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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

N
Zitat von Dudo:
sie hat ihn nicht gebeten, sondern es ihm vor den Latz geknallt, als er sich wegen einem Job Vorstellen wollte, ohne Zetiangabe und gemeint er können keinen Job jetzt Annehmen.

Jules hat es anders beschrieben.
Sie hat gebucht und ihn darüber informiert. Das kann man "vor den Latz knallen" nennen. Aber mein Ex fragt mich auch nicht, ob und wann er Urlaub buchen darf. Im besten Fall spricht er vorab die Umgangszeiten mit mir ab. Im Regelfall informiert er mich nur, wann er das Kind nehmen kann/möchte. Wenn er allein in Urlaub fährt, erfahre ich davon gar nicht.

Und Jules wollte sich nicht wegen eines Jobs vorstellen. Er hat selbst geschrieben, dass ihm dieser angeboten wurde und er am 1.4. dort anfangen wollte. Und er das als Grund angegeben hat, dass seine Ex danach nicht ohne Kinder in Urlaub fahren kann. Aber da er den Job jetzt (zumindest nach letzter Information von ihm) doch nicht zum 1.4. annimmt, was er vor dem Gerichtstermin entschieden hatte, fällt dieser Grund ja weg.
Bleibt also einzige von ihm genannte Gründe: Er findet, dass die Kinder die zwei Wochen Trennung am Stück von der Mutter nicht verkraften. Und er findet, dass sie ihr Geld nicht für Urlaubsreisen ausgeben sollte.

Da wenige zweiwöchige Urlaube 300 Euro kosten, kann man vermuten, dass der neue Freund der Ex den Urlaub bezahlt.

Dass Jules den Job nicht annehmen konnte, weil seine Ex in Urlaub fährt oder die Betreuung der Kinder nicht für ihn übernimmt, habe ich hier nirgends gelesen.




Zitat von Dudo:
also wenn sie will muss er parat stehen, sonst geht ohne JA und Gericht nichts wegen der Kinder

Bei Kontaktverbot geht generell nur über Dritte etwas wegen der Kinder. Hier ging es über das JA und dauerte zwei Tage und drei Telefonate lang.
Dass das einstweilige Gerichtsverfahren sich nicht nur zur Wohnungszuweisung verhielt sondern dabei auch von Jules ein Antrag auf das ABR gestellt wurde, hat Jules am 11.3. geschrieben.
Jetzt hat er 70% Umgang statt des ABR? Und die Wohnung bleibt der Ex zugewiesen, weil Jules wegen der anstehenden Eigenbedarfskündigung kein Interesse mehr hat, was finanziell aus seiner Sicht ja auch günstig für ihn ist.

Und was das "parat stehen" angeht, sind doch Jules und seine Ex noch nicht im Trennungsmodus angekommen. Sie sollte für seinen Job die Betreuung übernehmen, dann wieder nicht. Er sollte für ihren Urlaub die Betreuung übernehmen, jetzt muss sie es selbst übernehmen.
Sie kann während der zwei Wochen für ihre 30% natürlich die Kinder auch durch Verwandte betreuen lassen. Nicht ideal, aber durchaus möglich. An denen aber Jules kein gutes Haar lässt. Er hätte in den Streitphasen mit seiner Ex vermutlich seine Verwandten auch schon bitten können, die Kinder zu betreuen, hat das aber auch nicht.
Jules und seine Ex haben in der Vergangenheit den anderen aufgefordert, sich mehr um die Kinder zu kümmern und haben es als positiv gewertet, wenn und als der andere mehr für die Kinder da war und mehr im Haushalt gemacht hat. Jetzt sieht es so aus, als wollten vielleicht beide, zumindest aber Jules, das Residenzmodell bei sich. Um Unterhalt kann es da nicht gehen, weil ja beide ein Mangelfall sind und sich jetzt durch den Vergleich/Beschluss am 20.3. gegenseitig an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, die aus dem Mangelfall herausführt, gehindert haben (Jules aufgrund des hohen Betreuungsanteils und seine Ex, weil sie wegen ihres Betreuungsanteils wohl vor Ort bleiben muss - es sei denn, die 30% beschränken sich auf die Wochenenden).

Es wäre halt mal wichtig zu wissen, ob da am 20.3. wirklich ein Beschluss des Richters zu den beschriebenen Fakten gefallen ist oder ob Jules und seine Ex sich auf einen Vergleich geeinigt haben.

In beiden Fällen wäre aber eine Einigung immer noch möglich, wenn die denn gewollt ist.


Zitat von Ameise_78:
Nur: dieses Anzweifeln darf ebenso bezweifelt werden, da die zweifelnden User ja auch nicht live dabei waren und keinerlei Beweise für ihre Theorien haben.


Ich nehme (bis auf die Vermutung, warum die Schreckschussmunition zu einem Problem für Jules wurde) sämtliche Informationen und Fakten ausschließlich aus Jules Postings. Und sollte ich mich da irren und etwas falsch in Erinnerung haben, korrigiert das gerne.

Aber @Dudo lies die Situation vor dem Gewaltschutzantrag von Jules Ex gerne nochmal nach. Der kam nicht aus heiterem Himmel. Die zwei Tage davor gab es einen "stand off" zwischen Jules und seiner Ex. Er hatte die Woche zuvor noch die Reifen für sie aufgezogen, kurz vor der Wegfahrt aber einen Streit mit der Ex wegen des Umzugs in die Großstadt, den Jules kurz vorher abgeblasen und die Ex daraufhin die Suizidankündigungen gemacht hat, die Jules aufgenommen hat, um sie Behörden vorzuspielen.

Er beschreibt, was danach passierte, selbst so:
"Vor zwei Tagen musste ich nachdem meine NF ja diese extrem präzisen Suizidpläne geäußert hat mal weg um wieder einigermaßen klar zu werden.

Sie schrieb mir schon kurz nachdem ich weg war, das das jetzt solle. Ich habe darauf nicht reagiert.
Drei Stunden später schrieb sie auf einmal etwas komplett anderes und unerwartetes. Sie schrieb nur ‚Du hast gewonnen, komm bitte nach Hause‘. Ich habe dann nur ganz trocken gefragt was sie damit meint aber sie ging nicht darauf ein und schrieb wieder nur, dass ich gewonnen hätte. Ich konnte dann aber noch nicht zurück fahren. Ich habe im Auto geschlafen.
Am nächsten Morgen schrieb sie nur, dass ich dich bitte nach Hause kommen soll.


Das habe ich dann gemacht, auch wenn ich mir die ganze Zeit dachte, dass sie das nur machen würde, um zu der Freundin nach Freiburg zu fahren. Ich Idiot habe mich aber wieder belullen lassen und bin nach Hause.
Da wartete sie dann mit Schuhen an, fast leeren Kleiderschrank, den sie schon in ihr Auto geladen hat und gab mir dann einen Kuss auf die Stirn und sagte ‚das war das letzte Mal, dass du mir weh getan hast und im Wohnzimmer liegt ein Brief.‘
In diesem Brief stand da nur drin, dass so von Freitag bis Dienstag die Kinder in meine Obhut gibt. Es war sehr juristisch formuliert und ich meine, sie hätte noch gesagt, dass sie mit ihrer Anwältin das abgeklärt hat."


Am 7.3., nachdem seine Ex weggefahren war, schrieb Jules:
"Und obwohl sie nur bis zum Dienstag ‚offiziell‘ wegbleiben will, so hat sie fast ihren ganzen Kleiderschrank mitgenommen. Dann will sie unbedingt am Dienstag die Kinder von Schule / Kita abholen. Nicht, dass sie dann direkt mit gemachten Taschen und den Kindern weg will. Hier muss ich einfach vorbereitet sein."

Was an dieser Situation ist denn "noch alles in Ordnung"?
Beide haben sich tagelang emotional erpresst und danach haben beide juristisch und behördlich aufgerüstet.

Und zu dem Next schreibt Jules am 10.3.: "Nein, der Bademantel-Typ war es am Ende nicht. Ein anderer, den sie die ganze Zeit über geheim gehalten hat."
Wo nehmt ihr da denn jetzt einen Hinweis auf eine psychische oder auch nur psychosomatische Erkrankung des Next her?

Mir wird hier "Interpretation" vorgeworfen, dabei habe ich einfach ein gutes Erinnerungsvermögen und kann ganz gut zwischen dem, was Jules als Fakten benennt und dem, was er als Vermutung oder Bewertung beschreibt, unterscheiden.

Er dachte, dass die Ex ihm die Kinder wegnehmen will. Dass sie das selbst so gesagt hat, habe ich nirgends von ihm gelesen.

An entscheidenden Stellen schweigt Jules zu den Fakten halt auch ziemlich laut. Das füllt ihr dann mit Annahmen zu seinen Gunsten. Und zu Ungunsten seiner Ex und des Next. Und das bringt Jules außer Seelenmassage gar nichts.

Wenn jetzt z.B. beide Eilanträge von Jules am 20.3. abgewiesen worden wären, wenn die beiden sich nicht auf ein Umgangsmodell geeinigt hätten und Jules seine Anträge zurückgezogen hätte, macht es wenig Sinn, ihm zu diesem Anwalt und Erfolg zu gratulieren und ihn zu einem Hauptsacheverfahren zu beraten.

x 1 #1891


J
Guten Morgen ihr Lieben. Es ist derzeit sehr viel Bewegung und sehr viel Stress in dieser ganzen Situation. Daher kann ich derzeit nicht ausführlich auf eure Nachrichten eingehen.
Heute hole ich die Kinder für die nächsten 5 Tage.

x 6 #1892


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

x 3


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Aber mein Ex fragt mich auch nicht, ob und wann er Urlaub buchen darf. Im besten Fall spricht er vorab die Umgangszeiten mit mir ab. Im Regelfall informiert er mich nur, wann er das Kind nehmen kann/möchte. Wenn er allein in Urlaub fährt, erfahre ich davon gar nicht.

Ich finde dass man eure Situation (lange getrennt, nicht zusammen wohnend) nicht mit der von Jules vergleichen kann (Trennung frisch, zusammen wohnend bis zum Polizeieinsatz, Jules hatte sich bemüht wieder zu arbeiten, sie wollte ihre Freiheit haben, Interessenskonflikt auch bei der Finanzierung des Familienlebens - der eine denkt an die Kinder, der andere an sich).

x 4 #1893


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Da wenige zweiwöchige Urlaube 300 Euro kosten, kann man vermuten, dass der neue Freund der Ex den Urlaub bezahlt.

Und ich habe irgendwo gelesen, dass sie ihr Einkommen nicht mehr mit Familie teilen möchte, sondern den größten Teil für sich behält. Stand vor Polizeieinsatz - sie hatte nicht nur 300 Euro zur freien Verfügung. Vielleicht etwas differenzierter hinschauen? Auch habe ich gelesen, dass nicht alle Urlaube in Summe 300 Euro kosten, sondern nur einer. Dazu sollte doch jeder wissen, dass die Kosten für ein Hotel nicht alles ist, was man im Urlaub an Geld ausgibt. Dann das Auto mit den kaputten Reifen….

x 3 #1894


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Dass Jules den Job nicht annehmen konnte, weil seine Ex in Urlaub fährt oder die Betreuung der Kinder nicht für ihn übernimmt, habe ich hier nirgends gelesen.

Ich habe seine Erklärung dafür tatsächlich gelesen.

x 2 #1895


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
kurz vor der Wegfahrt aber einen Streit mit der Ex wegen des Umzugs in die Großstadt, den Jules kurz vorher abgeblasen

Echt? Ich dachte das kam nach dem Gespräch mit der Familienhilfe (oder anderen Beraterin), die den Umzug kritisch sah für die Kinder. Danach hat Jules es überdacht und somit den Plan mit dem neuen Job und dem Umzug (erst er, dann Ex samt Kinder) über Bord geworfen. So habe ich es in Erinnerung.

x 2 #1896


D
Zitat von Nalf:
Sie hat gebucht und ihn darüber informiert. Das kann man "vor den Latz knallen" nennen.

normal spricht man sich ab und Bucht dann erst.

das Verhalten das sie an den Tag legt sehe ich bei meinem Nachbarn tagtäglich, aus einem 50:50 hat sie ein 80:20 gemacht zu seinen Ungunsten wo sich die Kinder tagtäglich nach der Schule bis Abends bei ihm aufhalten und bei ihr nur Schlafen, sogar in ihrem Urlaub mit den Kindern sind sie mindest eine Woche bei ihm geparkt, dreht ihre AZ nach belieben ohne Rücksprache, so das er bei einer Dreierschicht nur noch Stundenweise zum Schlafen kommt, kassiert Unterhalt, aber wenn die Kinder neue Kleidung benötigen hat sie keine Kohle, die für Handy, ihre Kleridung und Halli Galli am WE drauf geht, wo sie die Kinder an ihren WE bei Freunden, oder seiner Mutter parkt, also wieder bei ihm.
diese Woche hat er den Antrag auf ABR bei ihm gestellt, weil er die Schnauze so was von Gestrichen voll hat

x 1 #1897


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Und zu dem Next schreibt Jules am 10.3.: "Nein, der Bademantel-Typ war es am Ende nicht. Ein anderer, den sie die ganze Zeit über geheim gehalten hat."
Wo nehmt ihr da denn jetzt einen Hinweis auf eine psychische oder auch nur psychosomatische Erkrankung des Next her?

Tja, ganz am Anfang schrieb Jules von dem Typen, der seine Ex angesprochen hatte, von wegen er wüsste, was ihr passiert wäre. Und dieser Typ ist es. Du findest also solche Ansprache zu fremden Menschen ganz normal?

x 2 #1898


T
Zitat von alleswirdbesser:
Und ich habe irgendwo gelesen, dass sie ihr Einkommen nicht mehr mit Familie teilen möchte, sondern den größten Teil für sich behält.

Lol, war bei mir genauso. Ihr Einkommen ging auf ihr Privatkonto, meines auf das gemeinsame Konto.
Wenn ich dann höre, was Eulenspiegel über die pauschale Gerechtigkeit so zum Besten gibt, kann ich nur noch milde lächeln.
Für mich sollte es keine Unterschiede geben, wer falsch spielt, sollte auch die Konsequenzen tragen, egal ob Mann oder Frau und das in der selben Härte des Gesetzes. Daran mangelt es meiner Meinung nach aber noch gehörig.

x 2 #1899


Stella31
Zitat von Dudo:
das Verhalten das sie an den Tag legt sehe ich bei meinem Nachbarn tagtäglich

Und von deinem Nachbarn leitest du dann 1:1 das Verhalten der Ex des TE ab?

x 1 #1900


Stella31
Hey @Jules189
Verschreckt dich die Diskussion hier?
Möchtest du vielleicht ein Update geben?

#1901


GreenTara
@stella3, vielleicht hast du es übersehen;
Jules hat sich heute bereits gemeldet:#1892LG

x 1 #1902


N
Zitat von Tempest:
Lol, war bei mir genauso. Ihr Einkommen ging auf ihr Privatkonto, meines auf das gemeinsame Konto.

Wenn nach einer Trennung Dein Geld noch auf ein gemeinsames Konto geht, ist das der Partnerin anzulasten?

Zitat von alleswirdbesser:
Tja, ganz am Anfang schrieb Jules von dem Typen, der seine Ex angesprochen hatte, von wegen er wüsste, was ihr passiert wäre. Und dieser Typ ist es. Du findest also solche Ansprache zu fremden Menschen ganz normal?

Er schrieb, dass es einen angeblich gleichgeschlechtlichen Typen im Bademantel in der Reha gab, der es nicht ist. Und einen anderen Mann, den seine Ex "die ganze Zeit verheimlicht" hat.
Wieso interpretierst Du diese Aussagen von Jules derart um, dass da jetzt ein zweiter, psychisch kranker Mann heraus kommt, der zufällig zeitgleich in der Reha war und nun doch nicht verheimlicht wurde, sondern von ihr als "hat sie auf ihre Vergangenheit angesprochen" gegenüber Jules erwähnt wurde?

Wie wahrscheinlich ist es, mit seinem heimlichen Lover zeitgleich Rehaplätze zu bekommen?
Oder zwei Männer in der Reha kennen zu lernen, von dem einen Frau ein Bademantelfoto macht, während sie mit dem anderen eine neue Liebschaft hat?

Zitat von Dudo:
normal spricht man sich ab und Bucht dann erst.

Ja, aber dass bei denen schon lange nichts normal ist, fällt Dir auch auf, oder?
Schön wäre gewesen, wenn sie ihn vorher gefragt hätte.
Aber schön wäre genauso gewesen, wenn er die Suizidgespräche nicht zum Anlass genommen hätte, "erstmal weg" zu sein, sie mit den Kindern allein und ohne Nachricht, wann er denn wieder kommt, zu lassen, und dann nur deshalb wiederzukommen, weil er hoffte, dass sie dann doch nicht wegfährt.

Du siehst ihre Ungereimtheiten ganz klar und übersiehst seine Ungereimtheiten und Manipulationsversuche völlig.

Zitat von Dudo:
das Verhalten das sie an den Tag legt sehe ich bei meinem Nachbarn tagtäglich

Und das ist halt pure Projektion.
Die Ex von Jules ist weder wie Deine Ex noch wie die Ex des Nachbarn. Du willst da ein Muster sehen, das Du bei "solchen Frauen" vermutest. Jetzt entscheide Dich doch mal: Will Jules Ex ihm jetzt die Kinder entfremden, weil Deine Ex das gemacht hat? Oder will sie ihm die Kinder aufs Auge drücken, weil das die Ex vom Nachbarn so macht?
Beides geht nämlich nicht!

Zitat von alleswirdbesser:
Echt? Ich dachte das kam nach dem Gespräch mit der Familienhilfe (oder anderen Beraterin), die den Umzug kritisch sah für die Kinder. Danach hat Jules es überdacht und somit den Plan mit dem neuen Job und dem Umzug (erst er, dann Ex samt Kinder) über Bord geworfen. So habe ich es in Erinnerung.

Lies es nach.
Bei der Erziehungsberatung hat die Ex den bislang von beiden besprochenen Plan mitgeteilt (Jules zieht zum Job, Ex mit Kindern kommt zum Schuljahreswechsel hinterher). Dabei hat die Erziehungsberatung laut Jules Bedenken angemeldet, was ein erneuter Umzug für die Kinder bedeutet. Da hat Jules noch nichts gesagt. Erst als er am gleichen und dem Folgetag den Verdacht hegte, dass ein anderer Mann in der Großstadt wohnt und die Ex deshalb dort hinziehen will, hat Jules das Kinderargument übernommen und behauptet, von der Ex bislang belabert worden zu sein und den Kindern das Umfeld erhalten zu wollen. Obwohl sein Job in der Großstadt ist.

Beides passt nicht.
Sie hat (vermutlich) emotionale (Lover und Familie) und finanzielle (mehr Jobmöglichkeiten) Gründe, in die Großstadt zu ziehen und wartet aus Rücksicht auf den Sohn bis zum Sommer.
Jules hat finanzielle Gründe (Job) aber seine Familie und Freunde am Wohnort und hat die Auswirkungen auf die Kinder nicht bedacht, bis die Familienberatung darauf hinwies?

Zitat von Jules189:
Heute hole ich die Kinder für die nächsten 5 Tage.

Heute ist Donnerstag. Also ist eure Verteilung mit 70/30, dass Du jetzt 5 Tage hast, dann die Ex 2 Tage? Mit dem Donnerstag als Wechseltag und jedem Wochenende bei Dir? Dann könnte sie eine 3-4-Tage Woche voll arbeiten, sobald sie wieder stabil ist, aber nicht umziehen, da sie ja Dienstagmittag bis Donnerstagmorgen in eurer Stadt sein muss. Und Du hast die Kinder immer von Donnerstag bis Montag und kannst auch nur einen 3-Tage-Woche Vollzeit arbeiten? Oder roliert euer System durch die Wochentage?

An Stelle Deiner Ex würde ich gegen diese Regelung nochmal gerichtlich angehen, wenn das formell möglich ist, weil das in ihrer Situation maximale Belastung und Einschränkung inklusive Unterhaltspflicht und wenig Betreuungsanteil ist.

Stabilität kommt erst rein, wenn die Interessen beider Elternteile neben denen der Kinder berücksichtigt werden.

Zitat von alleswirdbesser:
Und ich habe irgendwo gelesen, dass sie ihr Einkommen nicht mehr mit Familie teilen möchte, sondern den größten Teil für sich behält.

Sie hatte bislang 1.200 Krankengeld und Jules 1.800 und sie mussten trotz Kindergeld (518 Euro) aufstocken.

Sie hat vor der Trennung 800-1000 Euro an das gemeinsame oder Jules Konto überwiesen und 200-500 Euro für sich behalten.
Wie Jules mit "seinem" Geld umgegangen ist, hat er bislang nicht geschrieben. Es wurde nur ins Portemonnaie der Ex geschaut.

In der Reha hat er ihr noch zugesagt, dass er ihr genug Geld gibt, damit sie 3 Monate als Nachmieterin der Wohnung einer Freundin in die Großstadt ziehen kann. Als sie zu Hause war, war davon keine Rede mehr.
Schon da hatte ich nachgefragt, wie Jules das eigentlich darstellen will.

Sie war auch nur 2,5 Wochen zu Hause und hat da zum ersten Mal seit der Trennung nicht die 800-1000 Euro von ihrem Krankengeld überwiesen. Das hätte Jules aber gebraucht, um die 1.450 Euro Miete zu überweisen. Mit nur 2.360 Euro auf dem Konto passt das nicht. Das Problem hat sich für ihn in dem Moment gelöst als er der Wohnung verwiesen wurde. Jetzt passt es wieder.

Tatsächlich macht seine Ex jetzt mit 1.200 Krankengeld und 1.450 Euro Miete für mindestens 3 Monate Schulden oder wird von ihrer Familie unterstützt oder Next zeigt sich spendabel.

Der Selbstbehalt für den Trennungsunterhalt liegt bei rund 1.600 Euro. Hätten sie das 50/50-Modell oder das Residenzmodell bei seiner Ex gemacht, hätte Jules ihr rund 100 Euro Trennungsunterhalt und auch Kindesunterhalt(-sausgleich) zahlen müssen und wäre mit dem Selbstbehalt in der Privatinsolvenz runtergestuft worden und hätte nur noch 1.600-1.700 Euro gehabt.

Mit 70% Betreuung bei ihm zahlt er jetzt keinen Unterhalt und muss nichts an seine Gläubiger abgeben. Dafür erhält er für die Kinder das Kindergeld und den Unterhalt von der Ex, vermutlich um die 300 Euro und ist auch noch die zu teure Wohnung los.

2.660 Euro statt 1.600 Euro Selbstbehalt, eine geringere Arbeitspflicht nach Ende des Krankengelds und keine 1.450 Euro Miete mehr. Finanziell hat sich die Trennung seiner Ex für Jules gelohnt.

Zitat von alleswirdbesser:
Stand vor Polizeieinsatz - sie hatte nicht nur 300 Euro zur freien Verfügung. Vielleicht etwas differenzierter hinschauen?

Sie hatte 1.200 Euro zur Verfügung und wird davon jetzt je nach Bereinigung 160 bis 780 Euro für die Kinder an Jules abgeben müssen. Jules kommt um den Trennungsunterhalt UND um die Mietzahlung herum, weil er die 70% und die Wohnungsverweisung hat.
Der Hausrat scheint insgesamt eher veraltet zu sein.
Und das Schöne: Im Gegensatz zu Geld aus einem Job ist der Unterhalt von der Ex für die Kids nicht für seine Gläubiger pfändbar.

Sich auf die 300 Euro für Urlaub zu versteifen und dabei das Big Picture aus den Augen zu lassen, finde ich nicht differenziert genug.

Hätte sie ihre 300 Euro für eine Therapie oder Reifen ausgegeben, hätte keiner was gesagt, weil ihr das für sinnvoll haltet.
Jetzt wird sie mit 1.200 Euro sogar zu einer wesentlichen, weil unpfändbaren, Einkommensquelle für Jules. Und alles nur, weil er ihre Suizidankündigung rechtzeitig aufgenommen, keinen RTW gerufen und die Aufnahme beim Jugendamt abgespielt hat. Das nenne ich Glück im Unglück.

Alles soweit gut gelaufen für Jules und die Kinder. Nur dass die 70/30-Regelung seine Ex jetzt wieder am Leben und Arbeiten in der Großstadt hindert. Da muss die Familie dann hoffen, dass wenigstens Next genug Geld hat, um Jules Familie querzusubventionieren. Ansonsten wird die nächsten Jahre um die Kinder gerangelt und die Schreckschusswaffenmunition wird nicht das letzte gewesen sein, was aus dem Schrank gekramt wird.

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Stella31
Zitat von GreenTara:
stella3, vielleicht hast du es übersehen;
Jules hat sich heute bereits gemeldet

Hab ich tatsächlich übersehen. Danke

x 1 #1904


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Wieso interpretierst Du diese Aussagen von Jules derart um, dass da jetzt ein zweiter, psychisch kranker Mann heraus kommt, der zufällig zeitgleich in der Reha war und nun doch nicht verheimlicht wurde, sondern von ihr als "hat sie auf ihre Vergangenheit angesprochen" gegenüber Jules erwähnt wurde?

Ich dachte du hättest ein gutes Gedächtnis? Aber ich habe keine Lust nach Zitaten zu suchen.

#1905


A


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