Achtung, Quasselstrippe im Anmarsch...
Nochmal eine kurze Zusammenfassung, Treffen zwischen Schwiegervater/NM/Tante und mir letzte Woche:
NM sieht mich als kleine, schwache, arme und einsame Gegnerin an, er ist der alleinige Bestimmer und es wird alles so laufen, wie er es geplant und vorbereitet hat. Ich habe aber nicht in dieses Konzept gepasst, weil ich stark gewirkt (geschauspielert) habe und meine eigenen Interessen vertreten habe. Das machte NM wütend und er hat widerrum sehr emotional und unsachlich reagiert.
Ich ahnte also, dass er bei unserem erneuten Treffen, das gestern stattfand, besser vorbereitet sein wird. Aber ich hatte nicht ansatzweise eine Ahnung, was hier auf mich zukommen wird...
Da wir das gemeinsame Sorgerecht haben, kann er rein rechtlich nicht allein bestimmen, wie das Umgangsrecht aussehen wird.
Also brauchte er einen neuen Plan, wie er das umgehen kann. Und den hat er gemeinsam mit seiner Familie geschmiedet. Vergesst alles, was ich über meinen Schwiegervater erzählt habe, der hat gestern auch voll gegen mich geschossen.
Der Plan lautet Psychoterror. Mich so lange (mit allen vertraulichen Informationen, die sie über mich haben) fertig machen, bis ich aufgebe und das Sorgerecht für meinen Sohn freiwillig an ihn abtrete.
Sie entziehen mir alle Hilfe ihrerseits, das bedeutet zeitlich und auch finanziell. Wenn ich aus beruflichen Gründen meinen Sohn (in der Woche, die ich ihn habe, wenn Wechselmodell) nicht selbst aus dem Kindergarten abholen kann, werden die das auch nicht tun. Sie verweigern jegliche Absprache und Kontakt mit mir. In der Woche, in der mein Sohn bei mir ist, bin ich komplett auf mich allein gestellt. Finanziell wird er nur das allernötigste zahlen und es ansonsten auf Klagen meinerseits ankommen lassen. So wollen sie mich psychisch zermürben.
Ich weiß, das liest sich völlig behämmert. Das glaubt mir kein Mensch, der nicht dabei war. Zum Glück hatte ich meine Tante als Zeugin, die auch völlig aus den Socken gekippt ist.
NM unterstellte mir (mit unvorstellbarer Arroganz und Hass), dass es meinem Sohn in unserer gemeinsamen Wohnung nicht gut gehen würde, weil er dort an die ehemalige, heile Familie erinnert würde (böse Mutti, das tut dem Kind nicht gut, wenn du in der Wohnung bleibst). Außerdem könne ich die große Wohnung allein nicht finanzieren (dann hast du kein Geld mehr um dem Kind etwas bieten zu können). Außerdem könne ich meinen Sohn selbst nicht aus dem Kindergarten abholen, weil meine Arbeitszeiten das nicht zulassen. Eine Familie, die mich beim Abholen des Kindes unterstützt, hätte ich nicht. Er schon. Und ich wäre psychisch nicht in der Lage eine gute Mutter zu sein. Ich wäre ein einsames, armes Würstchen, das jetzt (aufgrund von Zeit- und Geldmangel) durchdreht und dann das Kind grün und blau schlägt. Deswegen holt er das Kind am besten zu sich und ich darf ihn nur am WE holen.
Ich sagte ihm zwar, dass es nicht sein Problem ist, wie ich die Wohnung finanziere, aber das spielte keine Rolle. Deren Plan ist es, mir die Zeit mit dem Kind so schwer wie möglich machen, damit ich richtig Stress und Druck habe. In der Hoffnung, dass dieser Stress (im Zusammenhang noch mit meinen Erkrankungen) mich zum zusammenbrechen bringt, er dann beweisen kann, dass ich keine gute Mutter bin und er so an das Sorgerecht herankommt.
Er wollte mich mit Worten verletzen, darauf war er richtig vorbereitet. Und er hat es geschafft. Richtig tief rein, es tut gerade so weh, ich könnte schreien. Mich fertig zu machen, hat ihm große Freude bereitet. Diese Menschen waren bis vor 3 Wochen noch meine Familie, ich bin rein menschlich so unendlich enttäuscht von denen. Mein Schwiegervater sagte dann, dass unser Sohn bei ihm zur Zeit an einem sicheren Ort wäre. Als wäre ich fürs Kind nicht sicher.
Wenn die Schwiegerfamilie zu mir keinerlei Kontakt mehr haben will, wie sollen wir dann Geburtstage, Schulanfang, Jugendweihe feiern? Also mal rein sachlich: Klar, ich bin traurig und wütend über deren Verhalten mir gegenüber. Aber das Kind kann doch nichts dafür! Die versuchen gerade mich fertig zu machen über das Kind!
Er sagte mir das ganze Gespräch über, dass ich allein, ohne ihn oder seine Familie zeitlich und finanziell nichts organisieren kann, dass ich die große Wohnung und damit auch das Kind nicht stemmen kann und dass ich auch psychisch nicht in der Lage wäre das alles hier jetzt auszuhalten. Und deshalb soll ich ihm das Sorgerecht doch lieber gleich überlassen.
Und ich sage euch, dieser Psycho-Plan funktioniert am Ende auch noch... Er hat gestern so oft gesagt, dass ich das alles nicht schaffen werde, dass ich das mittlerweile wirklich glaube...
Hat jemand hier ähnliche Erfahrungen? Also dass sich ein Expartner so benimmt?
Er ist fest in seiner Gedankenwelt davon überzeugt, dass er das Opfer ist und wegen mir die Ehe nicht gehalten hat (sagte er so), deshalb will er mir "auf Teufel komm raus" jetzt schaden, indem er mir das Kind wegnimmt.
Und bevor ihr jetzt mit rationalen Tipps kommt: Ja, Jugendamt, Anwälte usw. sind eingeschaltet. Ich brauche jetzt mal emotionale Hilfe, wenn ihr irgendwie versteht was ich meine...
