Zitat von -MeMyselfAndI-:Ich sagte ihm, dass er sich niemals zwischen Mama und Papa entscheiden muss, wir sind immer beide für ihn da, auch wenn wir nicht mehr zusammen wohnen.
@MeMyselfAndI
Hallo,
nun habe ich mich durch den inzwischen auf 6 Seiten angewachsenen Thread von Dir durchgelesen.
Eine sehr berührende Geschichte! Sie geht mir nahe, weil ich es umgekehrt ähnlich durchlebt habe.
Als Erstes möchte ich Dir gratulieren wie Du auf Euer Kind eingewirkt hast.
So in der inneren Not reagieren zu können auf das Kind ist eine unglaubliche Stärke!
Als These stelle ich auf, das Dein NM viele Merkmale eines klassischen Narzissten aufweist. Ja, mit Diagnosen sollte man vorsichtig sein, aber sie erklären auch einiges.
Du dagegen könntest, das wäre These II, zu denjenigen Menschen gehören die eine gewisse Hochsensiblität haben. Die Neigung zu Depressionen ist nicht unbedingt ein Zeichen von Schwäche sondern könnte, richtig gedeutet, auch ein Zeichen von Stärke sein.
Die Paarung wäre demnach suboptimal, um nicht zu sagen von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Wie ich Deiner Geschichte entnehme bist Du zusammen gebrochen, warst in der Psychiatrie, bist dort wieder raus und bemühst Dich nun um Therapie. Du kümmerst Dich um Dich und stellst dar, das Du Dich um Euer Kind kümmern willst. Und offenbar schlägst Du dabei jetzt die richtigen Wege ein und beweist damit -bei aller Sensibilität- eine Stärke.
Leider ist es so oft so, das Kinder zum Spielball aller Intrigen und Frustrationen werden. Das schadet ihnen und sollte vermieden werden.
So lange Du Dir sicher bist, das Du ein Wechselmodell in der zukünftigen Betreuung Eures Kindes anstrebst wäre eine elterliche Vereinbarung vielleicht das Geschickteste. Eine Trennungsvereinbarung.
Ob die Phalanx aus JA, Mediatoren, Psychologen, Anwälte usw. letztlich wirklich helfen können lasse ich mal dahin gestellt. Wir dürfen nicht vergessen, das die alle damit Geld verdienen wollen und das auch tun. Letztlich machen sie alle nur ihren Job, und sehr häufig schreibt der eine nur von dem anderen ab. Die Beweislage ist auch immer schwierig und RichterInnen sind häufig überfordert, die Gerichte zudem chronisch überlastet.
Auf jeden Fall sind psychische Labilitäten kein Hinderungsgrund dafür, ein Kind zu versorgen. Dann müssten die Kinderheime völlig überfüllt sein und an jeder Straßenecke neue gebaut werden!
Im Vordergrund aller Streitigkeiten sollte immer das stehen, was für das Kind am Besten ist. Es ist SEIN Recht an beiden Eltern.
Ich persönlich glaube inzwischen nicht mehr, das ein Wechselmodell für Kinder das Beste ist.
Es setzt ein stabiles Einvernehmen beider Elternteile voraus und das scheint bei Euch nicht so zu sein.
Ich möchte Dir Mut machen Dich abzugrenzen von den Attacken Deines NM, die ich grausam finde. Auch dem Kind gegenüber! Versucht, eine solche Trennungsvereinbarung mit einem neutralen Berater/in hin zu bekommen. Nicht Tante oder Schwiegervater. Die Beratungt gehört in professionelle Hände! Gelingt das nicht, brauchst Du einen sehr guten Anwalt.
Das Sorgerecht wird Dir niemand weg nehmen.
Alles Gute