen sie geholfen hat, sie bräuchte dafür keine "Trophäen" oder "Beweise" und ist prinzipiell nicht die große "Aufheberin" von Vergangenem.
Dies muß ich fairerweise bestätigen, sie sammelt so gut wie gar nichts an Erinnerungen, weder Fotos noch sonstigen Kram.
Wenn man sehr mißtrauisch wäre, könnte man nun die ganze Geschichte mit den zwei Hilfsbedürfigen in Frage stellen, andererseits war ihr Handyverhalten wie geschrieben schon am Anfang unserer Beziehung präsent und hat nicht schlagartig eingesetzt. Dazu ist sie in vielerlei Hinsicht etwas unkonventionell.
Zitat von Gast2000:Ihr genereller Fehler war, legt man das als gegeben zugrunde, dies als eigenes Problem anzusehen und nicht
mit Dir darüber offen zu sprechen. Als dann die ersten Verdächtigungen von Dir kamen glaubte sie, ein weiterer Fehler, es nicht mehr zu können ohne falsche Schlüsse, so ihre Befürchtung, in Dir hervorzurufen.
Fraglos hätte sie die unerfreuliche Situation vermeiden können. Ist ihre Aussage wirklich jenseits von dem
was glaubhaft ist und sein kann? Ich denke, nein.
Nein, das ist sie sicherlich nicht. Das ist auch der Grund warum ich die Beziehung noch nicht beendet habe und bis jetzt auf der Suche nach der für mich richtigen Entscheidung bin.
Zitat von Körperklaus:Was für dich und die neue Beziehung relevant ist, das entscheidest du.
Es ist ja deine Beziehung.
Wenn dort bereits Diskrepanz da ist in dieser Ansicht , dann Vorsicht!
Ich sag es dir immer wieder.
Wahre Worte. Man kann natürlich am Anfang einer Beziehung nicht alle Standpunkte und Eigenheiten des Anderen kennen und einschätzen. Die Frage ist, ob sich nach so einer Sache in einem Alter um die 40 gewisse Wesenszüge wie zum Beispiel Ausgrenzung des Partners (aus welchem Grund auch immer) noch zum Positiven entwickeln können oder ob man bei der nächsten Situation doch nicht mit erlernten Verhaltensmustern brechen kann.
Es ist gerade extrem schwierig, meinen Kopf zu ordnen.
Ich neige eigentlich nicht zu solchen Extremen, aber wenn ich nachts wieder einmal wach liege, weiß ich manchmal nicht, ob ein Ende der Beziehung entweder das Ende der größten Verarsche meines Lebens oder das Wegschmeißen meines größten Beziehungsglücks (ausgenommen die hier angesprochene Sache) wäre.
Naja mal sehen, wir sind gerade am Aufarbeiten.