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Vom Opfer zum Täter?

S
Zitat von PapaEmeritus:
arbeiten die Eigenschaften, die eigentlich dazu gedacht sind, positive Beziehungen zu schützen, gegen uns

Ja, ich weiß, besonders das Mitgefühl wird oft benutzt.

#46


A
@PapaEmeritus Da bin ich bei dir. Nur würde ich mal in starken Zweifel ziehen, dass er überhaupt so ein Opfer war, als das er sich darstellt. Bei Morbus Olser hat man eine normale Lebenserwartung, es ist sehr zweifelhaft, dass ein Mann Mitte 30 permanent nur an gewalttätige Frauen gerät etc. Viel wahrscheinlicher ist, dass er diese Opferhaltung als Machtinstrument benützt, damit sie sich ihm „aus Mitleid“ unterordnet. Und davon nicht mal die Hälfte wahr ist. Was ja auch wunderbar zu funktionieren scheint.

x 3 #47


A


Vom Opfer zum Täter?

x 3


S
Zitat von Arnika:
Aber in so einem massiven Ausmaß, mit Eskalationen, wie man sie selbst auf der geschlossenen Psychiatrie nur selten findet?

Ich sehe das auch so und mache mir Sorgen.

x 1 #48


V
Zitat von Arnika:
Was mir noch auffällt, nachdem ich den Beitrag ein 2. Mal gelesen habe: Du nimmst ihn als unterwürfig war, dabei bist du doch diejenige, die sich wiederholt wegen Nichts stundenlang beschimpfen lässt - und dackelst dann wieder an. Er führt dich mit seinen permanenten Suizid-Drohungen am Nasenring durch die Manege, ...

Ich habe ihn zu Beginn wirklich als wahnsinnig unterwürfig erlebt, selbst von der Ausstrahlung und ich hab die story so geglaubt mit den Exen. Dachte, der Arme, die haben seine Unterwürfigkeit ausgenutzt. Er meinte einmal auch, er habe sogar Angst, dass die Ex seinen Schlüssel kopiert hat und die eines Tages vor der Tür steht.
Das sei eine schlimme sizilianische Familie gewesen und selbst der Vater und Onkel haben ihn anscheinend mal im Urlaub in eine Ecke gedrängt und geschubst, weil er seine Freundin nicht im Griff hat, die unbedingt während der Autofahrt eine rauchen wollte. Für mich klang das irgendwie plausibel. Jetzt erst nach diesem Vorfall wo ich Angst empfand, seh ich das natürlich anders.

x 2 #49


V
@Arnika Genau so hab ich das auch gelesen recherchiert, anscheinend hat er eine Mutation oderso keine Ahnung. Ich dachte eben auch, diese destruktive Einstellung kommt wahrscheinlich von der Depression..

x 1 #50


PapaEmeritus
@Arnika

Bin ich absolut bei dir! Ich hab dieser Opfererzählung in einem Fall auch geglaubt, und dann das Verhalten lange ein Stück weit damit erklärt, vielleicht auch unbewusst. Ich denke auch, dass deine Darstellung viel wahrscheinlicher ist. Menschen werden nicht über Jahre sch. behandelt, egal ob körperlich oder emotional und behandeln dann den erstbesten, der sie vielleicht normal behandelt plötzlich schlecht. Viel wahrscheinlicher ist, dass er diese Masche schon vorher abgezogen hat.

x 4 #51


S
Zitat von violett03:
seh ich das natürlich anders.

Schön, dass du dich meldest. Wie geht es dir jetzt? Hast du den Kontakt abgebrochen?

#52


V
@Arnika Diese Gedanken bin ich mir auch am machen, ob hier bewusst auf Mitleid gesetzt wurde von Anfang an. Es hat auch funktioniert. Ich wollte ihn als netten Menschen ein 2. Mal treffen, auch weil ich tatsächlich schnell Mitleid habe und das Gefühl habe, ich kann solche Menschen verstehen.

x 2 #53


GreenTara
@violett03
Zitat von violett03:
Es hat auch funktioniert. Ich wollte ihn als netten Menschen ein 2. Mal treffen, auch weil ich tatsächlich schnell Mitleid habe und das Gefühl habe, ich kann solche Menschen verstehen

Die Kunst besteht darin, emphatisch sein zu können, ohne sich emotional einbinden zu lassen. Sich in dad Leid anderer hineingehen zu lassen, ist keine Chatakterstärke. Und an erster Stelle sollte eh der Selbstschutz und die Selbstverantwortung stehen. Für jeden.

x 3 #54


Fenjal
@violett03 was überlegst du?
Ein derartiger Typ an deiner Seite?
Was möchtest du mit dem aufbauen?

Familie, Haus, Loyalität, ein Für- und Miteinander?
Sortier dich, oder möchtest du Chaos?
Mir ist völlig unverständlich, was dieser Typ dir gibt?

x 1 #55


A
Zitat von violett03:
@Arnika Diese Gedanken bin ich mir auch am machen, ob hier bewusst auf Mitleid gesetzt wurde von Anfang an. Es hat auch funktioniert. Ich wollte ihn ...

Ein Mensch, der sich umbringen will, erzählt selten anderen davon - und schon gar nicht irgendwelchen Dates, die man kaum kennt.

Bei der Krankheit neigt man zu Nasenbluten, da werden einfach Äderchen verödet- da ist sein OP-Drama, dass alle gleich daran sterben (werden), echt überzogen.

Und jetzt ist quasi auch noch die sizilianische Mafia im Spiel?

Eine Ex kann ja toxisch gewesen sein, aber alle? Und mit all diesen Dauer-Dramen, wo es gefühlt immer um Leben und Tod geht, gehe ich dann hausieren bei einem love interest? Das ich schwängern möchte?

Mitleid wird leider oft ausgenutzt. Eignet sich wunderbar zur Manipulation, weil man sich ja auch selbst in der Rolle gefällt, so verständnisvoll und rettend zu sein.

Aber wenn so viel Dramen in so kurzer Zeit aufploppen, würde ich diese anzweifeln. Und so wie er sich gebärdet, ist das nicht auf seine Exfreundinnen zurückzuführen - sondern der war immer schon ein Psycho - und wird auch einer bleiben. Der eskaliert nur noch immer mehr.

x 2 #56


V
@Arnika Verstehe die Fassungslosigkeit.
Tatsächlich war es so, dass ich bei der 1. Krise mit ihm überhaupt keine Angst hatte oder Bedrohung für mich sah. vielleicht weil es auch alles Draussen stattfand im Park. Damals hat er mich auch nicht persönlich beleidigt.
Er war einfach sehr hysterisch aufgrund meiner Aussage weshalb ich jetzt grad nicht schwanger werden will ( und ja, nach dem letzten Erlebnis wäre das der absolute Horror von ihm schwanger zu sein🙈 ) und am Abend als ich dann mal sagte, dass ich glaube, er übertreibt hier wahrscheinlich bisschen, meinte er ja ganz aufgebracht: " was ich übertreibe? Denkst du das wirklich? ich bin suizidal" und sagte, er müsse jetzt gehen.

Ich fand seine Reaktion natürlich sehr abnormal und war überzeugt, das ist so eine Art Hilfeschrei dass er keine Kapazität mehr hat und deswegen wegen dieser Nichtigkeit überreagiert.

Meine Einschätzung damals war, er braucht dringend Hilfe, wahrscheinlich hat er ein Burn-Out vom stressigen Job und seinen Traumatas und dass ich die Einzigste bin, die das sieht, wie schlimm es um ihn steht und das hat mir komischerweise geholfen, meine Angst zu überwinden, weil ich dachte, ich muss unbedingt zu ihm gehen und in vor Ort unterstützen. Es hat mich ohnmächtig gemacht, da ich am Telefon und aus der Ferne nichts tun konnte.

Habe 2 Tage später mit einer Bekannten eine 15-minütige Probefahrt mit dem Zug gemacht und konnte meine Angst überwinden, weil ich mir sagte, meine Angst ist eine Nichtigkeit im Gegensatz zu seinem suizid-Problem. Das war für mich wirklich ein Grund mich zu überwinden.

Natürlich würd ich jetzt auch nicht mehr zu ihm gehen, ich bin sauer..

#57


A
Zitat von violett03:
und dass ich die Einzigste bin, die das sieht, wie schlimm es um ihn steht

Ja genau. Du hast dir in der Rolle gefallen, seine einzig wahre Erlöserin zu sein oder zu werden, the One And Only Special Snowflake. Die ihm selbst auf dem Feuerdrachen zu Hilfe eilt.

Und mit dieser „narzisstischen“ Anwandlung hatte er dich.

Und wie verantwortungslos ist er denn, wenn er irgendein Online-Date, das er kaum kennt, gleich schwängern will? Und da Drama macht? Mit Selbstmordgedanken, Depressionen und angeblich tödlichen Erbkrankheiten obendrauf.

Nach seinen psychischen Eskalationen: Sauer ist da hoffentlich nur ein Hilfsausdruck- du müsstest schreiend mit wedelnden Armen davonlaufen!

x 2 #58


V
@PapaEmeritus Ich werd wie gesagt, auf keinen Fall mit ihm eine Beziehung eingehen. Probiere mich zu lösen und werde ihm in den nächsten Tagen auch schreiben wie ich das heute sehe - 10 Tage nach dem Vorfall.

tatsächlich war ich noch wie gefangen und hab ihm nach dem Vorfall wieder jeden Abend vollstes Verständnis gegeben mit meinen Nachrichten. Man will es manchmal auch nicht wahrhaben, dass man eine so schlechte Menschenkenntnis hatte. 😅

x 3 #59


M
Zitat von Sincerite:
Ja, ich weiß, besonders das Mitgefühl wird oft benutzt.

Ich denke die hohe Kunst ist Mitgefühl zu haben ohne sich selbst zu verlassen
bzw die eigenen Grenzen.
Sobald man das Gefühl hat, über das Mitgefühl hinaus wird man implizit aufgefordert,
Verantwortung für fremdes Chaos zu übernehmen und dieses zu beseitigen oder zu
kompensieren, sollte man einen Schritt zurücktreten.
Denn an diesem Punkt geht eine gesunde mitfühlende Beziehung über in eine
parasitäre Symbiose mit entsprechenden Folgen wie emotionaler Abhängigkeit.

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A


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